Nachwuchs | 15.11.2018

Interview mit dem U19-Trainer

Ruthenbeck: „Das Maximum herausholen“

Die U19 des 1. FC Köln steht nach zehn Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz der A-Junioren-Bundesliga West und kämpft um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Trainer Stefan Ruthenbeck spricht mit fc.de über Entwicklungen und Hürden für FC-Talente.

Stefan, nach deiner Zeit als Trainer bei den FC-Profis bist du zur U19 zurückgekehrt. Wie war die Umstellung für dich?
Die Arbeit jetzt ist selbstverständlich anders als in der vergangenen Saison in der Bundesliga. Der auffälligste Unterschied ist die Kulisse. Vor 50.000 Zuschauern ins RheinEnergieSTADION einzulaufen und die FC-Hymne zu hören, ist unglaublich beeindruckend. Das bedeutet aber nicht, dass mir das fehlt, sondern es ist einfach eine wunderschöne Erinnerung, die mir keiner mehr nehmen kann. Ich habe mich bewusst entschieden, wieder eine Nachwuchsmannschaft zu übernehmen, weil die Arbeit mit den Jungs viel Spaß macht und sehr vielfältig ist. Du kannst den Jungs sehr viel mitgeben, weil sie in allen Bereichen noch viel dazulernen müssen – auf dem Platz und daneben. Es geht um Disziplin, um Sozialkompetenz und das Verständnis, dass selbst ein überragendes Talent noch viel tun muss, um eine Rolle weiter oben zu finden. Wir haben ganz viele unterschiedliche Charaktere in der Mannschaft, die Ecken und Kanten haben. Das ist auch unser Wunsch. Wir wollen selbstbewusste Spieler und Dialoge statt Monologe – und am Ende steht ein gemeinsames Ziel: Die Spieler individuell zu verbessern und mannschaftlich Erfolg zu haben.

Der zweite Platz hinter Dortmund in einer starken Liga klingt nach einer bislang sehr erfolgreichen Saison.
Ganz zufrieden sind wir als Trainer-Team noch nicht. Wir haben in manchen Spielen zu schnell einen Gang zurückgeschaltet, auch wenn wir überlegen waren. Wir müssen in diesen Situationen hungrig bleiben und das Maximum aus uns herausholen. Dabei geht es uns mehr um die Spielidee als um das Ergebnis. Wenn wir gegen starke Gegner führen, werden wir uns trotzdem nicht hinten reinstellen und den Ball nach vorne blasen, sondern uns auch aus Drucksituationen spielerisch befreien. Und zwar, weil es für die Entwicklung der Jungs wichtig ist. Wir haben viele interessante Spieler mit unterschiedlichen Nationalitäten, die in unterschiedlichen Nationalmannschaften spielen. Und nicht nur die Spieler wie Darko Churlinov, Tomas Ostrak oder Noah Katterbach, die etwas mehr im Fokus stehen, machen uns Freude. Auch Jungs wie Robert Voloder und Dominik Becker bis zu seiner Verletzung machen einen super Job. Anil Aydin war in der vergangenen Spielzeit kein Stammspieler und wird jetzt immer stärker. Diese Entwicklungen zu fördern ist für einen Trainer das Größte.

Der aktuelle Tabellenrang würde die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft bedeuten. Ist das eins eurer Ziele?
Ja, ganz klar. Der Fokus auf die Spielerentwicklung schließt die mannschaftlichen Erfolge nicht aus. Wir haben bis zur Winterpause noch vier Partien, wir wollen attraktiven Fußball spielen und so viele Punkte wie möglich holen. Wir müssen als Trainer-Team unseren Jungs aufzeigen, in welchen Bereichen sie sich verbessern müssen, wie sie aus einem Leistungstief kommen und welche Eigenschaften wichtig für den Profifußball sind. Im Lizenzbereich zählen dann später die nackten Ergebnisse. Unter anderem darauf müssen wir sie vorbereiten. Unsere Jungs sind gefordert und wir als Trainer-Team sind es genauso. Wenn wir einige von unseren Talenten nach oben bringen, haben wir einen guten Job gemacht. Wenn wir uns darüber hinaus für die deutsche Meisterschaft qualifizieren, dann war es ein sehr guter.

Die Spiele der U19 bis zur Winterpause

Samstag, 24. November 2018, 11 Uhr 
1. FC Köln U19 - Fortuna Düsseldorf 

Samstag, 1. Dezember 2018, 11 Uhr 
Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Köln U19 

Sonntag, 9. Dezember 2018, 13 Uhr 
Preußen Münster - 1. FC Köln U19 

Samstag, 15. Dezember 2018, 13 Uhr 
Rot-Weiss Essen - 1. FC Köln U19 

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PL. Verein Pkt.
1 Hamburger SV 34
2 1. FC Köln 33
3 1. FC Union Berlin 28

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