
Ein Derbysieg, der Kraft gibt
12.10.2026
Nach drei Jahren hieß es am Sonntagnachmittag endlich wieder: Derbysieger, FC! Der 1. FC Köln belohnte sich für eine engagierte Leistung, gewann das 101. Rheinderby der Bundesligahistorie mit 2:1 und blieb damit auch im dritten Heimspiel dieser Saison ungeschlagen.
Der FC ging durch ein Traumtor von Isak Johannesson in Führung, ehe die Borussia kurz vor der Pause ausglich. Danach übernahmen die Kölner wieder die Kontrolle. „Wir haben in der zweiten Hälfte auf das 2:1 gedrängt und hatten sogar die Chance, das dritte Tor zu machen“, sagte FC-Cheftrainer René Wagner. Said El Mala erlöste den FC schließlich mit einem weiteren Traumtor aus der Distanz. Ein weiterer Treffer sollte allerdings nicht mehr fallen.
So wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. Doch gemeinsam mit den Fans im Stadion hielt die FC-Defensive dicht. „In den letzten Minuten war ich sehr froh, dass das Stadion so hinter uns stand. Das war brutal. Die Fans waren da für uns da“, freute sich Wagner. Auch mit der Leistung bei Standardsituationen zeigte er sich zufrieden: „Wir haben das Standardspiel gewonnen. Vorne einen gemacht und hinten keinen bekommen. Das war heute sehr wichtig.“ Johannessons Führungstreffer war ein Freistoß aus dem Halbfeld vorausgegangen.
Der einzige Wermutstropfen des Nachmittags war die Verletzung von Ellyes Skhiri. Der Tunesier hatte sich kurz vor der Halbzeit in einem Zweikampf eine Sprunggelenksverletzung zugezogen und wird dem FC länger fehlen. „Er hat unsere volle Unterstützung. Die Jungs haben in der Kabine ein Foto für ihn gemacht und es ihm direkt geschickt“, erzählte Wagner.
Skhiri wurde im zweiten Durchgang durch Tom Krauß ersetzt. Der Sechser zeigte eine starke Leistung und klärte in der Nachspielzeit einen Ball per Kopf kurz vor der Linie. Dafür erhielt er ein Sonderlob seines Trainers: „Er hat das Stadion wie gegen Mainz in der letzten Saison angezündet. Er hatte einen super Impact auf die Mannschaft, gerade nach der Verletzung von Ellyes. Er hat sich für die Jungs aufgeopfert. Daher ein Sonderlob an Tom.“
Nach dem Schlusspfiff feierte die Mannschaft noch lange vor der Kurve und anschließend in der Kabine. „Solche Siege tun der Mannschaft gut – vor allem zuhause“, sagte Wagner. „Diese Momente schweißen ein Team zusammen. Das konnte man eben in der Kabine sehen. Das müssen wir genießen und daraus Kraft für die nächsten Spiele ziehen.“
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem FC nicht: Am Freitagabend steht das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt an.















