Profis | 15.05.2018

FC-Neuzugang im Porträt

Lasse Sobiech: Neuer Club, dieselbe Mission

Der 1. FC Köln hat einen neuen Innenverteidiger. fc.de wirft einen Blick auf den bisherigen Werdegang des 27-Jährigen.

Vom Ruhrgebiet in den Norden. Vom Norden nach Süddeutschland. Von Süddeutschland wieder zurück gen Norden. FC-Neuzugang Lasse Sobiech ist in seiner Fußballkarriere bereits viel herumgekommen. Seine neue Station: der 1. FC Köln. Begonnen hat alles im nordrhein-westfälischen Schwerte.

Lasse Sobiech wird am 18. Januar 1991 geboren. Schon in jungen Jahren beginnt er in seiner Heimat mit dem Fußballspielen. Mit vier Jahren tritt er beim VfL Schwerte erstmals in einem Verein gegen den Ball. Sobiech entwickelt sich rasch und macht in der D-Jugend die ersten Talentsucher auf sich aufmerksam. 2003 lotsen sie ihn zu Borussia Dortmund, wo er fortan alle Nachwuchsmannschaften des Vereins durchläuft. Sobiech ist in der Jugend zunächst Stürmer, doch beim BVB wird er zum Innenverteidiger umgeschult. Sowohl mit der B-Jugend als auch mit der A-Jugend der Schwarz-Gelben schafft er es in die Finalrunden um die Deutsche Meisterschaft. Auch in der U23 kommt Sobiech zum Einsatz. Insgesamt 55 Mal steht er für die zweite Mannschaft auf dem Platz. Auch auf internationale Erfahrung kann er zurückblicken. Er kam für die deutsche U18-, U19-, und U21-Nationalelf zum Einsatz.

In der Saison 2010/11 ist Lasse Sobiech erstmals bei den Dortmunder Profis dabei. Er trainiert oben mit und steht bei vier Bundesliga-Partien (unter anderem gegen den 1. FC Köln) im Kader. Zu einem Einsatz kommt er aber nicht. Die Konkurrenz beim BVB ist groß. Mit Neven Subotic, Mats Hummels und Felipe Santana hat er erprobte Innenverteidiger vor sich. Trotzdem ist er Teil des Teams, das die Deutsche Meisterschaft gewinnt.

Um Spielpraxis zu sammeln, verlässt Sobiech den BVB auf Leihbasis und geht zum FC St. Pauli. Bei den Hamburgern steht er von Beginn an in der Startelf und sammelt von Spieltag zu Spieltag wertvolle Zweitliga-Erfahrung. Doch ein Außenbandriss im Sprunggelenk und später eine Entzündung werfen den Abwehrspieler zurück. Mehr als sechs Monate fällt er insgesamt aus. Erst im Saisonendspurt kommt er wieder zum Einsatz. Der FC St. Pauli wird am Ende der Spielzeit Tabellenvierter – der Relegationsplatz wird nur knapp verpasst. Doch Sobiech steigt trotzdem auf. Er wird an Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth weiterverliehen.

Bei den Kleeblättern erreicht Sobiech ein erstes persönliches Ziel. Er gibt am zweiten Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 sein Bundesliga-Debüt, als er in der 90. Spielminute eingewechselt wird.  Am 8. Spieltag der Saison 2012/13 gelingt ihm gegen die TSG Hoffenheim der erste Bundesliga-Treffer seiner Karriere. Während Sobiech in der Hinrunde vorwiegend zu Kurzeinsätzen kommt, steht er in der Rückrunde fast immer über die volle Distanz auf dem Platz. Doch die Aufgabe ist denkbar schwer: Die Spielvereinigung steht ab dem 15. Spieltag durchgehend auf dem letzten Tabellenplatz. Trotz eines Aufwärtstrends zum Saisonende rutschen die Franken nach nur einem Jahr wieder in die zweite Liga ab.

Ins Ruhrgebiet kehrt Sobiech nach Ende seiner Leihe nicht mehr zurück. Stattdessen unterschreibt er beim Hamburger Sportverein. Dort will er sich als Innenverteidiger in der Bundesliga etablieren. Doch er kann sich beim HSV nicht durchsetzen, kommt insgesamt nur auf 12 Saison-Einsätze und spielt am Ende hin und wieder in der zweiten Mannschaft. Die Konsequenz: Sobiech entscheidet sich nach Saisonende, zurück in die zweite Liga zu gehen.

Der Innenverteidiger schließt sich zum zweiten Mal dem FC St. Pauli an – zunächst erneut auf Leihbasis und nach einer Saison fest. Bei Pauli entwickelt er sich zu einem der besten Innenverteidiger der zweiten Liga. Er wird beim FCSP zu einem wichtigen Faktor – zum Abwehrchef im Team, überzeugt mit guten Zweikampfwerten und ist mit 1,96 Meter sowohl in der Defensive als auch in der Offensive sehr kopfballstark. In seiner Zeit am Millerntor gelingen ihm in 134 Spielen 16 Tore. Drei weitere Treffer bereitet er vor. Sobiech hat mit dem FC St. Pauli ein klares Ziel. Er will mit dem Nordclub aufsteigen und sich erneut in der höchsten deutschen Spielklasse beweisen. Doch in der Spielzeit 2017/18 geht es statt um den Aufstieg plötzlich gegen den Abstieg. Erst einen Spieltag vor Saisonende schaffen die Hamburger den ersehnten Klassenerhalt.  

In der kommenden Saison geht es für Lasse Sobiech wieder um den Sprung zurück in die Bundesliga – mit dem 1. FC Köln. Tipps für seine neue Heimat kann sich er sich bei seinem Bruder Joran holen. Er ist ebenfalls Innenverteidiger, läuft für den Bonner SC in der Regionalliga West auf und studiert an der Deutschen Sporthochschule – direkt neben dem RheinEnergieSTADION.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 Hamburger SV 27
2 1. FC Köln 24
3 1. FC Union Berlin 23

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