Profis | 19.12.2019

Stimmen zu Frankfurt

Kainz: „Kompliment an die ganze Mannschaft“

Nach dem Comeback-Sieg in Frankfurt sprach NetCologne FC-TV mit Jonas Hector, Ismail Jakobs, Florian Kainz und Markus Gisdol über die Partie.

Jonas Hector: Uns tut gut, dass wir am Samstag gewonnen haben. Wir haben diese positiven Vibes mitgenommen und konnten deshalb das 0:2 noch drehen. Wir hatten schon vor dem 1:2 Möglichkeiten, den Anschluss zu erzielen, aber haben es nicht gut ausgespielt, da war ich teilweise auch beteiligt. Wir haben aber gemerkt: Wir sind voll da, wir können hier was mitnehmen. Die Frankfurter haben in den letzten Spielen Körner gelassen und wir wussten, dass wir noch auf die Siegerstraße kommen können mit einer engagierten zweiten Halbzeit. Die haben wir auf den Platz gebracht. Wir haben die letzten beiden Spiele genau das gezeigt, was wir brauchen: Einsatz, Wille, Teamgeist. Das sind die Attribute, die auch am Samstag gegen Bremen wichtig sein werden.

Iso Jakobs: Ich hätte mir für mein erstes Bundesligator keinen besseren Moment wünschen können. Es kam einfach alles hoch. Ich habe mich leider so sehr gefreut, dass ich mein Trikot ausgezogen habe. (lacht)

Florian Kainz: Der Trainer hat mir gesagt, dass ich auf der rechten Seite reinkomme, obwohl ich normalerweise links spiele, weil er will, dass ich von dort Bälle hinter die Abwehr spiele. Das ist mir zweimal ganz gut gelungen. Gott sei Dank haben wir da die Tore gemacht. Das war ein extrem wichtiger Sieg. Man hat gesehen, was für eine Moral wir in der Mannschaft haben. In so einem wichtigen Spiel nach einem 0:2 noch zurückzukommen, großes Kompliment dafür an die ganze Mannschaft. Der Anschlusstreffer von Jonas war extrem wichtig, weil er zu einem günstigen Zeitpunkt gefallen ist. Solche Tore, bei denen ein Schuss abgefälscht wird, haben wir in dieser Saison leider noch nicht oft geschossen. Der Treffer war extrem wichtig für uns und hat uns Auftrieb gegeben. In der ersten Hälfte hat Frankfurt am Anfang viel Druck gemacht, wie man es von ihnen kennt. Gerade in englischen Wochen machen sie zu Spielbeginn immer viel Druck. Wir wollten unbedingt Standardtore vermeiden. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir werden das Spiel gut analysieren und am Samstag nochmal alle Kräfte bündeln und Vollgas geben. Die Fans haben uns super unterstützt, während des Spiels und auch danach. Wir kommen da nur gemeinsam unten raus – deswegen war das heute schön zu sehen.

Markus Gisdol: Ich finde die Reaktion unserer Mannschaft vor allem deshalb so bemerkenswert, weil sie nach dem 0:2 – und es war wirklich bitter für uns, zwei Standardtore zu bekommen – ruhig geblieben ist und gut Fußball gespielt hat. Wir haben immer die fußballerische Lösung gesucht. Ich habe den Jungs auch in der Halbzeit gesagt: Bleibt ruhig, unsere Situationen kommen. Nehmt lieber einen Pass mehr, werdet nicht hektisch. Wir haben uns fußballerisch durchgesetzt. Der Treffer von Jonas Hector war wichtig. So einer muss auch mal bei uns reingehen. Wir kriegen oft Gegentore, bei denen man denkt: Der darf jetzt eigentlich nicht rein. Deshalb ist es schön, dass wir auch mal so ein Tor schießen. Ich glaube, das 2:1 zur Halbzeit war für Frankfurt sogar schmeichelhaft. Es hätte auch da schon 2:2 stehen können. Es ist wichtig, dass die Mannschaft ein Gefühl dafür entwickelt, was sie als Team gemeinsam schaffen kann. So etwas schafft man nicht alleine. Du brauchst als Mannschaft kurze Abstände, gute Umschaltbewegungen im Kollektiv. Dinge, die wir entwickeln wollen. Dann kann man so ein Spiel auch mal drehen. Natürlich ist das ein gutes Gefühl. Jetzt gilt es aber, schlau zu sein, den Kopf einzuschalten und gut zu regenerieren. Am Samstag spielen wir schon wieder, da müssen wir auf Sendung sein. Der Sieg tut uns allen gut. Wir versuchen, auf diesem Weg zu bleiben und weiterhin so Fußball spielen, wie wir es heute gemacht haben. Es wird vielleicht nicht immer in Siege münden, aber für uns ist wichtig, dass wir vernünftig Fußball spielen und als Team auftreten – und nicht draufschlagen, wenn es mal Niederlagen gibt, sondern alles mit der notwendigen Gelassenheit zu betrachten. 

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