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FC trauert um Gründungsmitglied Karl „Büb“ Fuhrmann

04.11.2026
Die FC-Familie trauert um Karl „Büb“ Fuhrmann, der als Spieler, Schiedsrichter, Zeugwart und Betreuer vor allem um die Amateur- und Nachwuchsabteilung des 1. FC Köln große Verdienste hat. Am 19. Oktober 2026 verstarb „Büb“ Fuhrmann in seiner Heimatstadt Köln im Alter von 90 Jahren.
Dass Karl Fuhrmann für alle nur „Büb“ hieß, war dessen Schwester zu verdanken. Die nannte den Bruder immer „et Bübchen“, woraus rasch sein zeitlebens omnipräsenter Spitzname wurde. Noch als D-Jugendlicher kam er im November 1947 zur Spielvereinigung Sülz 07, erlebte dort noch den legendären Jugendleiter Willi Stahl und durchlief nach der Fusion von Sülz 07 und KBC am 13. Februar 1948 etliche Jugend- und Amateurmannschaften des 1. FC Köln.
Sein ehrenamtliches Engagement für den FC neben dem Platz begann 1959: Zunächst als Schiedsrichter, ab 1961 zusätzlich als Betreuer im Nachwuchsbereich. Seit der Jugendzeit verging kaum ein Tag und erst recht kein Wochenende, an dem der „Büb“ nicht am Geißbockheim anzutreffen war.

„Büb“ feierte am 12. Mai 1962 gleich dreifach

Von besonderer Bedeutung war für ihn der 12. Mai, wie Enkelin Nicole Castenholz berichtet: „Er ist am 12. Mai 1936 geboren. Als abzusehen war, dass der FC an seinem 26. Geburtstag am 12. Mai 1962 die erste Deutsche Meisterschaft nach Köln holen würde, terminierte er kurzerhand auch seine Hochzeit auf diesen Tag. Geburtstag, Hochzeit und Meisterschaft an einem Tag – mehr ging wirklich nicht.“
Ab 1967 war der gelernte Bäcker dann mehr als 30 Jahre lang Zeugwart der FC-Amateure, arbeitete dabei mit Spielern und Trainern wie Gero Bisanz, Christoph Daum, Heinz Hornig, Erich Rutemöller oder Rainer Nicot, um nur einige wenige zu nennen. „Wenn man mich damals nach seinem Vornamen gefragt hätte, wäre Büb meine Antwort gewesen“, erinnert sich Erich Rutemöller, der die erste Amateurmannschaft ab der Saison 1980/81 fünf Jahre lang trainierte. „Das war eine schöne Zeit. Büb war unglaublich zuverlässig und immer da, wenn man ihn brauchte – er meckerte nicht, sondern suchte immer direkt nach der besten Lösung. Er war FC durch und durch, lud regelmäßig zu Geburtstagen in seine Stammkneipe Klaaf in Lindenthal ein.“
„Büb“ Fuhrmann war nicht „nur“ Zeugwart, Betreuer und „Mädchen für alles“, sondern auch Herz und Seele der Amateurabteilung. Ein echter kölscher Jung, dem man ebenso gerne zuhörte wie vertraute. Generationen von Jugend- und Amateurspielern, aber auch von Funktionären sah er kommen und gehen.

Starker Zusammenhalt in der Amateur-Meistermannschaft von 1981

Auch am Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft 1981 hatte er durch sein unermüdliches Wirken einen nicht geringen Anteil. Der DFB belohnte den Erfolg mit einer Mannschaftsreise nach Togo, Guinea und Niger – für alle Beteiligten bis heute unvergessen.
Entsprechend groß war bei „Büb“ Fuhrmann die Freude, als sich Spieler, Trainer und Betreuer der Meistermannschaft zum 30-jährigen Titeljubiläum im September 2011 im Geißbockheim trafen. „Der Zusammenhalt in der Truppe von damals ist sehr besonders“, versichert Siegfried „Siggi“ Marti, der als Spieler der Amateurmannschaft auflief und später als Trainer im Nachwuchsbereich sowie als Scout für Akademie und Lizenzabteilung tätig war. „Seit etwa zehn Jahren treffen wir uns immer am 3. Oktober wieder, um in alten Erinnerungen zu schwelgen. Für Büb und uns alle ein Pflichttermin.“
So blieb „Büb“ dem FC, bei dem er nachhaltige Spuren hinterlassen hat, immer eng verbunden. „Auch in diesem Jahr war Büb beim Treffen im Geißbockheim noch dabei. Ich habe ihn anschließend nach Hause gefahren“, erinnert sich „Siggi“ Marti. Es war der letzte Besuch von Karl „Büb“ Fuhrmann bei seinem FC – gut zwei Wochen später verstarb er. Leeven „Büb“, mach et joot, die FC-Familie wird Dich und Deine Verdienste um den Verein nicht vergessen!

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