Profis | 16.03.2020

Wegen Corona-Virus

Saisonpause bis mindestens Anfang April

Die Bundesliga und damit auch der 1. FC Köln wird bis mindestens Anfang April kein Spiel austragen. Das Heimspiel gegen Düsseldorf am 21. März wird verschoben. Wann und wie der auch für den FC extrem wichtige Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, kann frühestens Ende März entschieden werden.

Die Vollversammlung der Deutschen Fußball-Liga DFL hat die schon am vergangenen Freitag vom DFL-Präsidium vorgeschlagene Verlegung des 27. Spieltags bestätigt. Die Liga wird demnach frühestens Anfang April den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Wann und wie genau es weitergeht, soll Ende März beschlossen werden. „Gleichzeitig intensivieren Clubs und DFL die bereits enge Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden an den jeweiligen Standorten der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie dem Bundesgesundheitsministerium, um zu jedem Zeitpunkt eine bestmögliche Einschätzung der Lage auch hinsichtlich Handlungsalternativen zu haben. Es steht außer Frage, dass den Anordnungen der staatlichen Stellen zu folgen ist“, schreibt die DFL in ihrer Pressemitteilung. Zudem werden die 36 Profi-Clubs der DFL eine Prognose über die Fortführung ihres wirtschaftlichen Betriebs vorlegen. Darüber hinaus wird geprüft, Anpassungen im Lizenzierungsverfahren vorzunehmen.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert betonte am Montag in Frankfurt in diesem Zusammenhang, dass 56.000 Arbeitsplätze direkt am Spielbetrieb des Profifußballs hängen. Für die Bundesliga und 2. Bundesliga sei es existenziell wichtig, wieder Spiele austragen und die Saison möglichst zu Ende bringen zu können – notfalls vorübergehend auch ohne Zuschauer. „Geisterspiele sind aktuell für viele Clubs die einzige Überlebenschance“, sagte Seifert.

Für den 1. FC Köln nahmen die FC-Geschäftsführer Horst Heldt und Alexander Wehrle an der Vollversammlung teil. „Ich möchte mich bei Christian Seifert für sein hervorragendes Krisenmanagement bedanken. Wir befinden uns in einer Situation, wie es sie noch nie gab“, betonte Wehrle. „Wir sind uns einig, dass die Eindämmung des Virus oberste Priorität hat – und entsprechend handeln wir. Zugleich tragen wir über diese Krise hinaus Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, um die Zukunft unserer Clubs und des Profifußballs insgesamt zu sichern.“

Horst Heldt sagte: „Es war in dieser schwierigen Lage ermutigend, die Solidarität innerhalb der Liga zu spüren. Wir müssen gemeinsame Lösungen finden, auch mit dem DFB und der UEFA. Wie es konkret bei uns mit der Trainingsplanung weitergeht, werden wir in den nächsten Tagen entscheiden. Wichtig ist, weiter dafür zu sorgen, dass möglichst alle gesund bleiben und wir das Infektionsrisiko mindern.“

Am morgigen Dienstag wird die UEFA in einer Videokonferenz über die anstehenden Wettbewerbe auf Club- und Verbandsebene beraten. Davon hängt unter anderem ab, ob die Bundesliga-Saison möglicherweise über den bisher geplanten Zeitpunkt hinaus verlängert werden kann.

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PL.VereinPkt.
9TSG 1899 Hoffenheim35
101. FC Köln32
111. FC Union Berlin30

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