Nachwuchs | 24.02.2015

Workshop von SchLAu Köln

U16 gegen Diskriminierung

Die U16 des 1. FC Köln hat an einem Workshop von SchLAu Köln teilgenommen. Dabei ging es um die Auswirkungen von Diskriminierung, Rassismus und Homophobie.

Fußball verbindet die verschiedensten Kulturen. Doch natürlich können auch Fußballer im Alltag oder im Sport Zielscheibe von Diskriminierung werden. Die U16 hat sich auf Initiative des FC-Mitgliederrats und der FC-Mitgliederabteilung mit dem Thema beschäftigt. SchLAu Köln ist ein antidiskriminierungspädagogisches Aufklärungsprojekt in Trägerschaft des anyway Köln e.V., das Bildungs- und Aufklärungsveranstaltungen anbietet. Die Spieler der U16, die aus unterschiedlichen Nationen kommen, berichteten beim Workshop von ihren Erfahrungen zum Thema Diskriminierung und Vorurteile. Das Team von SchLAu Köln machte den Nachwuchstalenten bewusst, welche Rolle Vorurteile im Alltag einnehmen. Sie versuchten, sich spielerisch in andere Personen hineinzuversetzen und mussten einschätzen, ob diese Menschen durch Vorurteile weniger oder mehr Chancen beispielsweise auf eine erfolgreiche Berufsausbildung haben. Welche Hürden des Alltags hat ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund zu meistern, einer der im Asylheim aufwächst oder jemand, der im Rollstuhl sitzt? Mit welchen Vorurteilen haben diese Menschen zu kämpfen? Über diese und andere Fragestellungen tauschten sich die Teilnehmer aus.

„Jedem mit Respekt zu begegnen“


„Es war für die Jungs nicht immer einfach sich in Alltagsprobleme eines anderen Menschen hineinzuversetzen. Der Workshop hat noch einmal bewusst gemacht, wie wichtig es ist, andere Menschen nicht vorzuverurteilen und jedem mit Respekt zu begegnen“, sagt U16-Trainer Ralf Aussem. Auch über das Thema Homosexualität im Fußball diskutierten die Spieler. In diesem Zusammenhang schauten sich die Nachwuchskicker den Film „Zwei Gesichter“ an, in dem es um einen Jugendspieler geht, der schwul ist und sich outet. Auf Grund der daraus resultierenden Diskriminierung überlegt er, mit dem Fußball aufzuhören, obwohl er in seiner Mannschaft der beste Spieler ist. Aussem sagt: „Es war ein sehr interessanter und kurzweiliger Workshop, der zum Nachdenken angeregt hat. Meine Spieler wurden im Sport zum Glück bisher kaum mit Diskriminierung konfrontiert, aber sie wissen, dass sie mit Problemen jeglicher Art jederzeit zu uns kommen können.“

Das soziale Handeln, die Inklusion und die Gleichberechtigung sind wichtige Bestandteile der FC-Charta, dem Leitbild für Normen und Werte des 1. FC Köln. Workshops wie der zum Thema Diskriminierung sollen auch künftig mit Beteiligung des 1. FC Köln stattfinden.

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PL. Verein Pkt.
1 Hamburger SV 34
2 1. FC Köln 33
3 1. FC Union Berlin 28

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