Profis | 12.05.2022

Außenbahnspieler im Interview

Schindler: „Wir können etwas Größeres erreichen“

Kingsley Schindler geht mit guter Einstellung voran. Der 28-Jährige haut immer alles rein, ganz egal ob im Training oder in der Bundesliga. Im Interview spricht der Außenbahnspieler über die Niederlage gegen Wolfsburg, seine Entwicklung unter FC-Cheftrainer Steffen Baumgart und das kommende Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart.

King, nach deinem Derbysiegtreffer gegen Bayer Leverkusen hast du aufgrund privater Angelegenheiten einige Wochen aussetzen müssen. Wie froh warst du, gegen den FC Augsburg wieder auf dem Rasen gestanden zu haben?

Kingsley Schindler: „Darüber war ich sehr froh. In der Zwischenzeit ist bei mir sehr viel passiert. Ich war überglücklich, wieder bei der Mannschaft zu sein, den Support von den Fans zu spüren und generell Gesichter zu sehen, die mir Freude bereiten.“  

Vergangenes Wochenende unterlag der FC dem VfL Wolfsburg mit 0:1. Wieso hat es in dem Spiel aus deiner Sicht nicht zu mehr gereicht?

Schindler: „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, aber der Ball wollte einfach nicht rein. Das haben die Wolfsburger besser gemacht, sie haben ein Tor geschossen. Deswegen haben sie leider gewonnen.“

Nach Abpfiff brach auf den Rängen trotzdem Ekstase aus, weil sich der FC wieder für das internationale Geschäft qualifiziert hat. Jubelnde Fans trotz Niederlage – wie sah deine Gefühlswelt in dem Moment aus?

Schindler: „Im ersten Moment habe ich an die Niederlage gedacht. Bis man realisiert hat, dass man eine unfassbare Saison gespielt hat, die noch nicht zu Ende ist. Wir wollen in Stuttgart auch nochmal etwas holen und in der Tabelle einen Platz gutmachen. Man spürt einfach die Freude der Fans und die Liebe zu uns. Das war auf jeden Fall ein schönes Gefühl.“

Wie hast du die Momente nach Abpfiff erlebt?

Schindler: „Als die Fans auf den Platz strömten, habe ich die Jungs aus der Mannschaft überhaupt nicht mehr gesehen. Irgendwann bin ich dann reingegangen. In der Kabine haben wir uns schon drüber gefreut, dass wir etwas Großes erreicht haben. Trotzdem liegt der Fokus jetzt darauf, dass wir noch etwas Größeres erreichen können.“

Der FC hat sich innerhalb von zwölf Monaten von einem Fast-Absteiger zu einem Europapokal-Teilnehmer entwickelt. Was nimmst du aus dieser Zeit mit?

Schindler: „Daran sieht man, wie schnell es im Fußball gehen kann. Wir haben uns das hart erarbeitet. Der Trainer hat von Anfang an an uns geglaubt und der gesamten Mannschaft ein Punkte-Ziel ausgegeben, das wir sogar übertroffen haben. Daran sieht man, dass Disziplin, Konstanz und der pure Wille viel ausmachen können.“  

Nach deiner Rückkehr aus Hannover gefiel FC-Cheftrainer Steffen Baumgart vor allem deine Trainingsleistung und deine Einstellung, was regelmäßig mit Spielzeit belohnt wurde. Wie zufrieden bist du mit deiner Entwicklung in der laufenden Saison?

Schindler: „Ich bin sehr zufrieden. Ich hatte eine schwierige Leihe nach Hannover. Ich war froh, im vergangenen Sommer wieder hier zu sein, vor allem bei dem neuen Trainerteam und dem neuen Coach, unter dem ich mich beweisen wollte. Es hat sich ausgezahlt, dass ich an mich selbst geglaubt habe. Ich freue mich, dass ich durch meine Leistungen das Vertrauen des Trainers erarbeitet habe.“

Wie würdest du deine Beziehung zum Coach beschreiben?

Schindler: „Wir haben eine gute, ehrliche Beziehung mit einem respektvollen Umgang. Er sagt mir genau, woran ich zu arbeiten habe und was er von mir will. Wenn man das umsetzt, wird man auch belohnt.“

Was war dein persönliches Saison-Highlight?  

Schindler: „Ich würde schon sagen, dass mein Saison-Highlight das Siegtor in Leverkusen war. Es war mein erstes Tor überhaupt für den FC. Mit meinem Treffer den Derbysieg zu sichern, war schon etwas ganz Besonderes.“

Kommenden Samstag ist der FC beim VfB Stuttgart zu Gast. Was erwartest du von der Partie?

Schindler: „Es wird ein sehr intensives Spiel. Wir wollen noch etwas erreichen. Stuttgart steht mit dem Rücken zu Wand. Wir fahren dorthin, um zu gewinnen. Das werden wir auf jeden Fall auch zeigen.“

Worauf wird es ankommen, damit der FC die drei Punkte mit nach Köln nimmt?

Schindler: „Wir müssen cool bleiben, unsere Prinzipien durchbringen und von Beginn an wach sein. Wir müssen bei uns bleiben, alles andere drumherum ausblenden und unsere Leistung bringen.“

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