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Allofs, Litti, Steiner und Meier begeistern mit Anekdoten aus den FC-80ern
27.07.2026
Knapp 300 FC-Mitglieder haben am vergangenen Mittwoch (22. Juli 2026) einen spannenden und unterhaltsamen Mitgliederstammtisch 40 Jahre nach dem Einzug in das UEFA-Cup-Endspiel gegen Real Madrid erlebt. Der Fanbeauftragte Rainer Mendel begrüßte zu Beginn der Veranstaltung unter lautstarkem Applaus die Finalisten Klaus Allofs, Pierre Littbarski und Paul Steiner sowie das damalige geschäftsführende Vorstandsmitglied Michael Meier im 12. Mann im RheinEnergieSTADION – schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass dieser Abend jede Menge Gänsehautmomente bereithalten würde.
WDR-Sportreporter Burkhard Hupe moderierte anschließend gemeinsam mit Mendel eine lebhafte Runde, die neben der schwierigen Bundesliga-Spielzeit 1985/86, an deren Ende fast der Abstieg stand, natürlich den Weg ins UEFA-Cup-Endspiel, aber auch die grundsätzliche Situation rund um den FC und die Nationalmannschaft zu jener Zeit thematisierte.
„Wenn man zurückblickt auf die Zeit Anfang der 1980er-Jahre, dann lautet das Fazit, dass wir eine sensationell gut besetzte Mannschaft waren, die viel mehr hätte erreichen müssen. Wir waren ein Team, das sich leider nicht richtig belohnt hat. Diese Mannschaft hatte das Zeug, mehr Titel zu gewinnen“, erklärte Klaus Allofs. Michael Meier teilte dieses Selbstverständnis zur damaligen Zeit: „Als ich im Jahr 1981 hier anfing, war der FC ein absoluter Vorzeigeclub. Wir standen, was die Vereinsführung und den Anspruch anging, damals vor dem FC Bayern. Der Club war elitär und hatte zu dieser Zeit eine klare Philosophie, die er gelebt hat.“
FC wurde das Rückspiel gegen Madrid „gestohlen“
Alle Podiumsteilnehmer teilten die Meinung, dass dem FC in jener Saison das Heimspiel im Finale des UEFA-Cups wegen der Ausschreitungen rund um das Halbfinal-Rückspiel beim belgischen Vertreter KSV Waregem „gestohlen wurde“. „Es passierte zu einer Zeit, in der alle wegen der Stadion-Katastrophe im Heysel-Stadion ein Jahr zuvor sensibilisiert waren. Ich empfinde es aber bis heute als überzogene und unangemessene Entscheidung. Es war für uns eine riesige Enttäuschung, das Rückspiel nicht zu Hause spielen zu können“, schilderte Klaus Allofs.
Besonders bitter: Die Entscheidung traf die UEFA erst nach dem 1:5-Niederlage in Madrid, wenige Tage vor dem Termin des Rückspiels. „Wir haben Einspruch eingelegt, aber die Entscheidung war längst getroffen. Zur Wahl standen als Austragungsorte damals Stuttgart oder Berlin. Wir haben dann auf Berlin gesetzt, in der Hoffnung, dass ein Finale für die Menschen dort interessant und Litti und Icke Häßler ein Faktor sein könnten“, berichtete Michael Meier.
FC-Spieler verteilen Rosen auf dem Kurfürstendamm
Pierre Littbarski erinnerte an eine verrückte Aktion vor dem Rückspiel in Berlin: „Wer kam eigentlich auf die schwachsinnige Idee, dass wir Spieler mit Rosen in der Hand die Tickets für das Finale auf dem Kudamm verkaufen sollten? Ich habe Trainer Schorsch Keßler in einer Rikscha über den Kurfürstendamm gezogen. Wir haben natürlich nichts verkauft und am Ende vor 21.000 Zuschauern gespielt.“ Meier erklärte, dass die Idee von Keßler höchstpersönlich gekommen sei. „Das kannst Du in der Vorbereitung auf so ein Finale nicht machen. Die Madrilenen müssen sich kaputtgelacht haben.“
Der FC zeigte im Rückspiel eine starke Leistung, das 2:0 reichte aber nicht, um die hohe Hinspiel-Niederlage auszugleichen. Nach Ansicht von „Litti“ wäre bei einem Rückspiel im Müngersdorfer Stadion noch mehr drin gewesen: „Ich habe nach dem Spiel in Madrid gedacht: Lass die mal nach Köln kommen – das machen wir die lang. Ich war fest davon überzeugt. Ich sage bis heute, dass wir in Köln noch eine Chance gehabt hätten.“
Nach knapp drei Stunden endete ein unterhaltsamer Abend, der sowohl die anwesenden Mitglieder als auch die Organisatoren glücklich und um einige FC-Geschichten reicher nach Hause gehen ließ.
Nach knapp drei Stunden endete ein unterhaltsamer Abend, der sowohl die anwesenden Mitglieder als auch die Organisatoren glücklich und um einige FC-Geschichten reicher nach Hause gehen ließ.

























