
FC-Podcast: Der Anruf, aus dem ein FC-Lied wurde
01.10.2026
Ein Anruf von Toni Polster. Mehr braucht es an diesem Tag nicht. Wolfgang Niedecken ist mit BAP auf Elba, als ihn der damalige FC-Stürmer persönlich erreicht. „Du, Wolferl, mir hams nimmer packt“, erinnert sich Niedecken im FC-Podcast mit Nicolas Verhoeven. Es ist 1998 – und der 1. FC Köln steigt zum ersten Mal in seiner Geschichte aus der Bundesliga ab.
Für Niedecken ist an Proben danach nicht mehr zu denken. Er steigt auf sein Motorrad und fährt alleine über die Insel. „Ich wollte mit keinem reden.“ Selbst die Leverkusen-Fans innerhalb der Band verkneifen sich an diesem Tag jeden Kommentar. Zu groß ist der Frust beim bekennenden FC-Fan.
Doch ausgerechnet aus diesem Tiefpunkt entsteht wenig später etwas, das bis heute zum Sound des 1. FC Köln gehört. Niedecken macht sich Gedanken um die Zukunft seines Clubs – und hat dabei sogar eine Sorge, über die er heute selbst lachen muss: Was, wenn die Fans nach dem Abstieg plötzlich zum Nachbarn nach Leverkusen desertieren?
Seine Antwort darauf gibt er mit den Mitteln, die er am besten beherrscht. Niedecken nimmt seinen bereits bestehenden Song „Für ’ne Moment“ als Grundlage und schreibt einen neuen Text für seinen Verein. Aus dem ersten Bundesliga-Abstieg des FC entsteht so „FC jeff Jas“.
Dass die Sorge um die Fans unbegründet war, weiß Niedecken heute selbst. Für die Entstehung des Liedes war der Abstieg trotzdem entscheidend. Denn ohne ihn, sagt Niedecken, hätte er „FC jeff Jas“ vermutlich nie geschrieben.



















