Stiftung | 11.05.2021

Stiftung 1. FC Köln

Über den Tellerrand schauen

Die Stiftung 1. FC Köln unterstützt die Arbeit der Tafel Köln und hilft, Bedürftige mit Essen zu versorgen. Dabei bewirkt sie zusätzlich, dass weniger Lebensmittel in Köln weggeworfen werden.

Die Reihen werden länger an der FC-Ausgabestelle an der Zülpicher Straße in Köln-Sülz. Es scheint, als hätten sich die Menschen hier nicht nur an der Essenschlange, sondern auch im Leben hinten anstellen müssen. Die Stiftung 1. FC Köln sorgt in Zusammenarbeit mit der Tafel Köln und der Kirchengemeinde Sülz-Klettenberg dafür, dass die Bedürftigen nicht vergessen werden und hilft ihnen, damit sie sich und ihre Familien versorgen können. Dafür packen FC-Mitarbeiter und Ehrenamtliche regelmäßig mit an. Jeder der Bedürftigen, der die Lebensmittelausgabestelle aufsucht, hat sein eigenes Schicksal, seine eigene Geschichte und seine Gründe, warum er in diese Notlage gekommen ist. Zu der Ausgabestelle kommen sie gerne. Man sieht viele dankbare und lächelnde Gesichter von den Menschen, die das erhalten, was einem oft als selbstverständlich vorkommt: etwas zu essen.

Mutter von Noah Katterbach hilft regelmäßig

An diesem Tag arbeiten die Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums des 1. FC Köln mit, die FC-Frauen haben ihre Unterstützung ebenfalls schon angekündigt. Sie bauen Tische und Regenschutz auf und Abgrenzungspfeiler, die den coronabedingten 1,50 Meter-Sicherheitsabstand gewährleisten. In den Kisten befinden sich Obst, Gemüse, Milch-, Joghurt- und Fleischprodukte. Die Tafel sammelt das Essen stets in verschiedenen Supermärkten wie beim FC-Partner REWE ein und bringt es zu den Lebensmittelausgabestellen. Yvonne Katterbach, Mutter von FC-Fußballprofi Noah, hat die Essensausgaben schon häufiger unterstützt. Sie arbeitet eigentlich im Fahrdienst des 1. FC Köln, der aktuell durch den Abbruch der Ligen von der U8 bis zur U19 und den eingeschränkten Trainingsbetrieb komplett eingestellt ist. „Ich helfe gerne und die Arbeit bei der Tafel schafft noch einmal ein Bewusstsein dafür, wie viele Menschen in Köln in Not und auf Hilfe angewiesen sind, weil sie sonst nicht genügend zu essen haben“, sagt Yvonne Katterbach.

Mittlerweile arbeitet sie schon einige Jahre beim FC. Früher fuhr sie ihren Sohn Noah fast täglich von der Eifel zum Training nach Köln, anschließend meldete sie sich im Nachwuchsleistungszentrum, um andere Talente zum Training fahren, die wie Noah den gleichen Traum vom Fußballprofi haben. „Ich vermisse den Fahrdienst. Aber durch diese schwierige Zeit müssen wir jetzt alle gemeinsam durch. Die Arbeit bei der Lebensmittelausgabe gibt mir ein gutes Gefühl, wieder eine Aufgabe zu haben“, sagt Katterbach und fügt lachend hinzu: „Der eigene Garten ist in Ordnung, die Garage glänzt und sogar der Speicher ist aufgeräumt. Bevor mir zu Hause noch etwas Neues einfällt, habe ich mir gedacht, dann kann ich lieber hier etwas Gutes tun.“

FC-Mitarbeiter engagieren sich

Bereits seit März 2020 kooperiert die Stiftung 1. FC Köln mit der Kölner Tafel und unterstützt die Ausgabestellen in Köln. Vier Einsätze im Jahr bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FC zur Verfügung gestellt, um bei der Tafel und den angeschlossenen Ausgabestellen zu helfen. Rainer Kubern, Mitarbeiter der Nachwuchsabteilung sagt: „Es ist schön, dass uns der FC die Möglichkeit bietet, bei diesem sozialen Projekt mitzuhelfen. Man sieht hier viele Menschen, die sehr dankbar für die Unterstützung sind. Man merkt, dass man hier, wenn alle mitanpacken, mit wenig Aufwand viel Gutes bewirken kann.“

Die Lebensmittel werden zuvor bei den Supermärkten vom Verkauf aussortiert, weil neue Ware nachkommt. Zusammen mit der FC-Stiftung und der Tafel bewirken sie somit, dass die Lebensmittel nicht weggeworfen werden müssen. Bedürftige müssen sich für die Essensausgabe anmelden, als Nachweis genügt der Köln-Pass und ein Beleg, dass sie im jeweiligen Veedel wohnen. „Es ist ganz unterschiedlich, wie viele Essenswaren wir zur Versorgung der Bedürftigen erhalten. Aber wir achten darauf, dass jeder etwas bekommt“, sagt Britt Roggatz, die die Lebensmittelausgabe in Sülz aktuell vor Ort koordiniert. „Dieses Projekt lebt von den Menschen, die anderen helfen. Deswegen sind wir über Unterstützung sehr dankbar.“ Unterstützung von Menschen, denen die Gesellschaft wichtig ist und die gerne über den Tellerrand schauen.

Weitere Informationen, wie Sie Unterstützung erhalten oder mithelfen können, finden Sie hier.
 

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15DSC Arminia Bielefeld35
161. FC Köln33
17SV Werder Bremen31

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