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Feiersinger: „Ein perfect Match“

17.09.2026
Die FC-Frauen spielen am Samstag, 19. September 2026, 14 Uhr, beim Deutschen Meister FC Bayern München. FC-Vizekapitänin Laura Feiersinger spricht im Interview über den super Start der FC-Frauen und das Duell gegen ihren Ex-Club.
Laura, schön, dass wir heute über Euren gelungenen Bundesliga-Start sprechen können. Drei Siege in vier Spielen, wie zufrieden bist Du?
Laura Feiersinger: „Ich denke, da kann man schon ganz zufrieden sein. Ich glaube, wir haben jetzt nicht so ein leichtes Auftaktprogramm gehabt. Die ersten zwei Spiele haben wir ein bisschen gebraucht, um in die Saison reinzustarten. Aber gerade die vergangenen zwei Spiele sollten uns Mut machen.“
Ihr habt nur eine Partie verloren. Was würdest Du sagen, was macht euch als Team im Moment so stark?
„Ich denke, dass wir sehr gut eingespielt sind, obwohl wir eigentlich viele Ausfälle haben. Aber ich bin jetzt in meinem dritten Jahr beim FC und das merkst du auch einfach, dass du Automatismen drin hast. Du weißt, wie die anderen Spielerinnen sich bewegen, oder was sie für Laufwege haben und das Selbstvertrauen ist gestiegen. Den ersten Sieg gegen Hoffenheim, den haben wir uns erkämpft und den haben wir auch gebraucht. Danach haben wir in Mainz ein gutes Spiel gemacht und dementsprechend sind wir auch recht selbstbewusst ins Unionspiel gegangen. Da spielt man dann immer, einen Tick sicherer.“
Seitdem Cheftrainerin Britta Carlson da ist, geht es sichtbar bergauf. Du hast mal ein schönes Kompliment über sie gesagt und meintest, der 1. FC Köln und Britta Carlsson, das ist für dich ein Perfect Match. Kannst Du das ein bisschen genauer erklären, was Du damit meinst?
„Wir sind einerseits eine sehr, sehr dankbare Mannschaft. Ich glaube, wir nehmen schon sehr viel an, was uns die Trainer vorgeben. Wir wollen immer lernen, wir wollen immer mehr. Und gleichzeitig gibt uns Britta auch die nötigen Details. Wir werden vom gesamten Trainerteam super aufs Spiel vorbereitet und sowas brauchst du halt auch einfach, um auf einem guten Niveau zu spielen. Unsere Offenheit und immer lernwillig zu sein ist die Voraussetzung und auch das Richtige für Britta, weil du dann halt als Coach viel an die Mannschaft weitergeben kannst“
Du hattest eine sehr beeindruckende Nationalmannschaftskarriere, die Du vergangenes Jahr beendet hast. Rückblickend, war es ein guter Zeitpunkt oder vermisst du die Spiele im Länderspieltrikot Österreichs?
„Es ist immer so, dass man sagt, es war eine schöne Zeit und dass man das auch ein bisschen vermisst. Das ist, glaube ich, ganz klar, gerade wenn die Nationalmannschaft eine große Bedeutung für einen hat. Aber für mich war es genau die richtige Entscheidung. Ich fühl mich jetzt auch noch fast einem Jahr immer noch sehr, sehr wohl damit und bin damit im Reinen. Vor allem auch, weil es hier beim FC super läuft. Ich habe eigentlich alles, was ich brauche und was mir der Fußball geben kann. Deshalb ist es auch trotz Vermissen für mich die richtige Entscheidung gewesen.“
Du hast ein gemeinsames Modelabel mit deiner Schwester Denise. Wie teilt Ihr Eure Arbeitsweisen auf und nutzt Du zum Beispiel eine Sommerpause verstärkt, um dafür zu arbeiten?
„Das ist immer unterschiedlich, im Sommer mache ich sicherlich ein bisschen mehr. Dann kommt es natürlich darauf an, was wir so vorhaben, ob wir wieder einen nächsten Drop oder so etwas machen. Einmal haben wir die Winterpause genutzt, da haben wir dann ein großes Fotoshooting gemacht. Aber es ist natürlich so, dass ich in der Länderspielpause gerne zu Hause bin, meine Schwester wohnt ja auch in Österreich und dann arbeiten wir automatisch mehr daran.“
Sprechen wir zum Abschluss noch mal über die sportliche Situation. Nächster Gegner am Samstag ist Bayern München auswärts im Bayern Campus. Eine Weltklasse-Mannschaft, was ist trotzdem nach dem Auftakt jetzt für Euch drin?
„Ich glaube, drin ist immer etwas in jedem Spiel. Das natürlich hängt es auch immer sehr vom Gegner drauf an, wie gut der an dem Tag ist. Ich habe das Gefühl, dass wir alle sehr Bock auf das Spiel haben. In München ist es unheimlich schwer zu spielen. Ich finde, da ist Bayern noch einmal ein Stück stärker als auswärts. Ich glaube, sie waren jetzt auch nicht so optimal zufrieden mit den vergangenen Spielen. Deshalb müssen wir da schon mit einer Wucht von Bayern rechnen, aber wir müssen uns auch nicht verstecken.“
Das komplette Interview und was Laura Feiersinger über ihre Vorbilder in den Anfängen ihrer Karriere erzählt, seht Ihr oben im Video.