Profis | 10.01.2021

FC-Geschäftsführer

Heldt: „Der Auftritt war nicht akzeptabel“

Am Morgen nach der Niederlage in Freiburg sprach FC-Geschäftsführer Horst Heldt über die Enttäuschung nach der Partie und über Veränderungen im Kader.

Horst Heldt sprach am Sonntag über:

… die Enttäuschung nach der Partie in Freiburg: Ob geschockt oder enttäuscht – vor allen Dingen bin ich sauer. So wie wir uns gestern präsentiert haben, so können wir uns nicht präsentieren. Auch wenn es in der Zeit, in der ich hier bin, das erste Mal in dieser Form vorgekommen ist, macht es das nicht besser. Wir manövrieren uns immer wieder selber in Schwierigkeiten hinein und stehen dann mit dem Rücken zur Wand. Das ist mehr als ärgerlich und enttäuschend. Gestern haben wir alles vermissen lassen, was man im Abstiegskampf braucht. Sicher haben wir gegen einen Gegner gespielt, der gut drauf war. Trotzdem muss man das relativieren – wir haben nicht gegen Bayern, Leipzig oder Dortmund gespielt, wo man an einem guten Tag des Gegners fünf Stück kassieren kann. Es ist sicher nicht unser Anspruch, auswärts gegen Freiburg fünf Gegentore zu bekommen. Das ist es, was mich nach gestern maßlos enttäuscht.

… die weitere Vorgehensweise: Der Auftritt gestern war nicht akzeptabel. Wir können jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen. Wir werden die nächsten drei Tage dafür nutzen, ins Detail zu gehen mit den einzelnen Spielern und der gesamten Mannschaft. Wir werden das bis Dienstagmorgen aufarbeiten und die Zeit nutzen, um es uns erklärbar zu machen.

… sein Eindruck von Markus Gisdol:  Er war genauso enttäuscht, wütend und sauer wie ich das bei dem einen oder anderen auch vernommen habe. Markus wird am Samstag auf der Bank sitzen, ich wiederhole mich da gerne. Ich führe nicht jede Woche nach einem Ergebnis eine Diskussion. Wir machen das, wovon wir überzeugt sind, und daran halten wir fest, solange wir überzeugt sind. 

… die Verantwortung der Mannschaft: Die Mannschaft war gut vorbereitet auf den Gegner. Am Ende geht es immer darum, es umzusetzen – und das hat sie gestern nicht gemacht. Jeder Einzelne ist dafür verantwortlich. Es gibt keinen, den man da ausnehmen kann. Es gibt diesen alten Spruch: Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam. Der trifft in vielerlei Hinsicht auf das zu, was gerade stattfindet. Wir haben gemeinsam verloren und jeder muss vor seiner eigenen Haustür kehren und sich selbst hinterfragen. Wenn sie sich nicht anfangen zu hinterfragen, werden sie in die Richtung geschoben.

… mögliche Aktivitäten auf dem Transfermarkt: Es ist eine berechtigte Frage, das Transferfenster ist nach wie vor offen. Dabei gilt es immer zu eruieren, was unsere eigenen Möglichkeiten sind und was sich anbietet. Wir haben sowieso zu viele Spieler auf dem Platz und zu viel Quantität im Kader. Deswegen haben wir am Freitag vor dem Spiel drei Spielern mitgeteilt, dass sie ab sofort bei der U21 mittrainieren, weil wir zu viele an der Seitenlinie haben, die nicht vollumfänglich trainiert werden können. Frederik Sörensen, Robert Voloder und Christian Clemens werden ab Dienstag bei der zweiten Mannschaft trainieren, um den Kader zu reduzieren. Das hat nichts mit dem Ergebnis von gestern zu tun. Das ist eine Maßnahme, die nicht schön ist. Aber hier geht es um den 1. FC Köln und nicht um Einzelne. Deswegen müssen wir mit diesem Schritt anfangen, um mehr Qualität in die Trainingsformen zu bekommen. 

… Sebastian Andersson: Bei ihm geht es in der ersten Phase um Ruhe, damit sich das Knie regeneriert. Es ist für ihn schwierig, Ruhe in den Körper zu bekommen und sich gleichzeitig fit zu halten. Es werden viele Maßnahmen ergriffen, um in der Pause nicht ganz so viel Fitness zu verlieren.

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15DSC Arminia Bielefeld14
161. FC Köln12
171. FSV Mainz 057