IM DOPPELPASS MIT
Podcast_Anriss.jpg
Sie sind hier:
  1. Startseite
  2. Aktuelles
  3. News
  4. Ein Elfmeter, den selbst Profis nicht verwandeln

Ein Elfmeter, den selbst Profis nicht verwandeln

8.4.2026

Elfmeter kennt jeder. Ball hinlegen, kurz konzentrieren, Ecke aussuchen, schießen. Beim Blindenfußball läuft das anders.

Kein Blick aufs Tor, kein letzter Check, wo der Torwart steht. Es gibt keinerlei Orientierung über die Augen. Stattdessen: ein Geräusch – und viel Kommunikation. Der teaminterne Guide steht hinter dem Tor, ruft aus der Mitte ein lautes „Hier!“. Dann geht er von Pfosten zu Pfosten und klopft kräftig dagegen. Einmal links, einmal rechts. Dann wieder zur Mitte. „Hier!“

Suse Stedtfeld und Daniel Hoß spielen im Blindenfußball-Team des 1. FC Köln und sprechen in der neuen Podcast-Folge über ihren Sport. Dank dieses Ablaufs kurz vor der Ausführung des Elfmeters wissen sie, wo das Tor steht. Sie nehmen ein paar Schritte Anlauf, setzen den Schuss – und treffen. Nicht, weil sie sehen, wohin sie schießen, sondern weil sie hören, fühlen und einschätzen.

Slider
Slidersteuerung
Slidersteuerung

Was simpel klingt, ist ziemlich anspruchsvoll. Während man selbst schon beim Gedanken daran ins Grübeln kommt, gehört das für sie zum Spiel dazu. Die Orientierung läuft über Geräusche, Timing über Kommunikation.

„Auf dem Blindenfußballfeld ist es immer wahnsinnig laut. Permanent wird von allen Seiten geredet. Das ist für das Spiel essenziell“, sagt Stedtfeld im Podcast.

Die Elfmetertechnik der Beiden ist dabei natürlich nur ein Beispiel von vielen Dingen, die im Alltag mit Sehbehinderung anders ablaufen. Wie kommen sie zum Training? Oder wie erlebt man ein Fußballspiel im RheinEnergieSTADION, ohne sehen zu können? Antworten darauf – und viele weitere Einblicke – gibt es in der neuen Podcast-Episode.

Jetzt reinhören in die neue Folge!