Profis | 26.10.2018

Porträt im GeißbockEcho

Serhou Guirassy: In der Mitte

Serhou Guirassy ist ein Familienmensch. Ein ruhiger Zeit­genosse, der lieber Fußball spielt als über sich zu reden. Dementsprechend weiß man in Köln bisher nicht sehr viel über den französischen Stürmer mit afrikanischen Wurzeln.

Serhou Guirassy ist der Viertjüngste oder Fünftälteste – je nachdem, wie man es betrachtet. Serhou hat ­sieben Geschwister und sagt mit seinem tiefenentspannten Humor und einem Lächeln: „Ich bin der Mittlere.“ Bei acht Kindern gibt es natürlich kein ­mittleres, aber zwischen den Jahren 1987 und 2007 ist Serhous Geburtsjahr 1996 ja fast in der Mitte.

Seine älteste, im Jahr 1987 geborene Schwester Nafi kam noch in Guinea auf die Welt, bevor die Eltern die ehemalige französische Kolonie verließen, um sich in Frankreich ein besseres Leben aufzubauen. Guinea erlangte 1958 die Unabhängigkeit, kam politisch ­allerdings nie zur Ruhe. Die rund zwölf Millionen ­Ein­wohner des westafrikanischen Landes leben über­wiegend in ärmsten Verhältnissen. Familie Guirassy wagte den Schritt nach Europa, wo sie zunächst in Arles wohnte, zwischen Marseille und Montpellier im Süden Frankreichs. Nach den Brüdern Karamba und Sankoumba und der zweiten Schwester Mouna kam Serhou in Arles zur Welt.

Als Serhou noch ein Kind war, zog er mit Mutter Mahawa und Vater Sety in die Mitte Frankreichs nach Montargis. Die Familie wohnt mit den jüngsten Töchtern Maounde und Naminataba sowie Sohn Alkal noch heute dort. Serhous ältere Brüder Karamba und Sankoumba leben und arbeiten mittlerweile in London. Fußball spielen seine Brüder nicht mehr, wobei der Sport von klein auf eine wichtige Rolle gespielt hat. „Meine großen Brüder haben früher natürlich auch Fußball gespielt. Eigentlich haben alle Kinder in unserem Viertel Fußball gespielt.“ Überwiegend auf der Straße, aber auch in Vereinen. „Mit fünf Jahren habe ich erstmals bei USM Montargis im Verein trainiert. Aber nach zwei oder drei Trainingseinheiten hatte ich die Lust verloren.“ Ein Jahr später war die Lust zurück. Fußball sollte Serhous Lebensmittelpunkt bleiben.

In der Jugend wechselte Serhou gelegentlich zwischen den beiden benachbarten Clubs Montagis und J3 Amilly. „J3 Amilly ist ein Club, der mehr Aufmerksamkeit hat. Dort werden mehr Talente gesichtet. Trotzdem bin ich in manchen Phasen zu USM Montargis zurück­gegangen, weil dort all meine Freunde spielten.“

Das komplette Porträt von Serhou Guirassy gibt es hier oder in der GeißbockEcho-App für Apple und Android

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