Profis | 12.12.2019

Vor dem Heimspiel gegen Leverkusen

Pressekonferenz mit Gisdol und Heldt

Am Samstagnachmittag steht für den 1. FC Köln das Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen an. FC-Cheftrainer Markus Gisdol sprach am Donnerstag im Geißbockheim über die Trainingswoche, den kommenden Gegner und die Fitness der Mannschaft. FC-Geschäftsführer Horst Heldt sprach über die Testspiele im Training und die veränderten Abläufe.

Markus Gisdol sprach über…

… das bevorstehende Spiel: Grundsätzlich sind wir immer optimistisch. Das ist der Ansatz, den wir generell wählen. Uns ist wichtig, die Erkenntnisse aus dem letzten Spiel für diese Woche zu verarbeiten. Letzten Sonntag haben wir 30 Minuten gut gespielt, uns aber dann vom Weg abbringen lassen. Natürlich arbeitet man solche Sachen gemeinsam mit der Mannschaft auf und die Jungs haben sich selbst geärgert, wie uns das Spiel entglitten ist. Wir versuchen, nicht nur in die Köpfe reinzukommen, sondern auch körperlich an uns zu arbeiten. Wir haben deshalb diese Woche einen Tag mehr trainiert. Das ist oft leicht gesagt, aber es stimmt: Harte Arbeit ist in unserer Situation die Grundlage, um vorwärts zu kommen. Ich habe gute Reaktionen bei der Mannschaft gesehen, sowohl im athletischen als auch im fußballerischen Bereich. Und wir haben noch zwei weitere Trainingstage vor uns. Aber die erste Reaktion der Mannschaft war angemessen.

… über Leverkusen: Wenn man gegen Leverkusen spielt, weiß man, dass einen oftmals ein offensives Feuerwerk erwartet. Wir machen uns keine Illusion, dass Leverkusen wegen des Champions-League-Spiels körperlich geschwächt wäre. Wir brauchen nur schauen, wer gegen Juventus auf der Bank saß. Ich kann mir vorstellen, dass viele der Spieler gegen uns in der Startelf stehen. Mein Kollege Peter Bosz war ja immer ein Freund von Rotation. Es wird eine Mannschaft gegen uns auflaufen, die so zu leisten imstande ist, als ob sie unter der Woche nicht gespielt hätte. Aber natürlich wollen wir Leverkusen nicht in ihr gewohntes Kombinationsspiel, ihre gewohnten Umschaltsituationen kommen lassen. Wir haben sie viel analysiert. Sie haben zuletzt sehr erfolgreich gespielt und werden eine breite Brust haben. Aber es gibt auch bei ihnen Umschaltsituationen, bei denen wir ausnutzen könnten, dass Leverkusen, wie ihnen manchmal unterstellt wird, sich zu sehr vom eigenen Offensivspiel beflügeln lässt und deshalb etwas nachlässig wird in der Rückwärtsbewegung. Wenn wir uns nur aufs Verteidigen beschränken, werden wir nicht den Hauch einer Chance haben. Wir müssen selber unsere Chancen suchen. Es ist ein Heimspiel, wir müssen versuchen, mit breiter Brust aufzutreten und zu zeigen: Hier sind wir zu Hause. Wenn wir uns reinarbeiten in die Partie, können wir vielleicht das Spielglück auf unsere Seite ziehen.

… die Testspiele im Training: Wir wollten diese Woche unseren Jungs die Gelegenheit geben, elf gegen elf zu spielen und außerdem unseren Nachwuchs anschauen, ob da der eine oder andere dabei ist, den wir früher oder später in unser Team bekommen könnten. Für mich war das trotzdem ein normaler Trainingstag. Ich habe das Gefühl, unserer Mannschaft tun große Spielformen gerade gut. Deswegen haben wir das so gemacht.

… die Frage nach personelle Konsequenzen: Über personelle Konsequenzen in irgendeiner Form macht man sich als Trainer immer Gedanken. Das sollte man aber nicht zu drastisch sehen. Dass sich die Aufstellung auf der einen oder anderen Position verändert, ist doch ganz normal in unserer Situation.

