
Der SC Paderborn und der dritte Anlauf
15.08.2026
Sind aller guten Dinge wirklich drei? Auf diese Frage wird es für den SC Paderborn in der kommenden Saison eine Antwort geben. Zum dritten Mal sind die Ostwestfalen in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Nachdem sowohl 2014/15 als auch 2019/20 die Reise nach nur einer Saison wieder zu Ende gegangen ist, soll nun erstmals der Klassenerhalt im Fußball-Oberhaus gelingen. Bevor die Saison mit dem DFB-Pokal in Lübeck und eine Woche später in der Bundesliga in Mainz startet, testet der SCP am Sonntag (12 und 14.30 Uhr, FC-Liveticker) unter Ausschluss der Öffentlichkeit doppelt gegen den 1. FC Köln.
Die vergangene Saison wurde für die Paderborner um Ex-FC-Stürmer Steffen Tigges zum Märchen. Mit dem neuen Trainer Ralf Kettemann und einem Kader-Umbruch in die Saison gestartet, stand am Ende überraschend Platz drei. In der Relegation setzte man sich gegen den VfL Wolfsburg durch.
Was den Aufstieg für ihn besonders mache, wurde Cheftrainer Ralf Kettemann in einem Interview mit dem kicker gefragt. „Wir haben es mit der jüngsten Mannschaft an eingesetzten Spielern geschafft, das ist schon etwas überraschend gewesen“, antwortete er. „Alle wollen es, wir haben es gemacht - mit Regionalligaspielern, Drittligaspielern, jungen und talentierten Spielern. Mit ihnen jetzt die 1. Liga erleben - da geht für mich nichts drüber.“
Auf den Aufstieg folgte wieder ein kleiner Wandel im Kader. In Torhüter Dennis Seimen (Leihende/VfB Stuttgart), Calvin Brackelmann (FC Augsburg) und Toptorjäger Filip Bilbija (Derby County) sind unter den Abgängen wichtige Stützen der Aufstiegsmannschaft. Dafür wurden in Torhüter Nahuel Noll und Deniz Zeitler zwei Spieler von der TSG Hoffenheim ausgeliehen, Luka Duric wurde fest von den Kraichgauern verpflichtet. Die weiteren Neuen kommen allesamt aus unteren Ligen wie Oliver Batista Meier (Münster), Tom Baack (Nürnberg) oder Clemens Lippmann (1860 München).
Die Vorbereitung der Paderborner verlief bislang erfolgreich. Die ersten sechs Testspiele wurden allesamt gewonnen, unter anderem gegen die Zweitligisten Hannover, Magdeburg und Osnabrück, auch gegen den FC Southampton setzte man sich durch. Am vergangenen Samstag trennte man sich im bislang letzten Test 2:2 vom SV Werder Bremen. „Ich fahre mit einem guten Gefühl nach Hause, habe aber gesehen, dass es maximal anspruchsvoll ist, solche Spiele zu bestreiten“, sagte Ralf Kettemann nach der Partie. Nun steht für sein Team gegen den FC der letzte Doppeltest an, ehe es ernst wird.















