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Führung, Nationalmannschaft, FC: Heiner Brand im Interview

14.06.2026
Er war selbst erfolgreicher Handballer, hat die deutsche Nationalmannschaft 2007 als Trainer zum WM-Titel im eigenen Land geführt und ist bekannt für seinen Schnauzer. Heiner Brand verfolgt aber auch den Fußball gerne. Sein Verein? Der 1. FC Köln! Im Interview spricht er über das Amt des Bundestrainers, Führung, seine ersten FC-Erinnerungen und darüber, was der Fußball vom Handball lernen kann.
Gummersbach, die Stadt mit etwas über 50.000 Einwohnern im Oberbergischen, an einem Dienstagvormittag im Mai. Es ist ruhig und beschaulich, auch im Zentrum der Stadt. Die Wege hier sind kurz, der Bahnhof liegt direkt neben dem Einkaufszentrum, wenige Meter weiter die Arena, in der die Gummersbacher Handballer ihre Heimspiele in der Bundesliga austragen. Am „Heiner-Brand-Platz 1“, so die Adresse der Halle. Fußläufig davon wohnt Heiner Brand, die Handball-Trainerikone. Er empfängt das GeißbockEcho bei sich zuhause zum Gespräch. Er nimmt sich viel Zeit. Es geht um seine Laufbahn, das Besondere am Handball. Aber auch den 1. FC Köln, den Fußballverein in seinem Herzen und die heutige (Spieler-)Generation.

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Herr Brand, zum Zeitpunkt des Interviews sind es nur noch wenige Wochen bis zum Start der Fußballweltmeisterschaft. Freuen Sie sich auf so ein Turnier?
Heiner Brand: Seit ich ein kleines Kind war, bin ich Fußballfan und vermutlich wäre aus mir auch ein ganz guter Fußballer geworden. Die Vorfreude auf diese WM hat aber umgeschlagen bei mir, weil ich mich fürchterlich über das Foto von Infantino mit Trump geärgert habe. Da ist mir fast übel geworden beim Frühstück. Auch allgemein missfallen mir manche Entwicklungen im Fußball.
Haben Sie die Nominierung des DFB-Kaders durch Julian Nagelsmann vor kurzem ­verfolgt?
Natürlich.
Und, fühlen Sie als ehemaliger Handball-Bundestrainer mit dem jungen Fußballerkollegen?
Sicher fühle ich da mit. Wobei bei uns die öffentliche Aufmerksamkeit nicht so groß ist wie im Fußball. Aber auch bei mir gab es ähnliche Reaktionen wie nun zum Beispiel auf die Nicht-Nominierung von Said El Mala, welche Pierre Littbarski für eine Unverschämtheit hält. Solche Reaktionen sind natürlich nicht schön, aber damit muss man leben. Als Bundestrainer muss man auch unpopuläre Entscheidungen treffen.
Haben Sie als Fußballfan auch eine Meinung dazu?
Klar kenne ich die Spieler aus dem Fernsehen. Aber wenn man nicht näher dran ist, sollte man sich der Meinung enthalten und dem Bundestrainer die Nominierung überlassen, denn er denkt wochenlang an nichts anderes.
Dann fragen wir anders: Nach welchen Kriterien haben Sie denn Ihren Kader immer zusammengestellt?
Da ist zum einen die sportliche Leistungsfähigkeit. In meiner Zeit als Bundestrainer bin ich pro Woche bei drei, vier Bundesligaspielen gewesen, um mir ein bestmögliches Bild zu machen. Zur Zusammenstellung einer Mannschaft gehört aber auch, dass es nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch außerhalb passt. Da gehört ein Rollendenken dazu, wie es auch Nagelsmann gesagt hat. Das Gesamtgebilde muss funktionieren, auch der Spaß gehört dazu. Ich brauche die Arbeiter, aber auch die Genialen, eine gesunde Mischung. Es ist nie auszuschließen, dass es Unzufriedene gibt, aber diese müssen sich dennoch immer im Sinne der Mannschaft verhalten. Der Teamgedanke steht im Vordergrund, aber ohne die individuellen Stärken des Einzelnen zu unterdrücken.
Inwieweit braucht es auch unterschiedliche Charaktere vom Anführer bis zum reinen Teamplayer?
Alle mit gleichem Charakter und gleichen Fähigkeiten – das funktioniert nicht! Es muss unterschiedliche Pole geben, um sich weiterzuentwickeln. Das gab es früher auch im Fußball schon so. Wolfgang Overath und Heinz Simmet zum Beispiel, der eine war der Geniale, der andere der Arbeiter. Oder Franz Beckenbauer und Katsche Schwarzenbeck. Am Ende müssen alle die Gesamtzielsetzung akzeptieren und für das Erreichen dieser arbeiten.
Sie halten auch Vorträge zum Thema Teambuilding.
Genau, zum Thema Führung. Wenn es in Unternehmen zum Beispiel Zusammenschlüsse gibt und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Philosophien aufeinandertreffen, mache ich Vorträge, wie es im Mannschaftssport läuft.

