Profis | 07.08.2021

FC-Assistenztrainer

McKenna: „Wir müssen unsere Qualität zeigen“

Kevin McKenna ist im Sommer zum 1. FC Köln zurückgekehrt, um sich als Assistent dem Trainerteam von Steffen Baumgart anzuschließen. Im Interview spricht Macka über seine Rückkehr, seine berufliche Auszeit aus dem Profifußball und seine Erfahrungen als Co-Kommentator im Fernsehen.

Macka, wie glücklich bist du, zurück beim FC zu sein?

Ich bin sehr glücklich darüber und froh, wieder als Co-Trainer arbeiten zu können. Ich war fast ein Jahr raus aus dem Geschäft, nachdem es für mich als Co-Trainer in Kaiserslautern nicht mehr weiterging. Wenn man nicht mehr auf dem Fußballplatz stehen kann, ist das nicht einfach. Für keinen Sportler, aber auch für keinen Trainer. Ich freue mich, dass der FC mich zurückgeholt hat. Ich war nicht darauf vorbereitet, dass Baumi (Steffen Baumgart, Anm. d. Red.) mich aus diesem Grund anruft. Er fragte mich, ob ich Lust hätte, sein Trainerteam beim FC zu verstärken – und ich habe die Gelegenheit ergriffen. (lacht)

Du hast mit Steffen Baumgart bei Energie Cottbus zusammengespielt und arbeitest jetzt mit ihm als Trainer zusammen. Hat Steffen sich seit seiner Zeit als Spieler überhaupt verändert?

Ich denke, man muss ihn nur an der Seitenlinie beobachten, um zu sehen, was für ein Spieler er während seiner aktiven Karriere war. Er trägt sein Herz am rechten Fleck. Er ist ein ehrlicher Trainer. Er spricht mit allen, egal ob es sich um die Namen auf dem Startelfbogen handelt oder um die Spieler, die nicht regelmäßig spielen. Er sagt jedem, woran er ist, woran er arbeiten muss und in welcher Situation er sich befindet. Er erklärt jedem Spieler offen, was gut läuft. Das ist ein wichtiger Aspekt, um ein guter Trainer zu sein.

Wie wichtig ist es, dass die Stimmung in der Mannschaft gut ist?

Wir möchten eine gute Atmosphäre im Team erzeugen und das ist uns bis jetzt gelungen. Jetzt kommen die Pflichtspiele. Es wird Höhen und Tiefen geben, die jedes Team durchläuft. Wir wollen aber weniger Tiefen haben, als sie die Mannschaft in der vergangenen Saison durchleben musste. Es war ein hartes Jahr für den FC und seine Fans. Ich habe immer gesagt, dass dieser Verein mit seiner Fangemeinde einer der fünf größten Clubs in Deutschland ist. Wenn es um die Atmosphäre, die Fans, die Größe und Bedeutung des Vereins geht, ist der FC beeindruckend.

Du hast vorhin gesagt, dass dir die berufliche Auszeit vom Profifußball nicht leichtgefallen ist. Als Co-Kommentator bei der DFL hast du die Bundesliga aber trotzdem weiter intensiv verfolgt. Wie war diese Erfahrung für dich?

Dieser Job hat mir die Chance gegeben, ein Teil der Bundesliga zu bleiben. Ich war am Wochenende beschäftigt, hatte unter der Woche aber die Gelegenheit, mich um meine drei Jungs zu kümmern. Wegen Corona hatten wir Homeschooling. Es war nicht leicht. (lacht) Und für mich als Fußballtrainer gab es keine Möglichkeit, andere Spiele zu sehen oder in anderen Vereinen zu hospitieren. Als Kommentator am Wochenende eine Ablenkung gehabt zu haben, hat sehr geholfen. 

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PL.VereinPkt.
6Bayer 04 Leverkusen7
71. FC Köln7
81. FC Union Berlin6

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