Profis | 27.09.2020

FC-Geschäftsführer im Gespräch

Heldt: „Wir müssen unsere Fehler abstellen“

Nach dem Auswärtsspiel in Bielefeld sprach FC-Geschäftsführer Horst Heldt am Sonntag über die 0:1-Niederlage, die Debüts von Tolu Arokodare und Dimitris Limnios und das bevorstehende Derby.

Horst Heldt sagte über…

… seine Gefühle nach der Niederlage: Ich habe mich geärgert, dass wir ein Spiel verlieren, das wir definitiv nicht verlieren hätten müssen. Es ist ärgerlich, dass wir wenig zugelassen haben, die besseren Chancen hatten und am Ende dann nichts mitnehmen.

… die Torwartdiskussion: Fußball ist ein Mannschaftssport. Natürlich hat Timo gestern Fehler gemacht, da brauchen wir nicht drumherum zu reden. Aber ich habe in der Analyse noch ein paar andere gesehen, die Fehler gemacht haben – sowohl gegen Hoffenheim als auch gegen Bielefeld. Wir weigern uns, in einem Mannschaftssport einen Einzelnen zur Schlachtbank zu begleiten. Das machen wir nicht. Timo hat in der vergangenen Saison sehr gut gespielt und hat uns in vielen Momenten in der Liga gehalten. Ich erinnere mich da zum Beispiel an das Spiel gegen Wolfsburg, als wir durch seine Aktionen im Spiel geblieben sind. 

… die aktuelle Drucksituation: Wir ärgern uns jetzt noch kurz und bereiten uns dann ab Dienstag auf das Derby vor. Natürlich sieht man, dass die Abläufe noch nicht hundertprozentig funktionieren. Wir hatten gestern eine zu hohe Fehlerquote in unserem Spiel und das müssen wir abstellen. Wir müssen uns Zeit geben und eine gute Balance finden, zwischen einer grundsätzlich guten Ausrichtung und gleichzeitig Fehlerminimierung. Wie soll denn auch schon alles funktionieren, wenn man nur ein paar Tage zusammen trainiert hat? Es hat vieles mit Automatismen zu tun. Der Druck ist immer da und der wird uns auch die ganze Saison begleiten.

… das bevorstehende Derby: Wir hatten in der vergangenen Saison mit dem Derby das erste Spiel ohne Zuschauer.. Ich finde, dass wir da ein gutes Spiel gemacht haben, und trotzdem haben wir verloren. Ich muss nicht erklären, dass Gladbach eine außerordentlich gute Qualität hat, auch wenn sie in den ersten beiden Spielen nur einen Punkt geholt haben. Wir müssen aber jetzt erstmal unsere Analyse machen, bevor wir uns mit dem Gegner beschäftigen. 

… die saisonübergreifende Serie ohne Sieg: Wir müssen uns permanent hinterfragen. Aber in der Vergangenheit zu leben, macht keinen Sinn. Wir leben in der Gegenwart und müssen uns für die Zukunft ausrichten. Es bringt nichts, über die vergangene Saison zu reden – im Positiven wie im Negativen. Wir bekommen dadurch nichts geschenkt. Wenn wir uns zu sehr mit der Vergangenheit aufhalten, wie sollen wir es dann in der Gegenwart besser machen? Es ist in Ordnung, wenn das thematisiert wird, aber es hilft uns in unserem Handeln nicht weiter.

… die fehlenden Auswärtsfans: Die größte Wunschvorstellung ist die Normalität und die beinhaltet auch Auswärtsfans. Es gibt viele Beispiele, als uns unsere Fans auswärts getragen haben, weil uns traditionell sehr viele von ihnen unterstützen und zu den Spielen begleiten. Es ist keine Frage, dass wir uns bei Auswärtsspielen auch unsere eigenen Fans wünschen. Aber es ist leider kein Wunschkonzert und wir müssen das akzeptieren. Jetzt hoffen wir erstmal, dass wir zu Hause im Derby Zuschauer haben. 

… die Debüts von Tolu Arokodare und Dimitris Limnios: Beide haben es nach ihren Einwechslungen ordentlich gemacht. Tolu hätte fast einen Scorerpunkt gemacht, wenn Seb den Ball getroffen hätte. Aber auch da ist es, wie bei Ondrej Duda und Sebastian Andersson: Die Automatismen fehlen häufig noch und da braucht es eine gewisse Zeit. Dann bin ich überzeugt, dass sie einen Mehrwert für uns bringen.

… den Zustand von Jonas Hector: Jonas hat einen leichten Brummschädel. Das sah von außen nicht so schlimm aus, aber es ging einfach nicht mehr und wir haben in der Halbzeit reagiert. Es tritt heute ein bisschen kürzer, aber das dürfte fürs Wochenende kein Problem sein.

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PL.VereinPkt.
15Hertha BSC3
161. FC Köln1
17FC Schalke 041