Profis | 06.03.2020

Stimmen zu Paderborn

Horn: „Wir spielen befreit auf“

Nach dem 2:1-Sieg in Paderborn sprach NetCologne FC-TV mit Timo Horn, Benno Schmitz und Markus Gisdol. Auch Mark Uth und Horst Heldt äußerten sich zum Spiel und der gegenwärtigen Erfolgssträhne des FC.

Timo Horn: Die zweite Hälfte war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben die Bälle zu schnell weggegeben, sind nicht mehr so in die Zweikämpfe gekommen und dann wurde es hinten raus nochmal spannend. In der ersten Hälfte waren wir spielbestimmend. Wir sind durch eine Standardsituation in Führung gegangen und haben dann durch das Traumtor von Jonas das 2:0 erzielt. Das hat uns in die Karten gespielt. Wer hier schon mal gespielt hat, der weiß, dass es bis zum Ende spannend und intensiv ist. Paderborn gibt nie auf, deswegen sind wir heilfroh, dass wir am Ende die drei Punkte mitnehmen. Wir konnten dank der Erfolge der letzten Wochen souverän auftreten. Die Sicherheit, die wir mittlerweile haben, ist enorm. Wenn man befreit aufspielen kann und nicht in so einer Drucksituation ist, fallen viele Dinge leichter. Man macht sich nicht so viele Gedanken. Es ist schön, dass wir jetzt so ins Derby gehen kann. Das wird ein Highlight für uns und die Fans. Da haben wir auch noch was gut zu machen und da freuen wir uns jetzt drauf.

Benno Schmitz: Wir haben gut angefangen, sind verdient 2:0 in Führung gegangen. Wir wussten, dass Paderborn zu Hause am Ende nochmal kommt. Durch den Anschlusstreffer war es hinten raus eng. Wir sind sehr zufrieden über die drei Punkte, es waren wichtige. Es ist schon Wahnsinn, was wir für einen Lauf haben. Im Moment sind wir einfach gut drauf. Wenn man in so einem Lauf drin ist, fällt alles leichter. Wir wollen auf dieser Welle weiter schwimmen, aber wir wissen, dass jedes Spiel von Null losgeht und wir immer wieder aufs Neue Gas geben müssen. Wir haben bis zur Länderspielpause drei wichtige Spiele, da wollen wir weiter punkten und uns nach unten hin absetzen. Dass wir vor der Winterpause Siege eingefahren haben, war extrem wichtig. Seitdem glaubt jeder dran. Jeder weiß, was auf dem Platz zu tun ist. Wir haben in der Winterpause weiter daran gearbeitet – und jetzt gilt es einfach so weiterzumachen. Im Moment ist unser Glaube an uns sehr groß. 

Markus Gisdol: Wir haben sehr souverän gespielt und den Gegner gut kontrolliert. Dann kam das, was in Paderborn immer wieder passieren kann. Du denkst, du hast Spiel und Gegner im Griff, auf den Rängen der Paderborner ist es relativ ruhig – und mit einem Schlag kann so ein Spiel nochmal in eine andere Richtung kippen. Wir haben versucht, uns darauf vorzubereiten, aber geklappt hat es nicht ganz. Aber: Wir haben gut dagegen gehalten, als es am Ende nochmal eng wurde. Am Ende ist mir egal, ob wir mit einem Tor oder mehreren Toren Unterschied gewinnen. Genau diese Partien wie hier in Paderborn sind ganz schwierig. Jeder sagt: Du wirst beim Tabellenletzten ja wahrscheinlich gewinnen. Aber der Gegner spielt unkonventionell und manchmal alles oder nichts. Deswegen bin ich heute besonders glücklich, dass wir gewinnen konnten. Für mich ist wichtig, dass wir uns Woche für Woche neu einstellen auf die Gegner und versuchen, unser bestmögliches Spiel machen. Das ist bisher gut gelungen und da wollen wir auch keinen Millimeter von weggehen. Auf die Tabelle schaue ich aber nicht – und das ziehe ich auch durch.

Mark Uth: Die erste Halbzeit war sehr gut. Da hätten wir vielleicht noch das ein oder andere Tor machen können. Wenn du in Paderborn den Anschlusstreffer bekommst und die Fans nochmal pushen, wird es schwer. Die zweite Halbzeit war einfach nicht gut genug. Wir haben uns zu wenige klare Torchancen herausgespielt, nicht allzu guten Fußball gespielt und dann kommt irgendwann mal so eine Flanke durch und du kriegst das Gegentor. Aber auch das muss man einfach mal über die Zeit retten und fertig. Es ist Meckern auf hohem Niveau. Wir haben in Paderborn gewonnen und sind sehr glücklich damit. Es sind wieder drei Punkte für den Klassenerhalt. Ich habe in Hoffenheim schon mal einen ähnlichen Lauf erlebt. Von Spiel zu Spiel wächst das Selbstvertrauen. Dann gewinnst du auch mal so Spiele, wo du Paderborn nicht unbedingt komplett an die Wand spielst. Die Wochen zuvor waren einfach sehr gut, das hat uns natürlich gepusht und deswegen gewinnen wir weiter.

Horst Heldt: Wir haben schon bessere Spiele abgeliefert. Aber für bessere Spiele gibt es auch nur drei Punkte. Es war das erwartet schwere Spiel. Ein dreckiges Spiel. Wir hatten heute gar nicht unseren besten Tag und haben uns am Ende selbst das Leben schwer gemacht. Aber es ist schön, dass wir drei Punkte eingefahren haben.

Jetzt das Matchworn-Trikot sichern, das Mark Uth beim Sieg gegen Paderborn getragen hat.

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
9TSG 1899 Hoffenheim35
101. FC Köln32
111. FC Union Berlin30

FC-FANSHOP