Profis | 22.11.2021

Rückblick Mainz und Ausblick Gladbach

Kessler: „Besonderes Gefühl, gegen Gladbach das FC-Trikot zu tragen“

Nach dem Punktgewinn beim 1. FSV Mainz 05 sprach Thomas Kessler, sportlicher Leiter der FC-Lizenzspielerabteilung, am Montag am Geißbockheim über das 1:1 in Mainz, die Verletzung von Anthony Modeste, die erhitzten Gemüter an der Seitenlinie und das anstehende Derby gegen Gladbach.

Thomas Kessler über…

…das Unentschieden in Mainz: „Wir haben eine gute Partie gezeigt. Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen können, ist, dass der Gegentreffer zu einfach entstanden ist. Außerdem war unsere Chancenverwertung nicht gut. Unabhängig davon haben wir gestern ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht. Aber natürlich wären wir glücklicher, wenn wir drei Punkte geholt hätten.“

…die Chancenverwertung und eine mögliche Abhängigkeit von Anthony Modeste: „Ich glaube nicht, dass eine Abhängigkeit von Tony vorhanden ist, sondern eher, dass Tony von unserer Spielweise profitiert und wie wir unsere Chancen herausarbeiten. Wir müssten deutlich intensiver drüber nachdenken, wenn wir erst gar nicht in die Abschlusspositionen kommen. Nur wenn wir anfangen diese Möglichkeiten zu nutzen, belohnen wir uns für den Aufwand. Der Weg ist deutlich erkennbar. Heute fühlt es sich nicht ganz so gut an, weil wir meiner Meinung nach die deutlich bessere Mannschaft waren. Wir müssen als Mannschaft mit dem Trainer daran arbeiten, dass die Bälle am Ende im Tor landen.”

…die Verletzung von Anthony Modeste: „Tony wird in der Mediapark-Klinik untersucht. Da müssen wir die Ergebnisse abwarten. Aktuell gehen wir aber nicht davon aus, dass es ein strukturelles Problem ist, sondern eine schwere Prellung. Danach können wir mehr sagen.“

…einen möglichen Platzverweis für den Mainzer Stefan Bell nach dem Foul an Modeste: „Ich denke, dass es von unserer Seite aus nachvollziehbar ist, nachzufragen, ob es nicht eine Rote Karte hätte geben müssen. Der Schiedsrichter hat sich für Gelb entschieden. Am Ende müssen wir mit der Entscheidung leben. Das war schlussendlich aber auch nicht der Grund, weshalb wir das Spiel nicht gewonnen haben.“

…die erhitzten Gemüter an der Seitenlinie: „Emotionen gehören im Sport dazu. Diese sollten logischerweise dann trotzdem immer im Rahmen bleiben. Für mich ist es immer wichtig, sich danach die Hand zu geben. Was während einer Partie passiert, sollte mit Abpfiff auch abgehakt werden. Das war gestern offensichtlich komplizierter. Für mich war das nicht dramatisch. Es gab gestern auch Situationen, die sich aus dem Rahmen bewegt haben. Aber selbst dann kann man sich nach der Begegnung die Hand geben. Bo Svensson hat seine Entscheidung, Kevin McKenna nicht die Hand zu geben, damit begründet, dass er persönlich beleidigt worden sei. Auch einen Tag später muss ich darüber extrem schmunzeln. Wer Kevin McKenna kennt, und er ist nicht umsonst Publikumsliebling beim FC, weiß, dass er nicht nur ein angenehmer Mitspieler war, sondern auch ein fairer Sportsmann. Er war bekannt dafür, immer am Limit zu agieren, dabei aber stets fair. Ich habe mit Kevin über die Szene gesprochen. Er hat mir versichert, dass in keinster Weise Beleidigungen gefallen sind.“

…den Treffer von Salih Özcan: „Das erste Bundesligator ist immer etwas Besonderes. Auf meiner Position durfte ich das nie erleben (lacht). Ich freue mich sehr für Salih. Er hat in den vergangenen Wochen gezeigt, warum wir uns dazu entschlossen haben, den Weg mit ihm im Sommer weiterzugehen. Zwischendrin hatte er auch keine leichte Phase. Der Trainer stand aber immer mit Salih in Kontakt und hat ihm mitgeteilt, was er von ihm erwartet. Seine Entwicklung in den vergangenen Wochen war sehr positiv.“

…das bevorstehende Derby: „Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Für die Jungs gibt es nicht Schöneres, als vor 50.000 Zuschauern das Derby zu erleben. Es ist ein ganz besonderes Gefühl für den 1. FC Köln gegen Gladbach das FC-Trikot zu tragen. Klar geht es um drei Punkte. Aber in der Region geht es um viel mehr. Ich erwarte viele Emotionen auf dem Platz. Emotionen gehören zu einem Derby dazu. Das wird auch auf den Rängen so sein und in einigen Situationen sicherlich auch auf den Trainerbänken. Wenn man Steffen Baumgart als Trainer hat, wird es auf der Bank sicherlich nicht emotionslos vonstattengehen. “ 

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8VfL Wolfsburg20
91. FC Köln19
10VfL Bochum 184819

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