Profis | 09.04.2020

Die Woche am Geißbockheim

Training mit Abstand

Seit Montag trainieren die Profis des 1. FC Köln in Kleingruppen wieder auf dem Platz. Unter besonderen Bedingungen hielten die Spieler sowohl auf dem Rasen als auch abseits des Platzes Abstand und achteten auf Hygiene zum Schutz vor dem Corona-Virus. Auch Laktattests standen auf dem Programm.

Am Donnerstag absolvierten die FC-Profis über den Tag verteilt erneut in Kleingruppen mit jeweils acht Spielern Übungseinheiten auf dem Rasen des Franz-Kremer-Stadions. Von gewöhnlicher Trainingsarbeit kann also weiterhin nicht die Rede sein. Seit Wochenbeginn trainiert die erste Gruppe vormittags, die zweite nachmittags und die dritte individuell in Form von Lauf- und Krafteinheiten fern des Geißbockheims. Auch die Torhüter arbeiten zeitversetzt in zwei Gruppen. Zwischen jeder Trainingseinheit wird die Kabine gereinigt und desinfiziert, alle Spieler duschen zu Hause. 

Um den Abstand auch auf dem Trainingsplatz zu gewährleisten, wurde zur Orientierung der Rasen im Franz-Kremer-Stadion mit weißen Linien in kleine Rechtecke unterteilt. Zweikämpfe und überhaupt jeglicher Körperkontakt sind tabu. Vorrangig geht es in verschiedenen Pass- und Technikübungen um die Gewöhnung an den Ball. Mit Tennisbällen trainieren die Profis ihre Reaktionsfähigkeit. Am Donnerstag stand erstmals auch Torschusstraining an. 

Cheftrainer Markus Gisdol sagte: „Für Fußballer ist es natürlich das Salz in der Suppe, wenn sie aufs Tor schießen dürfen. Es ist schön, dass man sich wieder sieht und gegenübersteht – auch wenn es sich durch den einzuhaltenden Abstand gerade im persönlichen Austausch etwas eigenartig anfühlt. Mit normalem Training auf Wettkampfniveau hat das nicht viel zu tun, aber wir sind froh, unserem Beruf überhaupt wieder nachgehen zu dürfen. Es fühlt sich ein bisschen an wie nach einer kurzen Sommerpause. Die Spieler kommen zurück, haben aber natürlich noch nicht die nötige Wettkampfhärte.”

Dennoch hat Markus Gisdol den Eindruck, dass die FC-Profis trotz dreiwöchiger Aussetzung des Mannschaftstrainings in einem körperlich guten Zustand sind. Das unterstreichen auch die Ergebnisse der Laktattests, die über drei Tage verteilt durchgeführt wurden. Einzeln und im einstündigen Rhythmus schwitzten die FC-Profis auf dem Laufband der Sporthopädie Wallenborn.  Bei ansteigender Belastung wurden zusätzlich zum Laktatwert (Energiestoffwechsel) unter anderem auch die maximale Sauerstoffaufnahme, die Atemfrequenz sowie das Atemminutenvolumen, sprich die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems erfasst.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
10FC Schalke 0437
111. FC Köln34
12Eintracht Frankfurt32