Profis | 28.11.2019

Pressekonferenz vor Augsburg

Heldt: „Wir brauchen jeden Einzelnen“

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln den FC Augsburg im RheinEnergieSTADION. FC-Cheftrainer Markus Gisdol sprach am Donnerstag über die Trainingsarbeit, sein erstes Heimspiel als Cheftrainer und den kommenden Gegner. FC-Geschäftsführer Horst Heldt sprach über die derzeitige Situation und die anstehende Partie.

Markus Gisdol über…

… die zurückliegende Partie in Leipzig: Ich bin kein Freund von Blicken in den Rückspiegel, aber es war wichtig, dass wir das Leipzig-Spiel richtig einordnen und es dann schnell abhaken. Es war gut, dass wir in dieser Woche komplett trainieren konnten. Wir sind aber erst bei zwei Trainingstagen und haben noch zwei weitere vor uns.

… die Trainingsarbeit: Wir haben die Zeit genutzt, um Abläufe und Basics einzustudieren, durch die wir Sicherheit bekommen. Darauf lag der Fokus. Die nächsten Tage werden wir nutzen, um in dieser Richtung weiterzukommen. Aus jedem Trainingstag, aus jeder Einheit und jedem Detail versuchen wir, Rückschlüsse zu ziehen.

… seine Herangehensweise: Wir gehen unaufgeregt an die Sache heran. Es geht darum, schnell zu punkten. Aber der Weg wird sehr lang sein. Mit einer Niederlage gegen Augsburg ist man nicht abgestiegen. Genau so wenig ist man mit einem Sieg gerettet. Wir dürfen uns nicht verrückt man lassen.

… seinen Umgang mit schlechten Leistungen: Wir besprechen die Dinge intern. Aber ich scheue mich nicht vor Entscheidungen – egal in welche Richtung. Jeder Spieler ist für mich aber zunächst einmal ein unbeschriebenes Blatt. Ich mache mir meinen eigenen Eindruck. Die Mannschaft hat Qualität. Wir müssen jetzt den richtigen Mix finden, um Stabilität zu entwickeln. Das ist die Grundlage für alles.

 … sein erstes Heimspiel als FC-Cheftrainer: Ich freue mich auf mein erstes Heimspiel. Ich habe mir vorgenommen, es auch ein Stück weit zu genießen. Natürlich ist man aber sehr fokussiert. Es ist für uns insgesamt wichtig, dass wir eine totale Einheit bilden. Jeder muss spüren, dass unsere Mannschaft diese Situation annimmt. Ich habe auf vorherigen Stationen nicht so gerne in Köln gespielt, weil es wenig zu gewinnen gab. Das wieder zu entwickeln, das streben wir an.

… Nachwuchsspieler, die zuletzt im Training dabei waren: Ich habe mich gefreut, als ich mitbekommen habe, dass wir im Jugendbereich viele gute Spieler haben. Einige sind Nationalspieler. Das muss für uns in der Zukunft ein Faustpfand sein, dass wir unsere eigenen Jungs so entwickeln, dass wir in unseren Profikader immer frisches Blut bekommen. Ich werde mir immer wieder Spieler anschauen und im Training dazunehmen.

 … den kommenden Gegner, den FC Augsburg: Augsburg ist eine unangenehme Mannschaft. Das sagt aber wahrscheinlich jeder gegnerische Trainer. Sie haben eine klare Ordnung und sind unangenehm. Wir wissen, was auf uns zukommt, aber wir wissen auch, wie wir dagegenhalten können.

 … eine mögliche Formation: Fürs Wochenende ist taktisch im Angriff alles denkbar. Ich habe auch schon mal mit drei Stürmern gespielt. Man kann auch mit einer zentralen Spitze sehr offensiv spielen. Ich will da aber heute nichts preisgeben.

Horst Heldt sagte über…

… die derzeitige Situation: Die Spieler sind auf einem guten Weg. Es geht nicht um die Frage, ob die Mannschaft Abstiegskampf kann oder nicht. Sie muss. Wir sind im Abstiegskampf. Es ist hilfreich, wenn man vieles von dem schon einmal erlebt hat und die Erfahrungen gewinnbringend einsetzt. Wir müssen im Detail beobachten, wie sich die Manschaft oder der Einzelne verhält. Ich erkenne, dass sie konzentriert und engagiert im Training arbeiten. Sie hören gut zu und geben sich Mühe. Jeder will sich anbieten. Und jeder will die Situation verändern. Das ist für mich spürbar auf einem guten Weg. Das ist eine wichtige Voraussetzung.

… das Heimspiel gegen Augsburg:
Ich freue mich, jetzt das erste Heimspiel zu haben. Es ist ein langer Weg, aber wir werden das schaffen. Dafür brauchen wir die Unterstützung jedes Einzelnen. Natürlich muss man Dinge aufarbeiten und sich Kritik stellen und offen diskutieren, dafür geben wir Raum. Aber am Samstag um 15.30 Uhr darf das alles keine Rolle spielen, da müssen wir alle eine Einheit bilden und alles geben. Das ist unser zu Hause. Es geht nur um den Club. Wir brauchen die unbändige Kraft, die die Menschen in diesem Stadion auslösen können. Es gibt Phasen in einem Spiel, in denen es nicht gut läuft. Und genau dann zeigt sich der Charakter eines Traditionsclubs. Es geht um das, was diesen Verein ausmacht. In erster Linie sind wir und die Spieler gefordert - aber das schaffen wir nicht alleine. Das Ziel muss sein, dass die gegnerischen Mannschaften wieder Angst haben, nach Köln in unser Stadion zu kommen. Dann würden wir einen Riesenschritt machen.

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PL. Verein Pkt.
16 Fortuna Düsseldorf 12
17 SC Paderborn 07 8
18 1. FC Köln 8

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