Profis | 09.03.2020

Pressekonferenz vor Gladbach

Gisdol: „Wir haben Respekt, aber keine Angst“

Am Mittwochabend tritt der 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach an. Ob das Derby vor Zuschauern stattfindet, steht noch nicht fest. Die Gladbacher stehen mit ihren lokalen Behörden in Kontakt - und der FC mit Gladbach. Laut eines Sprechers der Stadt Mönchengladbach ist die Situation „völlig offen“. Am Montag sprachen FC-Cheftrainer Markus Gisdol und Geschäftsführer Horst Heldt über die Folgen des Corona-Virus und die anstehende Partie.

Markus Gisdol sagte über…

… die Folgen des Corona-Virus: Wir setzen uns damit auseinander, aber für uns hat das Sportliche Priorität. Wir fokussieren uns auf den Gegner und darauf, was uns auf dem Platz erwartet. Wir bereiten die Mannschaft sportlich gut vor. Im Kopf spielt es natürlich eine Rolle, es darf uns aber nicht tangieren. Wir konzentrieren uns auf den Fußball.

… die Vorbereitung auf Gladbach: Wir machen die Analyse von Gladbach nicht davon abhängig, wie sie gegen Dortmund gespielt haben. Wir analysieren unsere Gegner nicht bloß anhand eines Spiels, sondern schauen uns einige an. Das ist bei Gladbach umso sinnvoller, da sie manchmal mit Dreier-, manchmal mit Viererkette spielen. Es ist eine Mannschaft mit individueller Klasse. Aber wir sind aktuell gut drauf und wir sind auch flexibler geworden. Wir haben gute Lösungen gegen Gegner gefunden, die ihre Systematik im Laufe des Spiels ändern.

… die Personalsituation: Von den Spielern, die zuletzt gespielt haben, wird Sebastiaan Bornauw nicht zur Verfügung stehen. Er hat muskuläre Probleme. Ich werde bei ihm keine Prognose abgeben, es ist aber eher eine Geschichte von Tagen, nicht von Wochen. Noah Katterbach ist wieder im Training. Er macht große Fortschritte. Bis auf Sebastiaan Bornauw können wir fast aus dem Vollen schöpfen.

… die Favoritenrolle am Mittwoch: Natürlich ist Gladbach der Favorit. Ich weiß, dass wir gut drauf sind. Ich weiß aber auch, dass der Gegner grundsätzlich von einem anderen Niveau kommt. Uns wegen den letzten Ergebnissen auf eine Stufe mit Gladbach zu stellen, wäre respektlos. Wir müssen demütig bleiben. Wir wissen, wo wir herkommen und was unser Ziel ist. Wir haben Respekt, aber keine Angst.

... die kommenden Spiele: Wir orientieren uns wirklich nur von Spiel zu Spiel. Ich habe so viele Gedanken in meinem Kopf, wie wir gegen Gladbach Lösungen finden wollen. Dafür brauche ich meine Energie. Ich sitze nicht mit dem Taschenrechner vor der Tabelle. Ich weiß, dass wir am Mittwoch eine Mannschaft auf dem Platz brauchen, die hundert Prozent liefern kann. Danach erst schauen wir auf das folgende Spiel.

Horst Heldt sagte über…

… das Corona-Virus und die Folgen: Der Umgang mit dem Corona-Virus ist konsequent inkonsequent. Manche Spiele finden mit Zuschauern statt, andere ohne. Ich würde mir wünschen, dass es eine klare Ansage gibt. Das wäre sinnvoll für alle Beteiligten. Die Behörden vor Ort entscheiden.

… Geisterspiele: Ich habe mal in der Champions-League-Qualifikation ein Spiel ohne Zuschauer erlebt. In Griechenland. Wir haben es gewonnen, aber es war total beschissen. Es wäre aber nicht richtig, wenn wir jetzt als Verein zusätzlichen Druck auf die Behörden auszubauen versuchen.

… wirtschaftliche Schäden, die durch mögliche Geisterspiele entstehen können: Wir kalkulieren das natürlich durch. Wir sind ein Fußballverein und auch ein Traditionsverein, aber wir sind auch ein Verein, der Einnahmen generieren muss. Wenn Ticketeinnahmen wegbrechen, ist das auch für uns ein Problem. Dieses Problem hätten aber ganz viele Vereine in der Liga.

PK vor Gladbach
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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
12VfB Stuttgart0
121. FC Köln0
141. FSV Mainz 050