Profis | 12.05.2021

Aufenthalt im Schlosshotel Bensberg

So läuft das Quarantäne-Trainingslager

Für die Profis des 1. FC Köln startet am Mittwoch das Quarantäne-Trainingslager. FC-Cheftrainer Friedhelm Funkel und sein Team beziehen bis zum Saisonende das Schlosshotel Bensberg. Doch wie sieht eigentlich der Tagesablauf der FC-Profis bis zum Heimspiel gegen den FC Schalke aus – und warum ist die Entscheidung auf Bensberg gefallen? Im Folgenden gibt es die Infos.

Am Mittwoch hat für die FC-Profis das verpflichtende Quarantäne-Trainingslager begonnen. Nach dem Training am späten Nachmittag reiste der FC-Tross mit 45 Personen, darunter Spieler, Funktions- und Trainerteam, in das Schlosshotel Bensberg. „Am Abend schauen wir uns erstmal gemeinsam das Spiel zwischen Hertha und Schalke an. Möglicherweise können wir aus der Partie einige Schlüsse ziehen“, sagt Cheftrainer Friedhelm Funkel mit Blick auf das bevorstehende Auswärtsspiel in der Hauptstadt am kommenden Samstag. Bereits am Freitag wird die Mannschaft nach Berlin aufbrechen, Samstagnacht kehrt sie zurück nach Bensberg. 

„Danach sprechen wir nur noch über sechs, sieben Tage, die wir abgeschottet im Hotel leben. Ich glaube, dazu ist jeder in der Lage“, sagt Funkel, der auch die Vorteile des Quarantäne-Trainingslagers sieht. „Ich werde im Trainingslager viel mit den Spielern reden. Dafür habe ich im Hotel noch mehr Zeit. Jeder Spieler muss bereit sein, alles für den FC und die Fans zu geben. Und diejenigen, denen ich das am meisten zutraue, werden gegen Hertha auf dem Platz stehen.“  

Bis zum Heimspiel gegen Schalke (22. Mai) wird der FC im Schlosshotel Bensberg bleiben, wo in dieser Zeit keine anderen Gäste beherbergt sind. „Die Maßnahme ist sinnvoll, weil es darum geht, dass wir die Saison zu Ende spielen und die Jungs gesund bleiben“, sagt Funkel. „Sie leben ohnehin schon alle sehr vorsichtig und zurückhaltend, aber im Hotel lässt sich das Risiko der Ansteckung noch geringer halten. Wir kriegen die nächsten zehn Tage auf jeden Fall rum.“

Frühstück ab sieben, Training um elf Uhr

Täglich von sieben bis 8.30 Uhr gibt es Frühstück. Trainiert wird weiterhin am Geißbockheim. Um halb zehn folgt die Abfahrt, um elf Uhr beginnt das Training. „Wir werden uns jeden Tag vier bis fünf Stunden am Geißbockheim aufhalten. Training, Vorbereitung auf das Training, Nachbereitung. Wenn wir zurück ins Hotel kommen, wird es meistens schon 14 Uhr sein“, sagt Funkel, dessen Mannschaft auch während des Quarantäne-Trainingslagers den Fitness- und Kraftraum im Profitrakt am Geißbockheim nutzen wird. 

Kontakt zu anderen FC-Mitarbeitern werden die FC-Profis ebenso wenig haben wie zum Hotelpersonal, das täglich getestet wird. Die Profis müssen ihre Zimmer selbst sauber halten. Der Zimmerservice kommt nur jeden dritten Tag, um frisches Bettzeug zu bringen und die Handtücher auszutauschen. Und auch nur zu Zeiten, in denen die FC-Profis beim Training oder Spiel sind. Zudem wird im Hotel regelmäßig gelüftet und desinfiziert.

„Der Zusammenhalt ist richtig gut“

Nach schweißtreibenden Einheiten am Geißbockheim und dem gemeinschaftlichen Mittagessen im Hotel werden die Spieler Zeit zur freien Verfügung haben, um am Kickertisch, beim Billard oder Dart abzuschalten – oder sich bei Physiotherapeuten pflegen und massieren zu lassen. „Wir werden Abwechslung in den Tagesablauf bringen und viele Besprechungen abhalten“, sagt Funkel. „Am Donnerstagabend schauen wir das DFB-Pokalfinale zusammen. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist richtig gut. Dieses Gefühl wollen wir in der Quarantäne weiter festigen.“

Funkel, seinem Trainerteam und den Spielanalysten stehen im Hotel Arbeitsräume zur Verfügung. Bewusst haben sich die FC-Verantwortlichen dazu entschieden, für die Zeit des Quarantäne-Trainingslagers aus Köln wegzuziehen. „Wir wohnen in einem Hotel, in dem sich jeder wohlfühlen wird. Die Spieler können jederzeit an die frische Luft gehen. Es gibt einen großen, sehr schönen Innengarten“, sagt Funkel. „Mitten in Köln hätten wir nicht einfach auf die Straße gehen dürfen, weil wir dort zu vielen Menschen begegnet wären.“

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sagt: „Für uns war es wichtig, für diese entscheidende Phase der Saison hervorragende Rahmenbedingungen für unser Team zu schaffen, die mit dem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept der DFL vereinbar sind.“
 

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15DSC Arminia Bielefeld35
161. FC Köln33
17SV Werder Bremen31

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