
Diese Regeln ändern sich zur neuen Saison
28.08.2026
Eine neue Saison heißt meist auch einige neue Regeln. In der Bundesliga wurden in der Sommerpause mehrere Änderungen am Regelwerk vorgenommen. Die meisten kennen wir bereits von der WM 2026.
Ansage ans Zeitspiel
Der Countdown bei Torwartabschlägen wurde schon in der vergangenen Saison eingeführt. Dass die Schiedsrichter sichtbar fünf Sekunden herunterzählen, wird sich in dieser Spielzeit häufen, denn die Referees sollen dies künftig auch bei Einwürfen und Abstößen tun. Wird der Countdown bei Abstößen überschritten, gibt es einen Eckball. Bei Einwürfen erhält der Gegner das Einwurfrecht.
Bei Auswechslungen haben die ausgewechselten Spieler nur noch zehn Sekunden Zeit, um das Feld zu verlassen. Dauert der Wechsel zu lange, darf der Einwechselspieler erst nach einer Minute den Platz betreten.
Sechzig Sekunden am Spielfeldrand warten, müssen auch verletzte Spieler, die zuvor auf dem Feld behandelt werden mussten. Ab dem Verlassen des Platzes müssen die Akteure unabhängig von der Länge der Behandlung mindestens eine Minute draußen warten. Damit soll verhindert werden, dass sich Spieler nur behandeln lassen, um die Spielfortsetzung zu stoppen.
Mehr Eingriffsrechte für den VAR
Der VAR darf ab dieser Saison auch melden, wenn bei der zweiten Verwarnung einer Gelb-Roten Karte eine offensichtliche Fehlentscheidung vorlag. Hat das Schiedsrichterteam eine Gelb-Rote Karte nicht gesehen, darf sich aus dem Videokeller weiterhin nicht gemeldet werden.
Bislang durfte der VAR einzig bei Spielerverwechslungen innerhalb der eigenen Mannschaft eingreifen. Zukünftig darf sich der Videoschiedsrichter auch melden, wenn ein Spieler der falschen Mannschaft mit einer Karte sanktioniert wurde.
Neben dem VAR gab es auch bei der Vorteilauslegung zwei Anpassungen. Wenn im Anschluss an eine Vorteilsauslegung ein Tor geschossen wird, soll es kein Gelb mehr für den Gegner geben. Zudem können die Offiziellen nun auch Vorteil laufen lassen, wenn die Spielfortsetzung nicht korrekt war, beispielweise weil der Ball bei einem Freistoß nicht vollständig geruht hat.
Nicht alle WM-Regeln gelten auch in der Liga
Nicht alle neuen Regeln der WM 2026 wurden auch in die neue Bundesliga-Saison transportiert. So kann der VAR keine falschen Eckballentscheidungen zurücknehmen. Auch das Bedecken des Mundes, während man mit einem gegnerischen Spieler spricht, wird nicht mit einem Platzverweis geahndet. In der Bundesliga gibt es dafür stattdessen eine gelbe Karte.















