Profis | 15.01.2019

Geschäftsführer

Veh: „Wir sind klar mit Werder und Kainz“

Im Trainingslager auf Mallorca sprachen die FC-Geschäftsführer Armin Veh und Alexander Wehrle am Dienstag über die bevorstehende Verpflichtung von Florian Kainz, Neuzugang Johannes Geis und die Situation von Anthony Modeste.

Armin Veh sprach über …

… seinen Eindruck vom Trainingslager: „Es hat noch nie jemand über die Vorbereitung gesagt: ‚Schlechtes Hotel, schlechter Platz, alles eine einzige Katastrophe‘. Ich habe es ja selber gebucht, da haue ich mich doch nicht selber in die Pfanne (lacht). Im Ernst: Es ist schön hier, wir haben gute Bedingungen. Wenn man das Haar in der Suppe suchen möchte, dann ist das der Weg vom Hotel zum Platz. Aber auch das stört uns nicht. Von daher haben wir bislang gute Stimmung und gute Einheiten.“

… eine mögliche Verpflichtung von Florian Kainz: „Wir sind klar mit Bremen und mit Flo, was einen Wechsel anbelangt. Er muss allerdings noch den Medizincheck machen. Bei einem Vertrag über dreieinhalb Jahre ist es wichtig, dass er gesund ist. Er ist gesund – aber er wird trotzdem noch untersucht und dann werden wir den Wechsel endgültig vollziehen. Er wird am Donnerstag nach Köln reisen, am Freitag wird er untersucht und am Samstag wird er im Normalfall ins Training einsteigen.“

… die Qualitäten von Florian Kainz: „Es ist kein Geheimnis, dass wir auf links so einen Spieler gesucht haben. Im Sommer haben wir uns für Dominick Drexler entschieden und deshalb niemanden mehr für die linke Seite geholt, das ist ja auch immer eine Budgetfrage. Florian Kainz war bei uns schon lange im Blickfeld und ich habe dann mitbekommen, dass es vielleicht eine Möglichkeit gibt, im Winter einen Wechsel voranzutreiben. Er ist ein Spieler, der mit seinen Eigenschaften gut zu uns passt, er ist gut im Eins-gegen-Eins. Wenn wir im 3-5-2 spielen kann er die Achter-Position besetzen. Er kann auch die linke Seite alleine übernehmen. Er ist sehr variabel.“

… Voraussetzungen für die Rückrunde: „Wir werden alles dafür tun, um unser Ziel zu erreichen. Wir hatten bereits viele Unwägbarkeiten, wie mit den vielen Verletzten auf der Sechser-Position. Du bist nicht davor gefeit, dass du es am Ende doch nicht schaffst, auch wenn du vielleicht eine der besten Mannschaften hast.“

… Johannes Geis: „Dass er es kann, hat er ja schon bei Mainz und auf Schalke bewiesen. Wir wollten auf dieser Position eigentlich im Winter nichts machen, aber weil sich so viele Spieler verletzt haben, die diese Position bekleidet haben, mussten wir handeln. Es geht ja dann schnell los mit der Rückrunde. Deswegen war es wichtig, in Absprache mit dem Trainer, dass wir noch einen Spieler holen. Er hat die Chance sich zu zeigen – für uns, aber auch für sich selbst. Sein Vertrag läuft bis Ende Juni, aber natürlich ist er auch ein Kandidat für die Zeit danach. Wir erhoffen uns sehr viel von ihm und wir wünschen uns, dass er dazu beiträgt, dass wir unser großes Ziel erreichen. Es kann für beide Seiten eine Win-Win-Situation sein.“

… Salih Özcan und Nikolas Nartey: „Bei Salih Özcan wissen wir, was wir an ihm haben. Nikolas Nartey ist immer wieder in Situationen gekommen, in denen er sich verletzt hat. Er braucht mal ein Jahr, in dem er wirklich durgängig spielen und trainieren kann. Wir wollen kein Experiment mit ihm eingehen in den ersten Spielen gegen Union, Pauli und Aue. Das Risiko werden wir nicht eingehen. Das heißt aber nicht, dass der Trainer bei entsprechenden Leistungen Nartey nicht aufstellen würde.“