Sachen wie Disziplin und Pünktlichkeit sind unverhandelbar, das hat auch mit Respekt den Mitspielern gegenüber zu tun.

Heiner Brand

Was kann man aus dem Mannschaftssport in die Unternehmen übernehmen?
Es geht in beiden Fällen um den Umgang mit Menschen. Früher haben es Unternehmen oft so gemacht, dass sie die besten Mitarbeiter in Führungspositionen gebracht haben. Ohne darauf zu achten, ob diese auch die Qualitäten haben, zu führen.
Was ist das Essenzielle, damit ein Team gut funktioniert?
Dass der Erfolg der Mannschaft im Vordergrund steht. Die Kunst ist es, das zu verbinden und dennoch die individuellen Stärken herauszuarbeiten. Gerade im Sport gehört dazu, auch mit Freude dabei zu sein. Ganz wichtig ist auch das Thema Disziplin. Man muss die Spieler nicht wie vielleicht in früheren Zeiten einschränken, aber ohne diszipliniertes Verhalten geht es nicht, wenn eine Gruppe funktionieren soll. Sachen wie Disziplin und Pünktlichkeit sind unverhandelbar, das hat auch mit Respekt den Mitspielern oder im Unternehmen den Kollegen gegenüber zu tun. Eine gewisse Lockerheit gehört aber auch dazu. Ein weiterer Aspekt ist die Begeisterungsfähigkeit und die Bereitschaft, sich durchzukämpfen.
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Sie ziehen schon Vergleiche zwischen früher und heute. Was hat sich konkret verändert?
Die Gesellschaft hat sich verändert und damit auch die Spieler. Sie sind offener geworden, selbstbewusster, treten schon in jungen Jahren ganz anders in der Öffentlichkeit auf. Damit ist die Notwendigkeit da, sich mit ihnen mehr zu beschäftigen. Früher gab der Trainer den Weg vor und sagte, wie es gemacht wird. Wenn einer was dagegen gesagt hat, konnte er gehen. Heute muss man viel mehr das Gespräch suchen und die Dinge erklären.
Was waren für Sie die wichtigsten Regeln in Ihren Teams?
Pünktlichkeit, das Verhalten in der Gruppe und Einsatzbereitschaft im Training.
Wie sieht es mit der grundsätzlichen Motivation aus?
Da hatte ich eigentlich nie Probleme und habe das immer als Selbstverständlichkeit angesehen. Als Trainer muss ich nicht der Motivator sein. Wenn das in diesen Leistungsbereichen nicht vorhanden ist, dann wäre es traurig. Die Motivation muss schon vor allem bei den Spielern intrinsisch kommen.
Wir haben vorhin schon über die Kadernominierung im Fußball gesprochen, über schwierige Entscheidungen. Wie sind Sie damit umgegangen?
Ich habe immer versucht, empathisch zu sein und konnte mich als ehemaliger Spieler auch in die Gedankenwelt meiner Spieler hineinversetzen. Einen Spieler musste ich zweimal als Letzten vor den Olympischen Spielen aus dem Kader werfen. Da ist mir beim zweiten Mal bei der Ansprache alles im Hals stecken geblieben. Ich sah, der Junge hatte Tränen in den Augen, genauso wie ich. Ich habe auch nie erwartet, dass sofort Verständnis für die Entscheidung da war.
Waren Sie froh, dass zu Ihrer Zeit Social Media noch nicht so verbreitet war?
Ja. Als ich als Trainer angefangen habe, haben selbst Handys noch keine Rolle gespielt. Da konnte ich im Hotel Bescheid sagen, dass sie bitte keine Telefongespräche auf die Zimmer durchstellen (lacht). Dann waren wir etwas abgeschottet. Das hat sich über die Zeit sehr verändert.
In Deutschland ist Fußball das alles bestimmende Sportthema. Waren Sie als Handballer manchmal neidisch auf die Fußballer?
Es ist schon ein Verständnis da, dass Fußball einfach die Volkssportart Nummer eins in Deutschland ist und dadurch die größte Aufmerksamkeit genießt. Auch wenn schon einmal ein flapsiger Spruch fällt, wie viel Geld die Fußballer verdienen. Finanzielle Möglichkeiten, Zuschauerkapazitäten, Medienpräsenz – das ist alles auf einer anderen Ebene als in den anderen Sportarten. Inzwischen habe ich aber das Gefühl, dass der Handball einen gewissen Gegenpol zum Fußball darstellt.
