Profis | 13.01.2018

Simon Terodde im GeißbockEcho

Neuer Bekannter

Simon Terodde kam 2009 als großes Talent zum 1. FC Köln. 2018 kehrt er zurück – als etablierter Profi und gestandener Stürmer.

Derby. Sonntagnachmittag. 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach. Timo Horn steht zwischen den Pfosten des FC. Jonas Hector räumt die gegnerischen Angriffe ab. Simon Terodde kämpft im Sturm. 500 Zuschauer sind dabei. Sie sehen im April 2011 im Franz-Kremer-Stadion die Regionalliga-Begegnung zwischen der zweiten Mannschaft des FC und den Amateuren von Borussia Mönchengladbach. Die Partie endet 1:1. Der heutige Hoffenheimer Mark Uth erzielt wenige Minuten vor Abpfiff den Ausgleichstreffer für den 1. FC Köln. Für Simon Terodde ist es das vorletzte Spiel in der Regionalliga West. Der Stürmer trainiert zu diesem Zeitpunkt in der ersten Mannschaft und hat bereits sieben Pflichtspiele für die Profis gemacht. Zuletzt kommt er aber wieder häufiger in der U21 zum Einsatz. Wenige Wochen später endet Teroddes FC-Abenteuer. Vorerst. 

Simon Terodde wird 1988 im nordrhein-westfälischen Bocholt geboren und wächst als Einzelkind im nahe gelegenen Rhede auf. In der Jugend spielt er für den SV Krechting, den VfL Rhede, den 1. FC Bocholt und schließlich für den MSV Duisburg. Sein Instinkt, seine Fähigkeit den Ball zu behaupten und seine Ruhe vor dem Tor sorgen bereits in der Jugend für Aufsehen – besonders in der Saison 2006/07. Simon Terodde spielt in der U19 des MSV Duisburg und wird mit 21 Treffern Torschützenkönig der A-Junioren-Bundesliga-West. Der MSV belohnt seine Leistungen mit einem Profivertrag. „Ich hatte gerade meine Ausbildung zum Industriemechaniker abgeschlossen und konnte mich jetzt voll und ganz auf den Fußball konzentrieren. Es hatte zuvor viel Energie gekostet, die Ausbildung und das Training zusammen zu meistern. Doch die Ausbildung abzubrechen, war nie eine Option“, sagt Terodde heute. Der Schritt in den Profifußball kam für ihn zum perfekten Zeitpunkt.

Doch so reibungslos wie zu Beginn verläuft Simon Teroddes Karriere nicht weiter. Noch in der Vorbereitung auf seine erste Profi-Saison beim MSV Duisburg verletzt sich der Mittelstürmer am Knie. In der gesamten Spielzeit bleibt er ohne Einsatz. Der damalige Bundesligist steigt ab. Doch auch in der zweiten Liga steht Terodde beim MSV hintenan. Er debütiert zwar im Oktober 2008 gegen Ingolstadt in der zweithöchsten Spielklasse, doch es folgt nur ein weiterer Einsatz gegen Fürth. „Die Situation war nicht einfach, da es als junger Spieler wichtig ist, sich über Einsätze auf höchstem Niveau zu entwickeln“, erinnert er sich an seine Anfänge als Profi.

Um Spielpraxis zu sammeln, wird der Angreifer im Januar 2009 an Fortuna Düsseldorf verliehen. Mit der Fortuna steigt er von der dritten in die zweite Liga auf. Doch wieder wirft eine Verletzung Terodde zurück. Im Training zieht er sich einen dreifachen Rippenbruch und einen Lungenflügeleinfall zu. Nach nur fünf Monaten endet seine Zeit in Düsseldorf. Er hat nach dem Ende seiner Leihe zwar die Option nach Duisburg zurückzukehren und mit dem MSV in der zweiten Liga zu spielen, doch Terodde entscheidet sich dagegen. „Ich wollte einen Schnitt. Einen kompletten Neuanfang – bei einem neuen Verein, in einer neuen Stadt.“

Simon Terodde hat zu diesem Zeitpunkt Angebote aus der dritten und zweiten Liga. Letztlich wechselt er zum 1. FC Köln nicht zu den Profis, sondern in die zweite Mannschaft. Statt in der 2. Bundesliga stürmt er nun in der Regionalliga West. Er spielt gegen Elversberg, Worms und Trier statt gegen Lautern, St. Pauli und Paderborn. „Ich war jung und kam aus einer längeren Verletzung. Alles was ich wollte, war spielen. Das war mir in der Regionalliga garantiert. Ich habe den vermeintlich schwereren, steinigeren Weg gewählt, aber es war letztlich der richtige“, sagt Terodde rückblickend. Frank Schaefer trainiert damals die zweite Mannschaft des 1. FC Köln. Er ist es, der Terodde zum FC holt. „Natürlich musste ich zunächst überlegen, ob ich wirklich in die Regionalliga gehen möchte. Doch Frank Schaefer hat an mich geglaubt und mir das Gefühl vermittelt, dass ich es beim FC schaffen kann.“ Terodde schafft es. Insgesamt 52 Partien macht er für die U21 des 1. FC Köln. Er erzielt 20 Tore und ist an weiteren 13 Treffern beteiligt. Neben Jonas Hector und Timo Horn spielt er in seiner Zeit bei der U21 unter anderem auch mit Christian Clemens, Reinhold Yabo und Mark Uth zusammen.

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PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 0
1 Hamburger SV 0
1 Holstein Kiel 0

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