Nachwuchs | 08.09.2017

FC-Nachwuchs

Workshop gegen Homophobie

Die U19 des 1. FC Köln hat in dieser Woche an einem Workshop gegen Homophobie teilgenommen. Der FC will ein diskriminierungsfreies Umfeld schaffen und wirbt für die Akzeptanz sexueller Vielfalt.

Ein schwuler Profifußballer, der den Schein wahren muss, er würde Frauen lieben. Für öffentliche Auftritte wird ihm eine junge Frau als Begleitung zur Seite gestellt. Niemand darf erfahren, dass er in Wahrheit homosexuell ist – erzählt wird diese Geschichte in einem Musikvideo, das den U19-Spielern des 1. FC Köln zu Beginn eines Workshops gegen Homophobie gezeigt wurde. Das Video beeindruckte die Jungs und sorgte für intensive Diskussionen.

„Für die Jungs spielt in ihrem Alter Sexualität eine große Rolle. Deshalb wollten wir sie über diesen Workshop beim Thema Homosexualität aufklären“, sagte Carsten Schiel, Leiter Entwicklung im Nachwuchsleistungszentrum am Geißbockheim. Geleitet wurde der Workshop von Queere Bildung, dem Bundesverband für Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Bereich sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Zusammenarbeit mit Benjamin Kinkel von Schlau NRW. Die Nachwuchsspieler sprachen über sexuelle Vielfalt, Diskriminierung und homophobe Tendenzen. In Spielformen versetzten sie sich in die Rolle von Minderheiten und diskutierten über mögliche Gründe für Homophobie im Fußball. Warum outet sich kein aktiver Profifußballer? Wovor haben sie Angst? – Mit diesen Fragen beschäftigte sich die U19.

„Es hat viel Spaß gemacht mit den Jungs. Sie haben viele Fragen gestellt und waren respektvoll“, sagte Laura Becker, Vorstand von Queere Bildung. „Ich denke, sie haben einiges aus dem Tag mitgenommen. Ihnen ist nochmal bewusst geworden, dass man jeden so akzeptieren sollte, wie er ist, und sich gerade als Mannschaft in jeder Situation unterstützen sollte.“  Jugendspieler von Bundesligisten nehmen im Freundeskreis häufig Vorbildfunktionen ein und tragen damit eine gesellschaftliche Verantwortung. Der 1. FC Köln steht mit seinen Werten für Toleranz, Fairness, Offenheit und Respekt – immer und überall. Diese Werte sollen den Nachwuchsspielern am Geißbockheim vermittelt werden.

Zudem können die U19-Fußballer über den Workshop Kontakte zu Ansprechpartnern herstellen. „Da Homosexualität im Fußball leider immer noch ein heikles Thema ist, sollen die Jungs wissen, an wen sie sich wenden können“, sagte Schiel. Es soll vermieden werden, dass die jungen Talente einem großen inneren Leidensdruck verfallen, anstatt sich mit anderen Menschen über ihre Gefühle auszutauschen.

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PL. Verein Pkt.
16 Sport-Club Freiburg 4
17 SV Werder Bremen 3
18 1. FC Köln 1
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PL. Verein Pkt.
1 Arsenal London 3
2 BATE Borisov 1
3 FK Roter Stern Belgrad 1
4 1. FC Köln 0

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