Profis | 09.12.2019

Der Tag beim FC

Heldt: „Es muss Klick machen“

Der 1. FC Köln hat am Montag in einer Videoanalyse die Niederlage gegen Union aufgearbeitet und anschließend direkt mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Leverkusen begonnen. Nach dem Training sprach Geschäftsführer Horst Heldt über die gegenwärtige Situation.

Gleich am Montagmorgen trafen sich die Profis am Geißbockheim mit dem Trainerteam um Markus Gisdol. Die Videoanalyse der 0:2-Niederlage bei Union vom Vortag stand auf dem Programm. Anschließend ging es raus auf den Platz, zu einer etwa 70-minütigen Einheit mit der kompletten Mannschaft – also auch mit den Spielern, die am Sonntag über die volle Spielzeit auf dem Feld standen. Nicht dabei waren Thomas Kessler, Matthias Bader, Ismail Jakobs und Lasse Sobiech. Sie trainierten individuell. Einen freien Tag wird es für die FC-Profis in dieser Woche nicht geben, stattdessen wird täglich trainiert. Wann genau, das wird von Tag zu Tag festgelegt. Daher gibt es an diesem Montag auch nicht die sonst übliche Trainingsübersicht für die gesamte Woche.

Nach dem Training sprach Horst Heldt am Geißbockheim über:

… seinen heutigen 50. Geburtstag:
Ich bin niemand, der Geburtstage so groß feiert. Und im Moment ist das auch nicht wichtig. Natürlich rufen mich Leute an und gratulieren, aber ich habe da heute gar keinen Kopf für.

… die Enttäuschung über das Spiel gegen Union: Ich bin enttäuscht – wie jeder andere auch. Weil ich denke, dass die Niederlage vermeidbar gewesen wäre. In den ersten 30 Minuten haben wir unseren Plan verfolgt und nicht viel zugelassen. Wir hatten die gute Chance, in Führung zu gehen. Aber momentan liefern wir einfach nicht viel Überzeugendes ab auf dem Platz, sei es im eins gegen eins vor dem gegnerischen Tor, sei es bei eigenen oder gegnerischen Standards. Wir machen zu viele Fehler, verlieren leichtsinnig den Ball und geraten so ins Hintertreffen. Nach dem 0:2 hat die Mannschaft sich nicht mehr aufbauen und ins Spiel zurückfinden können. Das sind individuelle Probleme und ein Problem der Mannschaft.

… über die Situation der Mannschaft: Sie lassen in solchen Momenten die Köpfe hängen und menschlich kann ich das auch nachvollziehen, zumal ich selbst in solchen Situationen gewesen bin. Wir haben aber gewusst und besprochen, dass es Nackenschläge geben wird. Aber am Ende können wir uns nur selbst helfen. Es muss Klick machen im Kopf, bei jedem Einzelnen. Wir müssen uns immer wieder aufs Neue an Kleinigkeiten hochziehen und gegenseitig unterstützen. Wir müssen die Basis legen – und die Basis ist, alles zu tun. Da meine ich nicht nur die statistischen Werte, die auch gestern wieder nicht für uns gesprochen haben, sondern viele Kleinigkeiten. Ich glaube nach wie vor fest daran, dass wir es schaffen können. Jeder muss sich Gedanken machen, wie er in der jetzigen Situation helfen und was er verändern kann. Natürlich brauchen wir auch Unterstützung von außen, aber wir müssen bei uns selbst anfangen. Unterstützung muss man sich erarbeiten. Das haben wir gestern nicht gemacht, gegen Augsburg aber schon – und da müssen wir wieder hinfinden. 

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
12 1. FC Union Berlin 20
13 1. FC Köln 20
14 Hertha BSC 19

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