… die Situation von Anthony Modeste: „Als Spieler hat man nur eine Karriere. Ich war selber als Profi ein Jahr lang verletzt. Je länger du als Sportler nicht spielen kannst, desto schlechter fühlst du dich. Man merkt, dass er das Training mit der Mannschaft gebraucht hat. Er ist ein leidenschaftlicher Fußballer und deswegen fällt ihm die jetzige Situation schwer. Es ist deshalb völlig normal, dass wir sensibel mit ihm umgehen.“

Alexander Wehrle sagte über …

… die Gespräche mit der chinesischen Seite: „Die Situation hat sich verändert aufgrund der Konstellation beim chinesischen Verein. Wir sind über verschiedene Kanäle in Gesprächen mit den neuen Verantwortlichen und haben vereinbart, dass wir in den Dialog kommen wollen, um möglichst kurzfristig eine Lösung zu finden. Es gilt zu schauen, ob wir von Deutschland aus eine Lösung finden oder ob wir noch mal hinfahren müssen. Die neuen Verantwortlichen kennen nicht alle Details aus der Vergangenheit, darüber müssen wir sprechen. Beide Seiten sind der Auffassung, dass es lohnenswert ist, sich miteinander an einen Tisch zu setzen. Wir sind auf einem guten Weg, die Gespräche wieder aufnehmen zu können.“ 

… die Spielberechtigung von Anthony Modeste: „Die FIFA feilt weiter an der Urteilsbegründung und lässt diese dann den Juristen von Tony Modeste zukommen – wir sind ja nicht an dem Verfahren beteiligt. Wir gehen davon aus, dass es vor dem 31. Januar geschehen wird. Da endet die Transferperiode, deswegen sollte man idealerweise vorher eine Lösung finden. Sollte man die nicht finden, dann geht das Ganze vor den CAS als nächste Instanz. Aufgrund der Dringlichkeit gäbe es dann womöglich eine mündliche Verhandlung im März. Und danach müssten wir auch wieder schauen: ‚Wie ist das Urteil? Können wir eine Spielgenehmigung beantragen oder nicht?‘ Deswegen können wir jetzt noch nicht sagen, wie es ausgeht.“

… das Hickhack um den Modeste-Transfer: „Wir dürfen keine Details nennen, weil wir nicht verfahrensbeteiligt sind und weil es ein laufendes Verfahren ist. Beide Seiten haben immer noch die Möglichkeit, vor den CAS zu gehen. In der öffentlichen Diskussion wird an der ein oder anderen Stellen vergessen, dass Tony sich für den 1. FC Köln entschieden hat – einen Zweitligisten – obwohl er viele andere Möglichkeiten hatte und woanders wesentlich mehr Geld verdienen könnte. Wir haben uns gemeinsam für diesen Weg entschieden. Die Unwägbarkeiten in der Juristerei und Urteilssprechung konnte kein Jurist, kein Spieler, keine Vereinsführung, kein Journalist und kein Fan vorhersehen. Im Rückblick ist es total einfach zu sagen: ‚Warum machen die denn so eine Hängepartie?‘ Die wollten wir auch nicht, das ist doch klar. Wir sind auch nicht ins Risiko gegangen, sonst hätten wir Tony schon im August verpflichten können, nachdem er gekündigt hatte. Sondern es gab eine klare schriftliche Bestätigung, nach der wir gegenseitig den Arbeitsvertrag unterschreiben konnten. Tony hat im August seinen Vertrag in China gekündigt und hat am 17. November seinen Arbeitsvertrag mit uns unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt waren viele andere europäische Vereine – auch aus der Bundesliga – an Tony interessiert und er hat sich zum Glück für uns entschieden.“

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PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 59
2 Hamburger SV 53
3 SC Paderborn 07 51

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