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FC-Handball: Wechsel an der Spitze

16.06.2026
Die Handballer des 1. FC Köln blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück und konnten am Saisonende sogar zwei Aufstiege feiern. In der Abteilungsführung gibt es derweil einen Wechsel. Nach achteinhalb Jahren übergibt Stephan Schröder das Zepter an Tim Dichiser. Dieser soll als Festangestellter den FC-Handball auf das nächste Level bringen.
Jubel, Umarmungen und freudestrahlende Gesichter, wohin man blickt. Anfang Mai gab es diese Szenen bei der zweiten Frauen-Mannschaft des 1. FC Köln Handball, nach einem 32:26-Sieg gegen den MTV Köln stand die Mannschaft als Meister und Aufsteiger fest. Drei Wochen später das identische Bild, dieses Mal bei der zweiten Mannschaft der Männer. Es braucht einen Sieg in Königsdorf, beim direkten Verfolger. Wer gewinnt, steigt auf. Der FC setzt sich durch mit 36:27 und schafft den Sprung von der Regionsoberliga in die Verbandsliga.
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Einer auf den glücklichen Bildern des Aufstiegs ist Tim Dichiser. Er spielt für die zweite Mannschaft des 1. FC Köln Handball – und wird ab August eine neue Aufgabe in der Abteilung übernehmen. Stephan Schröder gibt nach achteinhalb Jahren an der Abteilungsspitze das Zepter weiter und Dichiser wird neuer Abteilungsleiter, der erste hauptamtliche bei den FC-Handballern. „Stephan Schröder gebührt großer Respekt und Dank für seinen außergewöhnlichen Einsatz und die strukturelle Weiterentwicklung der Abteilung“, sagt FC-Vizepräsident Ulf Sobek.
„Gleichzeitig freuen wir uns sehr, mit Tim Dichiser einen engagierten, modernen und fachlich hervorragend aufgestellten Nachfolger gefunden zu haben, der den nächsten Entwicklungsschritt gemeinsam mit dem gesamten Team gestalten wird“, ergänzt Sobek. „Dass der FC-Handball künftig erstmals hauptamtlich geführt wird, ist ein starkes Signal für die nachhaltige Weiterentwicklung unserer Abteilung. Dabei geht es für uns ausdrücklich nicht nur um sportliche Leistung im Spitzenbereich, sondern genauso um den Breitensport. Wir möchten noch mehr Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Handball ermöglichen und die Begeisterung für diesen Sport langfristig weitertragen.“

Viel bewegt in den vergangenen Jahren

Stephan Schröder kann sich noch gut an seine Anfänge erinnern. Im Herbst 2017 ließ er sich auf einer Abteilungsversammlung wählen. Nicht, weil es die Statuten vorschrieben, sondern weil er sich die Zustimmung der Mitglieder für seinen Weg und die Legitimation einholen wollte. „Das war wichtig als Startschuss“, blickt er zurück und packte sogleich an. Doch nicht allein, Schröder baute ein achtköpfiges Leitungsteam für die Abteilung auf. Damals schon einer davon: Tim Dichiser.
Unter Schröders Führung geht die Abteilung die nächsten Schritte. Er installiert als erstes neue Nachwuchstrainer, um die Qualität zu erhöhen. Die Abteilung entwickelt sich in Qualität und Quantität weiter. In seiner Zeit wird die Zahl der Aktiven mehr als verdoppelt, der FC ist inzwischen der größte Handballverein Kölns. Das ist einer von zwei Punkten, auf die Schröder besonders stolz zurückblickt. Der zweite ist, dass die Abteilung inzwischen so aufgestellt ist, dass man einen Hauptamtlichen in der Leitung einstellen kann, um die nächsten Schritte zu gehen. „Nur so kann man sich langfristig stabil aufstellen“, ist Schröder überzeugt. Tim Dichiser diese Rolle anzuvertrauen, war Schröders Vorschlag, aktuell läuft die Übergabe in der Abteilungsleitung.
Dichiser stammt aus Weingarten (Baden) bei Karlsruhe und kam 2016 für sein Studium in Sportmanagement und Kommunikation nach Köln. Er spielt selbst Handball, seit er sieben Jahre alt ist und war deshalb auf der Suche nach einem Verein in Köln. Zuvor noch aktiv in der Oberliga, startete er beim FC in der ersten Herrenmannschaft, die damals gegen den Abstieg aus der Kreisklasse gespielt hatte. Einen Aufstieg machte er als Spieler mit, ehe er aus beruflichen Gründen Köln vorübergehend wieder verlassen musste.

Dichiser bringt Erfahrung aus dem Profisport mit

Er arbeitete als Leiter Social Media und Digitale Kommunikation beim Handball-Bundesligisten FRISCH AUF! Göppingen und ging dann noch für ein Auslandsstudium in International Business und Marketing nach Dänemark und Schweden. Parallel dazu arbeitete er als Werkstudent für die Handball-Bundesliga. „Tim kennt den Handballsport auch aus einer anderen, einer professionelleren Ebene, als wir ihn hier im Breitensport aktuell betreiben. Diese Erfahrungen können der Abteilung nur helfen“, sagt Stephan Schröder über seinen künftigen Nachfolger. Er wünscht sich, dass neben der Steigerung in der Spitze auch der Breitensport immer eine wichtige Rolle in der Abteilung spielen wird.
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2025 kehrte Dichiser dann nach Köln und damit auch zum FC zurück. „Man kann schon sagen, dass das mein Herzensverein ist, der mir sehr viel bedeutet“, sagt er. Als er von Stephan Schröder gefragt wurde, ob er sich seine Nachfolge vorstellen könne, musste Tim Dichiser nicht lange überlegen. „Es ist für mich die Möglichkeit, mein Hobby zum Beruf zu machen. Außerdem macht mir die Arbeit mit den Leuten in der Abteilung sehr viel Spaß und das Organisatorische liegt mir.“
Er sei schon immer einer gewesen, der anpackt und der gerne Verantwortung übernimmt. „Ich freue mich riesig darauf, mich zukünftig noch mehr einzubringen und die Handballabteilung des 1. FC Köln langfristig voranzutreiben. Ich sehe noch viel ungenutztes Potenzial und bin überzeugt, dass wir die sehr positive Entwicklung der letzten Jahre fortführen können.“ Wie es sich anfühlt, sportlich erfolgreich zu sein, hat Tim Dichiser erst kürzlich mit der zweiten Mannschaft beim Aufstieg wieder erlebt. Zukünftig will er auch auf einem neuen Gebiet für Erfolg sorgen. Und Stephan Schröder? Der freut sich, zukünftig etwas mehr Zeit zu haben, will der Abteilung aber weiter verbunden bleiben. Dann als Fan in der Halle.
Fotos: Sebastian Bahr
Die Geschichte ist zuerst im aktuellen GeißbockEcho (Ausgabe 4, Saison 2025/26) erschienen. In der gedruckten und digitalen Ausgabe findet Ihr viele weitere Hintergrundgeschichten und exklusive Interviews.

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