
Der FC gratuliert Frank Greiner zum 60. Geburtstag
03.07.2026
Mit dem 1. FC Köln wurde er zweimal deutscher Vizemeister, erreichte 1991 das DFB-Pokal-Finale und trug insgesamt 346 Mal das FC-Trikot. Legendär ist sein unvergessenes „Rettungs-Tor“ gegen Schalke 04 am vorletzten Spieltag der Saison 1992/93. Am heutigen Freitag feiert Frank Greiner seinen 60. Geburtstag.
Vom Angriff in die Defensive
Obwohl Frank Greiner den meisten FC-Fans eher beim Beackern des defensiven Mittelfeldes oder der rechten Abwehrseite in Erinnerung ist, war er von Jugend an zunächst als Stürmer aktiv. Als solcher gelang ihm 1987 der Sprung zum 1. FC Nürnberg. Nur drei Monate später wurde er beim Spiel gegen den 1. FC Köln eingewechselt und hinterließ bei Christoph Daum offenbar Eindruck: der FC-Trainer rief noch am gleichen Abend an und konnte Frank Greiner von einem Wechsel nach Köln zur Spielzeit 1988/89 überzeugen.
Mit riesiger Vorfreude zum FC gekommen, war die Realität am Geißbockheim zunächst bitter. Meist auf Ersatzbank oder Tribüne sitzend, bestritt der gelernte Zimmermann im ersten Jahr nur drei Pflichtspiele und kam an den gesetzten Flemming Povlsen und Thomas Allofs nicht vorbei. „Im ersten Jahr habe ich wirklich Gras gefressen. Das war knüppelhartes Lehrgeld. Zudem hatte ich, wenn ich denn mal spielen durfte, immer unheimliches Lampenfieber“, erinnert sich Frank Greiner an seinen schweren Start in Köln. Erst als Christoph Daum während der Saison 1989/90 auf die Idee kam, ihn flexibel im rechten defensiven Mittelfeld oder auf der rechten Abwehrseite einzusetzen, ging es mit Greiners Profilaubahn stetig bergauf. Hier blühte der lauf- und zweikampfstarke Rechtsfuß sichtlich auf, entwickelte sich zur Stammkraft und war eben wegen genannter Eigenschaften auch bei den Fans überaus beliebt.
Gewaltschuss zur Rettung
Sieben Jahre lang blieb Frank Greiner beim FC und auch wenn ein Titelgewinn oftmals nur knapp verpasst wurde, denkt er gerne an die deutschen Vizemeisterschaften 1989 und 1990 sowie an das nach Elfmeterschießen gegen Werder Bremen verlorene DFB-Pokalendspiel 1991 zurück. Gleiches gilt auch für die internationalen Begegnungen samt UEFA-Cup-Halbfinaleinzug 1989/90. Ab den 1990er Jahren hieß es jedoch meist Abstiegskampf statt Europacup-Nächte. 1992/93 sicherte sich der FC erst durch einen 2:1-Erfolg über Schalke 04 am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt. Den von 54.000 Zuschauern in Müngersdorf regelrecht ekstatisch bejubelten Siegtreffer zum 2:1-Enstand erzielte Frank Greiner nach seiner Einwechslung per Gewaltschuss mit dem ersten Ballkontakt – für ihn bis heute sein schönster FC-Moment.
1995 suchte Frank Greiner beim 1. FC Kaiserslautern eine neue Herausforderung, wurde mit den Roten Teufeln DFB-Pokal-Sieger und dank eines bereits vor seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg bestrittenen Bundesligaspiels auch deutscher Meister. Als Führungsspieler half er anschließend mit, den VfL in der Bundesliga zu etablieren. Nach dem Ende der Spielerkarriere stieg Frank Greiner ins Trainergeschäft ein, arbeitete an der Seite seines Freundes Dorinel Muntenau unter anderem beim russischen Erstligisten Mordowia Saransk. Seit 2014 ist er in der Fußballschule des VfL Wolfsburg tätig. Der Kontakt zum FC und zu Köln riss nie ganz ab. „Fränky“ Greiner besucht nicht nur gelegentlich die FC-Spiele im RheinEnergieStadion, er weilt auch regelmäßig zum Fastelovend in der alten Heimat. „Ich liebe Köln, es gibt keine schönere Stadt und sie ist meine zweite Heimat“, so Frank Greiner.
Die gesamte FC-Familie wünscht Frank Greiner alles Gute zum runden Geburtstag!
Frank Greiner
Geboren: 03.07.1966 in Fürth am Berg (heute ein Stadtteil von Neustadt bei Coburg)
Position: Abwehr, Mittelfeld
FC-Trikotnummern: 3, 6, 2
Einsätze
- FC-Pflichtspiele: 209
- Tore: 19
- FC-Freundschaftsspiele: 137
- Tore: 27
- Total
- Spiele: 346
- Tore: 46
Erfolge beim 1. FC Köln
- Deutscher Vizemeister 1989, 1990
- DFB-Pokal-Finalist 1991
- DFB-Hallenmasters-Sieger 1993
Laufbahn als Spieler
7/1974-6/1979 SV Meilschnitz 1949 (Jugend)
7/1979-6/1982 DJK/Viktoria 09 Coburg (Jugend)
7/1982-6/1985 VfB Coburg 07 (Jugend)
7/1985-6/1987 VfB Coburg 07
7/1987-6/1988 1. FC Nürnberg
7/1988-6/1995 1. FC Köln
7/1995-8/1997 1. FC Kaiserslautern
9/1997-6/2003 VfL Wolfsburg
11/2006-6/2007 MTV Gifhorn von 1861
DFB-Pokal-Sieger 1996
Deutscher Meister 1998
Laufbahn als Trainer
7/2003-6/2004 VfL Wolfsburg (A-Jugend)
7/2004-6/2005 VfL Wolfsburg II (Co-Trainer)
7/2006-6/2007 MTV Gifhorn von 1861 (Co-Trainer)
09.01.2013-7/2013 FK Mordowia Saransk (Russland) (Co-Trainer)
2/2014- VfL Wolfsburg (VfL Wolfsburg Fußballschule)



















