Club | 20.10.2015

HoGeSa nein Danke – Kölle iss rut-wiess

Stellungnahme des Mitgliederrats

Liebe FC-Mitglieder und FC-Fans, Rassismus und Intoleranz haben in Köln und beim 1. FC Köln keinen Platz! Hierzu haben wir uns in der FC-Charta bekannt.

Wir sehen es daher äußerst kritisch, dass ein Jahr nach dem gewalttätigen und fremdenfeindlichen Aufmarsch der sog. Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) dasselbe politische Spektrum für kommenden Sonntag, 25. Oktober 2015, erneut eine Veranstaltung in Köln angemeldet hat. Ob und in welcher Form sie stattfindet, werden wohl die Gerichte erst kurz vor dem Wochenende entscheiden. 

Die Veranstaltung dient dazu, unter dem Deckmantel des Fußballs rechte Parolen zu verbreiten. Sie wurde wie im Vorjahr von Dominik Roeseler angemeldet, Politiker bei der rechtspopulistischen Partei PRO NRW in Mönchengladbach. Mitorganisiert wird sie erneut von Rechtsextremisten und Hooligans anderer Vereine. 

Dies sollte für alle FC-Fans Grund genug sein, an der Veranstaltung nicht nur nicht teilzunehmen, sondern sich von ihr klar zu distanzieren. Dies haben einige FC-Fangruppen während des Heimspiels gegen Hannover auf Transparenten in der Südkurve erfreulicherweise bereits gemacht. Um es deutlich zu sagen: Rechtsextreme Rattenfänger haben in unserer Stadt nichts zu suchen. 

Flüchtlinge sind Menschen, die Hilfe suchen, weswegen sich jede pauschale Diffamierung verbietet. Ob diese Menschen vor einer kriegerischen Auseinandersetzung oder vor Armut geflohen sind, ist für uns daher im ersten Schritt irrelevant. Die Situation in den Kommunen aufgrund der massiven Flüchtlingsströme ist momentan sehr schwierig und wird es noch lange bleiben, auch hier in Köln. Die zunehmende Radikalisierung in der Flüchtlingsthematik löst diese Probleme jedoch nicht, sondern verschärft sie nur und kann ein Klima des Hasses verursachen. Das haben wir nicht zuletzt durch die verachtenswerte Messerattacke auf die neue Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, gesehen, die mutmaßlich einen rechtsextremistischen Hintergrund hatte. Wir wünschen Frau Reker auf diesem Wege alles Gute und eine baldige Genesung!

Wir begrüßen es, dass sich zahlreiche Initiativen (u.a. das Bündnis "Köln stellt sich quer" und die AG "Arsch Huh") zusammengeschlossen haben, um am kommenden Sonntag in unserer Stadt ein klares Zeichen gegen Rechtsradikale und jede Form der Gewalt zu setzen. Wir sind überzeugt davon, dass viele FC-Mitglieder diese Positionierung mittragen.

Euer Mitgliederrat

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PL. Verein Pkt.
1 1. FSV Mainz 05 0
1 1. FC Union Berlin 0
1 1. FC Köln 0

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