Profis | 24.02.2019

Der Tag beim FC

Hauptmann muss operiert werden

Nach dem Heimsieg gegen Sandhausen trafen sich die Profis des 1. FC Köln am Sonntag zu einer regenerativen Einheit. Nicht dabei war unter anderem Niklas Hauptmann. Er muss operiert werden. Nach dem Training sprach Markus Anfang über die Partie vom Vortag, über Anthony Modeste und das bevorstehende Spiel in Aue.

Am Tag nach dem 3:1-Sieg gegen Sandhausen stand beim 1. FC Köln eine regenerative Einheit auf dem Programm: Am Geißbockheim wurde Fußballtennis gespielt. Die Profis, die am Samstag nicht zum Einsatz kamen, absolvierten zudem Läufe.

Folgende Spieler waren nicht bei der Einheit dabei: Jorge Meré (individuelle Belastungssteuerung), Matthias Lehmann (krank) und Niklas Hauptmann. Hauptmann wird dem FC länger fehlen: Nach seiner Meniskusverletzung im linken Knie war er zwischenzeitlich ins Training zurückgekehrt – dabei hatte sein Knie jedoch eine Reaktion gezeigt. Daraufhin entschieden die FC-Ärzte, dass eine Operation unumgänglich ist. Vincent Koziello, der gegen Sandhausen eine Platzwunde erlitten hatte, die genäht werden musste, trainierte am Sonntag individuell – genau wie Lasse Sobiech, der zuletzt wegen einer Erkältung aussetzen musste.

Nach dem Training sprach Cheftrainer Markus Anfang über:

…das Gefühl nach dem Sieg gegen Sandhausen: „Wenn du gewinnst, ist es natürlich immer ein gutes Gefühl. Aber die Situation war natürlich schwierig. Nach Paderborn hatten wir eine schwierige Woche und sind jetzt auch noch früh in Rückstand geraten. Da waren alle Vorzeichen gegen uns. Aber die Reaktion in der zweiten Hälfte war gut. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt den Ausgleich geschossen. Hinten raus ist es natürlich schön, dass wir das Spiel gedreht haben. Das tut gut.“

…die öffentliche Erwartungshaltung:Marco Höger hat es ja gesagt: Für viele Spieler ist die Drucksituation, die wir hier haben, ungewohnt. Unsere Spieler sind Profis – aber sie sind auch Menschen. Und natürlich spüren sie den Druck und nehmen den mit auf den Platz. Es war gut, dass wir bei uns geblieben sind und nicht in Aktionismus verfallen sind, sondern unser Spiel kontinuierlich durchgezogen haben – immer im Glauben, dass wir unsere Chancen noch bekommen werden.“

…die Drucksituation: „Seitdem ich hier angefangen habe, gibt es Druck. Natürlich sind wir der Favorit in der Liga. Aber wir haben immer gesagt, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen werden und dass es auch mal hart wird. Genau das ist jetzt der Fall. Die Drucksituation hat sich allerdings nicht verändert. Wir müssen jedes Spiel gewinnen.“

…die Frage, ob Anthony Modeste derzeit den Unterschied macht: „Das zu sagen, wäre den anderen gegenüber ein bisschen unfair – wenn man sieht, wie Jhon vorne gearbeitet hat, wie viele Tore Simon schon geschossen hat, wie die Mannschaft insgesamt sich in der zweiten Hälfte präsentiert hat. Tony ist ein wichtiger Baustein. Er hat seine Qualitäten, er braucht wenige Chancen, das hat man gestern wieder gesehen. Trotzdem wissen wir, dass er noch nicht bei 100 Prozent ist. Da müssen wir ihn hinbringen, so wie wir Jhon und auch Simon dahin bringen mussten. Wir werden auch Tony auf 100 Prozent bringen, damit er in der Lage ist, uns von Anfang an zu helfen.“

…Modestes Joker-Rolle: „Wir besprechen so etwas immer mit der Mannschaft. Wir reden permanent mit den Jungs. Wir haben auch mit Högi (Marco Höger) vor der Partie gesprochen und auch mit Cello (Marcel Risse), der jetzt mal zwei Spiele nicht gespielt hat. Wir sind da immer im Austausch und versuchen, die für uns bestmögliche Entscheidung zu treffen. Es ist wichtig zu schauen, in welcher Situation man einen Spieler bringt und wann er uns am besten helfen kann.“

…die Vorbereitung auf Aue: „Wir schleppen dieses Nachholspiel ein bisschen mit. Wir müssen heute noch gut regenerieren und uns dann gut auf Aue vorbereiten. Wir haben jetzt die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit viele Punkte zu machen. Es wird schwer in Aue, das wissen wir, aber wir müssen jetzt nachlegen. Das wissen die Jungs auch – und das wollen sie unbedingt.“

…die erste Hälfte gegen Sandhausen: „Es hat auch damit zu tun gehabt, was unter der Woche passiert ist. Wenn du so in ein Spiel reinstartest und nach vier Minuten zurückliegt, kann dich das lähmen. Das muss man ehrlicherweise sagen. Jeder, der mal Fußball gespielt hat, weiß, wie man sich in solch einer Situation fühlt. Da muss man dann rauskommen. Das Positive ist, dass wir in der Lage waren, so ein Spiel zu drehen. Dass wir unsere Leistung in der zweiten Hälfte kontinuierlich gesteigert haben und so die Chance hatten, das Spiel am Ende für uns zu entscheiden.“

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Tabelle

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PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 59
2 Hamburger SV 53
3 SC Paderborn 07 51

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