Profis | 25.07.2013

Neuer Optimismus

Nächster Gegner: Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf hat schwere Zeiten hinter sich. Nach Jahren in unterklassigen Gefilden sollte der Bundesligaaufstieg im vergangenen Sommer der Anfang neuer Konstanz sein, doch der Traum endete dramatisch. Den Optimismus haben die Düsseldorfer trotz des direkten Abstiegs nicht verloren – auch aufgrund der Rückkehr eines alten Bekannten: Mike Büskens.


Mit dem Abstieg aus der Beletage des deutschen Fußballs 1997 begann der freie Fall der Fortuna. In der Saison 1998|1999 mussten die Düsseldorfer als Tabellenletzter den Gang in die Regionalliga antreten – allerdings nicht, ohne am 27. Spieltag im alten Rheinstadion noch den 1. FC Köln mit 2:1 zu besiegen. Die Tore für das Team des damaligen Fortuna-Coaches Peter Neururer erzielte Marek Leśniak, für den von Bernd Schuster trainierten FC traf Georgi Donkov. Es sollte das bislang letzte Aufeinandertreffen beider Rhein-Rivalen sein.

Fans als Faustpfand

Der damals unter erheblichen finanziellen Problemen leidende Club verschwand 2002 sogar in der Viertklassigkeit. Die Zeiten der großen Duelle mit Bayern München und Borussia Mönchengladbach waren vorerst Geschichte. Vielmehr hießen die Gegner nun Adler Osterfeld oder 1. FC Bocholt. Der Leidenschaft und Hingabe der Düsseldorfer Anhänger für ihren Verein tat dies aber keinen Abbruch. Zu den Heimspielen kamen im Schnitt immer noch über 5.000 Fans. Sportlich aufwärts ging es aber erst unter Norbert Meier, der den Verein 2008 als Trainer übernahm und binnen zwei Jahren zurück in die 2. Bundesliga führte. Im dramatischen Relegationsduell gegen Hertha BSC machte er 2012 dann mit der von Kapitän Andreas Lambertz angeführten Mannschaft den Durchmarsch perfekt: Die Fortuna durfte die Rückkehr auf die große deutsche Fußballbühne feiern – nach 15 Jahren Abstinenz.

Viele Leistungsträger gehalten

Dementsprechend blickt Wolf Werner auch nach dem Abstieg optimistisch in die Zukunft: „Fortuna ist so oft aufgestanden und wird es auch jetzt wieder tun. Wir werden einen neuen Angriff starten.“ Dafür hat der Sportliche Leiter fast alle Leistungsträger gehalten. Einzig Robbie Kruse (Bayer 04 Leverkusen), Dani Schahin (1. FSV Mainz 05) und Johannes van den Bergh (Hertha BSC) spielen weiter in der Bundesliga. Deren Abgang sollen die Neuen Charlison Benschop (Stade Brest), Giannis Gianniotas (Aris Saloniki) und Heinrich Schmidtgal (SpVgg Greuther Fürth) kompensieren – allerdings nicht mehr unter Meier. Der Trainer musste nach dem Abstieg gehen und wurde durch den gebürtigen Düsseldorfer und ehemaligen Fortuna-Profi Mike Büskens ersetzt. Der forderte vor der Saison: „Wir müssen den Fans einiges von dem wiedergeben, was wir in den vergangenen Jahren von ihnen empfangen haben.“

Auftaktsieg gegen Cottbus

Deutlicher in der Zielsetzung wurde da schon der ehemalige FC-Keeper Michael Rensing, der vor der Spielzeit von Leverkusen nach Düsseldorf wechselte: „Ich persönlich will unbedingt sofort wieder aufsteigen.“ Als sich Trainer Büskens vor dem ersten Saisonspiel für Fabian Giefer als Nummer eins im Tor entschied, sorgte Rensings emotionale Reaktion kurzfristig für Unruhe im und um den Verein aus der Landeshauptstadt. Sportlich hatte dies allerdings keine Auswirkungen auf den Rest der Mannschaft, denn der Auftakt gegen Energie Cottbus wurde in einem überlegen geführten Spiel vor stimmungsvoller Kulisse mit 1:0 gewonnen.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
14 SV Werder Bremen 0
15 1. FC Köln 0
16 1. FSV Mainz 05 0

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