Profis | 11.06.2020

Pressekonferenz vor Union Berlin

Gisdol: „Wir möchten den Sack zumachen“

Der 1. FC Köln empfängt am Samstag um 15.30 Uhr Union Berlin. In einer virtuellen Pressekonferenz sprachen FC-Cheftrainer Markus Gisdol und Geschäftsführer Horst Heldt am Donnerstag über die Entwicklung der Mannschaft seit dem Hinspiel in Köpenick, fokussierte Spieler und einen belebenden Konkurrenzkampf innerhalb des Teams.

Markus Gisdol sprach über:

…die Entwicklung seit dem Hinspiel gegen Union Berlin: Das Hinspiel war für mich vielleicht sogar die wichtigste Partie, seitdem Horst und ich beim FC angetreten sind. Aus dem Spiel haben wir glasklare Erkenntnisse gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir drei Wochen im Amt. Nach der Niederlage bei Union haben wir einen ersten Strich gezogen und unsere Schlüsse in die weitere Arbeit mit dem Team einfließen lassen.
Ich hoffe, dass wir in dem anstehenden Spiel auch zeigen können, was sich bei uns verändert hat. Dann könnte man Hin- Rückspiel im Anschluss mal gegenüberstellen und schauen, was sich hinsichtlich der spielerischen Entwicklung und des taktischen Verhaltens verändert hat. Da sehe ich große Fortschritte bei meiner Mannschaft, aber wir sind noch auf dem Weg. 

…Erkenntnisse aus dem Spiel gegen Augsburg: Wir haben viel Positives aus der letzten Partie mitgenommen. Die Mannschaft hat stabil reagiert gegen einen guten Gegner, der versucht hat, uns den Schneid abzukaufen. Im Laufe des Spiels haben wir aber unsere Lösungen gefunden und kamen immer besser in die Partie. Wir konnten das Spiel immer mehr in unsere Richtung lenken. Augsburg kommt über ähnliche Tugenden wie Union Berlin. Dazu zählen Zweikampfverhalten und aggressives Spiel gegen den Ball. Daher ist es gar nicht so schlecht, hintereinander gegen zwei ähnlich agierende Mannschaften anzutreten. 

…die Frage, wann der FC den Klassenerhalt sichern wird: Wenn wir alle zusammen unsere Mathematik-Kenntnisse aufbringen, denke ich, dass wir wissen: Es wird uns ein weiterer Sieg reichen.

…die Personalsituation: Marcel Risse und Simon Terodde fallen mit ihren Knieproblemen für das Spiel gegen Union aus. Ansonsten haben manche Spieler in der Partie gegen Augsburg Blessuren davongetragen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir alle Spieler so hinbekommen, dass wir das bestmögliche Team aufbieten können.

…die Marschroute für das Spiel gegen Union Berlin: Ich spüre, dass meine Mannschaft den Sack zumachen möchte. Wir wollen Klarheit in allen Bereichen haben. So ticken die Jungs gerade, das war schon auf dem Rückweg nach dem Augsburg-Spiel so. 
Das Spiel gegen Union Berlin wird eine schwierige Aufgabe. Bei denen geht auch noch um sehr viel. Wir wissen, was Union stark macht, wissen aber auch um unsere eigenen Stärken. Es wird ganz wichtig sein, unsere eigene Spielweise zu hundert Prozent durchzubringen. Wir dürfen uns nicht vom Gegner aus dem Tritt bringen lassen. Das ist unser Ziel.

…die Frage, wie schwierig es angesichts des Konkurrenzkampfes ist, für Samstag eine Startelf zu finden: Konkurrenzkampf ist positiv.  Ich mache mir lieber Gedanken darüber, ob ich den einen oder den anderen spielen lasse, ob ich die eine oder die andere Anordnung spielen lasse, als zu wenig Personal vorzufinden. Ich beobachte, dass sich die Spieler aufdrängen. Das ist gut, das ist leistungsfördernd und soll sich während der Spiele auf dem Platz auszahlen. Unabhängig davon, mit welcher Formation wir beginnen, wissen wir, dass wir stark einwechseln können. Wir haben in den letzten Begegnungen durch Einwechslungen viel bewegt, auch wenn wir in Rückstand lagen. Wir konnten immer neue Akzente setzen. Dennoch hätten wir in den vergangenen Wochen mehr Punkte sammeln können, Es ist schade, dass das nicht der Fall war. Aber diese Punkte wollen wir uns in den nächsten Wochen zurückholen.

Horst Heldt sprach über:

…die Frage, ob Feierlichkeiten im Falle des Klassenerhalts geplant sind: Es ist nicht sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, was wäre, wenn. Wir sollten erst einmal alles dafür geben, dass der Klassenerhalt auch eintritt. Der Fokus liegt auf dem Spiel, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Sollte der Klassenerhalt geschafft sein, sind wir Kölner alle spontan genug, um dann etwas zu machen. Es gibt aber keinerlei Vorplanungen. Das ist immer Gift und würde uns nicht guttun, zu viel Zeit und Energie in solche Überlegungen zu legen.

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36