Wie meinen Sie das?
Das Verhalten der Handballer wird ja immer gelobt. Das stimmt auch, wenn man sieht, wie die Spieler trotz eines körperbetonten Spiels fair miteinander umgehen. Da gibt es keine Schauspielerei, niemand bleibt minutenlang liegen.
Gummersbach ist eine absolute Handball-Hochburg. Gab es für Sie überhaupt eine andere Option als Handballer zu werden?
Nein, ich bin aber auch mit Begeisterung Handballer geworden. Zu meiner Zeit war es in Gummersbach so, dass 90 Prozent der sporttalentierten Jugendlichen zum Handball gingen. Fußball war hier eher Nebensache. Bei mir kam die familiäre Beeinflussung dazu. Mein Vater hat hier in Gummersbach den Handball nach dem zweiten Weltkrieg aufgebaut, meine älteren Brüder waren auch erfolgreich. Deshalb bin ich zwangsläufig reingekommen, auch wenn ich immer auch gerne Fußball gespielt habe. Allgemein spielen die Handballer beispielsweise im Training auch gerne Fußball.
Im Verein haben Sie aber nie gespielt?
Nein, nur später bei den Alten Herren hier in Gummersbach und dann über viele Jahre hinweg in einer WDR-Mannschaft des damaligen Rundfunkreporters Eddie Körper. Da waren ehemalige Profis, aber auch Eishockey- oder Tennisspieler dabei. Jeden Donnerstag haben wir irgendwo im westdeutschen Raum für den guten Zweck gespielt. Teilweise sind wir einfache Strecke 200 Kilometer dafür gefahren. Meine Frau hat immer gesagt: Du spinnst. Aber mir hat das immer so viel Spaß gemacht, dass ich mich immer auf den Donnerstag gefreut habe, auch wenn es mit Strapazen verbunden war.
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Zu Ihrer Zeit waren es 90 Prozent der Kinder, die Handball spielten. Wie ist es heute?
Nicht mehr so ausgeprägt. Der VfL hatte ein paar Jahre, in denen er nicht mehr so erfolgreich war, das hat auch ein bisschen am Image gekratzt. Aber es ist eine Gesamtentwicklung, dass die Kinder und Jugendlichen zu vielen Sportarten tendieren, auch beeinflusst von den amerikanischen Sportarten. Das Angebot ist größer als früher. Zu meiner Zeit gingen wir zum Turnen und dann zum Mannschaftssport. Wobei auch heute viele Eltern noch gerne sehen, wenn die Kinder einen Mannschaftssport machen. Da werden sie im Sozialverhalten geschult, lernen Dinge wie Fairplay und Respekt, auch mal eigene Interessen hintenanzustellen.
Wie wichtig sind Vorbilder wie aktuell im Gummersbacher Handball zum Beispiel Julian Köster, um die Kinder an den Sport heranzuführen?
Das ist schon wichtig, gerade auch bei einem Sportler wie Julian Köster, der nach außen als Persönlichkeit und fairer Sportler auftritt. Man hört ja von vielen später, dass sie als kleines Kind ein Trikot von dem Spieler getragen oder die Bettwäsche von diesem Verein daheim hatten. Wichtig ist, dass sich die Vorbilder ihrer Rolle auch bewusst sind. Wenn ich an die zum Teil idiotischen Jubelszenen der Fußballer denke, wenn sie komische Zeichen machen oder mit der Eckfahne tanzen… Dann rutschen die Spieler auch in den unteren Ligen oder den Jugendklassen über den Rasen, wenn sie ein Tor geschossen haben. Das ist schon ein bisschen Fixierung auf sich selbst und widerspricht teilweise dem Mannschaftsgedanken. Wenn ich mich an Gerd Müller erinnere: Der hat drei Schritte gemacht, hat einmal die Faust nach oben gehoben und nochmal drei Schritte gemacht. Das sind Entwicklungen, die man nicht zurückdrehen kann, aber man muss sie nicht gut finden.

