Profis | 27.12.2017

Dominic Maroh im Gespräch

„Schnell gesund werden“

Von Verletzung zu Verletzung – hinter Dominic Maroh liegen schmerzhafte Monate. Im Gespräch mit fc.de spricht der Routinier über Rückschläge und seine Rolle als Führungsspieler.

fc.de: Dominic, beim 1:0-Erfolg gegen den FC Arsenal hast du dir eine Muskelverletzung zugezogen. Wie geht es dir momentan?
Dominic Maroh: „Vom Gefühl her bin ich voll im Plan. Die medizinische Abteilung gibt mir weiter, dass ich einen ganz normalen Verlauf habe, was die Verletzung angeht. Es ist jetzt knapp vier Wochen her und ich hoffe rechtzeitig im neuen Jahr wieder dabei zu sein.“

Vor deiner Verletzung wurdest du wieder zur festen Größe im Team und hast viel Verantwortung übernommen. Fühlst du dich wohl mit dieser Aufgabe?
„Das ist eine Aufgabe, die ich schon seit 2012 inne habe. Als ich damals hierhergekommen bin, war es auch der Plan, dass ich Verantwortung beim Neuaufbau übernehmen soll. Vor der letzten Verletzung war ich auch wieder gut drauf, hab einige Spiele gemacht und mich auch sehr gut gefühlt. Dass dann wieder sowas passiert, tut brutal weh. Aber man kann Verantwortung auch übernehmen, wenn man nicht auf dem Platz steht, und das versuche ich tagtäglich einzubringen.“

Du bringst viel Erfahrung mit. Was kannst du deinen jüngeren Mitspielern mitgeben?

„Es stoßen immer wieder neue Gesichter dazu. Durch die Verletztenmisere ist es die logische Konsequenz, dass wir einige Spieler dabeihaben, die von unten nach oben kommen und uns relativ kurzfristig sportlich weiterhelfen sollen. Man versucht schon in kleinen Einzelgesprächen ihnen ein bisschen den Druck zu nehmen und ihnen aufzuzeigen, was das erstens für eine Chance ist, und zweitens auch, dass wir sie als Mannschaft brauchen. Sie sollen die Dinge reinbringen, die wir in den letzten Wochen verloren haben – Unbekümmertheit, Lockerheit und die jugendliche Frische. Deswegen sind wir froh, dass die Jungs dabei sind und alles aufsaugen.“

Bereits im vergangenen Jahr wurdest du zweimal von Verletzungen zurückgeworfen. Wie gehst du damit um und wie ist es nur zuschauen zu können?
„Die letzten eineinhalb Jahre war ich einfach zu viel verletzt. Das hat mir schon das genommen, was ich am liebsten tue im Leben, und zwar das Fußballspielen auf dem Platz. Auf der Tribüne zu sitzen und zuschauen zu müssen, tut brutal weh – vor allem in einer Phase, in der es nicht gut lief. Man muss sich jetzt einfach an seinen Reha-Plan halten. Wenn man nicht fit ist, dann kann man nicht in der Bundesliga spielen, denn das ist schon allerhöchstes Niveau. Deswegen versuche ich die Zeit dazu zu nutzen, etwas mit der Familie zu machen und Abstand zu gewinnen. Im gleichen Atemzug werde ich aber auch sehr energisch daran arbeiten, schnell wieder gesund zu werden.“

2018 steht vor der Tür. Welche guten Vorsätze hast du für das neue Jahr?
„2017 war für mich nicht das beste Jahr seit ich beim FC bin. Nach den Verletzungen bin ich in der Rückrunde nicht so in den Tritt gekommen und habe zu wenig gespielt. Das muss sich 2018 ändern, damit ich da anknüpfe, wo ich jahrelang war. Jetzt in der Rückrunde werden wir versuchen, etwas zu schaffen, das extrem schwierig ist und fast schon ans Unmögliche grenzt. Der Sieg gegen Wolfsburg war richtig wichtig und jetzt gucken wir mal, was im Januar passiert. Wir werden Gas geben und versuchen, die letzten Wochen und Monate hinter uns zu lassen.“

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