… Leidenschaft und Feuer im FC-Spiel: Diese Elemente sind unabhängig vom Gegner unabdingbar für unsere Mannschaft. Das fordere ich auch ein. Natürlich haben wir da Nachholbedarf. Es muss sichtbar sein: Da ist eine Mannschaft auf dem Platz, die zerreißt sich. Diese Elemente brauchst du in jedem Bundesligaspiel. Das wollen wir auch in Zukunft so entwickeln.

… die Leistungen einzelner Spieler: Ich spreche mit unseren Spielern intern über ihre Leistungen. Wir sehen sicher manches noch kritischer als die Öffentlichkeit. Aber wir regeln das intern. Ich bin kein Freund davon, einzelne Spieler öffentlich an den Pranger zu stellen oder Dinge nach außen zu posaunen.

… die Fitness der Mannschaft: Ich glaube, dass die Mannschaft sich in ihrer Art des Spielens umstellen muss, um in dieser Situation zu bestehen. Es ist immer so: Wenn du weniger Selbstvertrauen hast, fällt dir die fußballerische Komponente oft schwerer. Das heißt, du musst dafür die körperliche Komponente voll drin haben. Da muss sich vielleicht der eine oder andere Spieler umstellen, was seine Leistungsfähigkeit in diesem Bereich angeht. Das erfordert die aktuelle Situation von uns.

… die öffentlichen Aussagen der Spieler in der aktuellen Situation: Ich habe das Gefühl, dass sich unsere Mannschaft ihrer Situation bewusst ist und sie mit der nötigen Ernsthaftigkeit angeht. Die Jungs versuchen auch, in Lösungen zu denken und zu überlegen: Wie kommen wir da unten raus? Wir arbeiten das sachlich auf, aber versuchen, ins nächste Spiel wieder mit aller Emotion zu gehen.

… die Gründe dafür, dass Ellyes Skhiri zuletzt weniger gespielt hat: Ich habe mich zunächst für elf andere Spieler entschieden. Er hat genauso wie jeder andere auch die Chance, sich Woche zu Woche für die erste Elf zu qualifizieren. Er hat gut trainiert und sich gut präsentiert. Die Entscheidungen gegen ihn waren knapp. Ich habe einen guten Eindruck von dem Jungen. Er versucht, die Sprache zu lernen und alles reinzuwerfen. Auch wenn er zuletzt noch nicht in der Startformation stand: Ich sehe ihn als einen sehr, sehr wichtigen Spieler für unsere Zukunft an.

Horst Heldt sprach über…

… seine Einstellung: Ich bin nach wie vor optimistisch. Es ist nach wie vor keine einfache Situation. Aber das muss man annehmen. Wenn man nicht zufrieden ist, gilt es, dass aufzuarbeiten und abzuarbeiten – und nicht immer nur das Negative zu sehen. Wir hatten beim letzten Heimspiel gegen Augsburg viele gute Momente. Und gegen Leverkusen haben wir wieder ein Heimspiel.

… die Testspiele im Training: Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir alle Spieler kennen lernen wollen, auch im Nachwuchs. Wenn man eine enge Verzahnung haben will, ist es gut, sie nicht nur am Wochenende gegen Gleichaltrige zu sehen, sondern sie auch mal gegen ältere und erfahrenere Spieler zu testen. Da kann man viele Erkenntnisse zu gewinnen – auch bezüglich unserer Profis. Wir wollen bis zur Winterpause möglichst viele Punkte sammeln. Dann gibt es im Winter ein Zeitfenster, um Entscheidungen in Sachen Wintertransfers zu treffen. Bis dahin müssen wir uns mit unserer Mannschaft auseinandersetzen und uns mit möglichen Alternativen beschäftigen. Es könnten Transfers zustande kommen, aber vielleicht auch nicht. Wir müssen schauen, was das Beste für den FC ist.

… die Veränderungen in den Abläufen der Trainingswoche: Ich finde, dass die Mannschaft die Veränderungen zum Beispiel im Training in dieser Woche gut angenommen hat. Wir müssen versuchen, mit allen Mitteln wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Die Jungs ziehen mit. Sie wollen auch zurück in die Spur kommen. Das ist erkennbar. Von uns wird erwartet, dass wir positive Ergebnisse erzielen. Da muss man alles hinterfragen. Das ist unser Job und unsere Verantwortung.

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Pressekonferenz vor Leverkusen
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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36