Profis | 31.05.2011

Saisonrückblick 2010|2011

Die Hinrunde

fc-koeln.de schaut zurück auf die vergangene Spielzeit und beleuchtet im ersten Teil des Rückblicks die Hinrunde der Saison 2010|2011.

Die Saison 2010|2011 begann für den 1. FC Köln höchst dramatisch und mit einem negativen Bundesligarekord. Am Ende der Hinrunde fand sich der FC mit 15 Punkten auf Tabellenplatz 16 wieder und erlebte ein bitteres Ausscheiden im Achtelfinale des DFB-Pokal. Dennoch waren Augenblicke dabei, die so schnell nicht vergessen werden dürften. Mit Statements von Lukas Podolski, Frank Schaefer, Christian Clemens, Adam Matuschyk und Martin Lanig.


Schnellste Rote Karte


Nach dem schwierigen Start in die vergangene Saison wollte das Trainerteam um Zvonimir Soldo in dieser Spielzeit einen gelungenen Start hinlegen. Der Auftaktgegner im RheinEnergieStadion war der 1. FC Kaiserslautern. Schlimmer hätten die ersten drei Minuten der Partie allerdings wohl kaum verlaufen können: Nach nur 87 Sekunden sah FC-Kapitän Youssef Mohamad die Rote Karte – die schnellste der Bundesligageschichte. „Trotzdem sind wir in Führung gegangen, haben das Spiel aber dann leider aus der Hand gegeben“, erinnert sich Lukas Podolski an den Saisonstart, der mit 1:3 verloren ging.

Im Abstiegsstrudel

Fünf Spieltage später fand sich der FC vor dem Auswärtsspiel bei Hannover 96, auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Es sollte das letzte Spiel unter Trainer Zvonimir Soldo werden. Didier Ya Konan besiegelte durch zwei Tore fast im Alleingang die Ära Soldo. Die Verantwortlichen sahen nach nur fünf Punkten aus neun Spielen Handlungsbedarf. „Wenn man einen schlechten Start hat und direkt da unten reinfällt, ist man auch erstmal im Abstiegsstrudel. Dann ist es auch nicht einfach da unten wieder rauszukommen. Die Fans pfeifen, alle sind unzufrieden, jeder Spieler verliert auch etwas an Selbstvertrauen. Es musste ein Trainerwechsel stattfinden, um neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen“, erinnert sich Adam Matuschyk.

Frank Schaefer neuer Cheftrainer


Dass der neue Trainer Frank Schaefer hieß, hatte selbst unter den Profis wohl kaum jemand erwartet. „Dass Frank Schaefer den Posten bekommen hat, war überraschend. Ich kannte ihn natürlich früher aus der A-Jugend, ich hatte eine großartige Zeit mit ihm“, so Lukas Podolski über den neuen Cheftrainer des FC. Das gute Verhältnis sollte auch über die kommenden Aufgaben in der Bundesliga und im DFB-Pokal bestehen bleiben. Frank Schaefer selbst gab sich schon bei seiner Vorstellung einen Tag vor seinem Geburtstag und dem so wichtigen Spiel im DFB-Pokal gegen den TSV 1860 München kämpferisch: „Ich gehe nicht blauäugig an die Sache heran. Wir sind als Verein in einer schwierigen Situation. Meine Philosophie ist aber so, dass wir eher die Chancen in den Vordergrund stellen.“

Team im Vordergrund

Das Debüt im DFB-Pokal wie auch in der Bundesliga sollte glücken: Die Mannschaft schenkte ihm einen 3:2-Sieg gegen den HSV und das Weiterkommen im DFB-Pokal. Frank Schaefer und sein Co-Trainer Dirk Lottner schafften es, der Mannschaft neue Impulse zu geben. Die Spieler schöpften wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. „Frank Schaefer hat neuen Schwung mitgebracht, das hat uns sichtlich gut getan“, erinnert sich Matuschyk. Für Martin Lanig und Christian Clemens war vor allem eins entscheidend: der Teamgedanke.

„Er hat viel mit der Mannschaft geredet und noch ein bisschen mehr darauf gesetzt, dass ein Wir-Gefühl entsteht und der Team-Gedanken im Vordergrund steht.“ (Martin Lanig)
„Wir sind im Verlauf der Hinrunde wirklich zu einem Team geworden. Das war der wichtigste Punkt.“ (Christian Clemens)

Der Tiefpunkt

Dennoch kam es im weiteren Verlauf der Hinrunde zu dem bittersten Moment der Saison: die 0:4-Derbyniederlage gegen Borussia Mönchengladbach im eigenen Stadion.

 „Das sind natürlich besondere Spiele. Es war mit das Schlimmste in dieser Saison, wenn nicht sogar das Schlimmste.“ (Adam Matuschyk)
„Natürlich ist man sehr enttäuscht. Wenn man solche Klatschen erlebt, nimmt das einen schon sehr mit.“ (Lukas Podolski)
„Der Tiefpunkt war natürlich die Derbyniederlage.“ (Christian Clemens)

Auswärtssieg in Stuttgart

Das nachfolgende Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart, sollte allerdings zu einem der positiven Schlüsselspiele der Saison werden. Lukas Podolski erzielte in der 82. Spielminute den 1:0-Siegtreffer per Foulelfmeter. „Das Spiel in Stuttgart war natürlich das Schlüsselspiel“, erinnert sich Lukas Podolski. Vor allem zuhause präsentierte sich die Mannschaft von Frank Schaefer mit deutlich mehr Selbstbewusstsein.

Der Newcomer dieser Saison, Christian Clemens, erinnert sich an einen Moment ganz besonders: sein erstes Bundesligator. „Mein erstes Tor zuhause gegen Frankfurt, das dann auch noch gleich zum Sieg für uns geführt hat. Das sind Momente, an die ich mich gerne und immer zurück erinnern werde.“

Bitterer Abschluss

Der Abschluss der Hinrunde verlief allerdings weniger schön. Es folgte eine weitere Niederlage im „kleinen“ Derby bei Bayer Leverkusen. „So viele Derbyniederlagen sind einfach zu viel. Da muss von uns viel mehr auf dem Platz passieren, viel mehr Feuer und Dampf. Da kann man sich als Mannschaft einfach nur bei den Fans entschuldigen“, so Lukas Podolski. Besonders bitter war das letzte Spiel des Jahres. Im Achtelfinale des DFB-Pokal sollte im RheinEnergieStadion gegen den MSV Duisburg der Einzug in das Viertelfinale gelingen. Doch am Ende (1:2) war auch das erste Pflichtspieltor von Simon Terodde gegen seinen ehemaligen Verein zu wenig.

Im zweiten Teil wirft fc-koeln.de einen Blick auf die Rückrunde mit allen Höhen und Tiefen und einer Heimserie, die eine ganze Stadt begeistert hat…

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
14 FC Augsburg 4
15 1. FC Köln 3
16 1. FSV Mainz 05 3

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