Wichtig ist, dass sich die Vorbilder ihrer Rolle auch bewusst sind.

Heiner Brand

Was kann der Handball vom Fußball lernen?
Den Aufbau eines professionellen Umfelds, die Pressearbeit, die wirtschaftliche Arbeit. Dazu ist der Fußball – wenn wir die Handspielregel rausnehmen – vom Regelwerk her ein einfacher Sport für den Zuschauer. Im Handball hat man selbst unter Kennern oft unterschiedliche Meinungen, weil auf engem Raum sehr viel im hohen Tempo passiert.
Und was kann der Fußball vom Handball lernen?
Sicherlich das Verhalten der Spieler, wie sie miteinander umgehen. Beim Handball tut man sich bei der hohen Intensität auch mal weh, geht aber vernünftig miteinander um, klatscht ab und spielt weiter. Man gesteht sich auch ein, wenn man Foul gespielt hat, es gibt nicht so viele Diskussionen wie im Fußball oder Rudelbildungen.
Wann haben Sie Fußball zum ersten Mal bewusst verfolgt?
Als ich jung war, gab es noch nicht in jedem Haushalt Fernsehen. 1960 habe ich das Endspiel im Europapokal der Landesmeister gesehen, ein 7:3 von Real Madrid gegen Eintracht Frankfurt. Später habe ich bei meinem Patenonkel geschaut, der hatte Fernsehen. Aber wirklich bewusst habe ich es 1966 verfolgt, seitdem war ich auch ein großer Fan von Franz Beckenbauer.
Was hat Sie an Franz Beckenbauer so fasziniert?
Ich darf es nicht erzählen, wenn ich beim FC im Stadion bin, aber durch Franz Beckenbauer habe ich neben Köln auch immer den Bayern die Daumen gedrückt. Wie er mit dem Ball umging, unglaublich. Wenn der Ball aus zehn Metern Höhe runterkam, blieb er bei ihm trotzdem am Fuß liegen. Er strahlte eine faszinierende Leichtigkeit aus. Ich durfte ihn später auch bei verschiedenen Anlässen treffen und war auch von seiner Persönlichkeit sehr eingenommen.
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Und wann war Ihr erster Kontakt zum FC?
Zu meiner Zeit als Bundesliga-Spieler wurde bei Anlässen wie Halleneinweihungen auch mal Fußball gespielt und auch FC-Spieler waren anwesend. Das war dann die Generation Wolfgang Overath oder Bernd Cullmann. Darüber hinaus war man hier in Gummersbach durch die Zeitungen immer nah dran am FC. Jahrelang konnte ich die Mannschaft der ersten Meisterschaft in der Bundesliga auswendig runterbeten. Später war ich auch häufiger im Stadion. In letzter Zeit weniger, aber das werde ich wieder intensivieren.
Gab es, ähnlich wie es Beckenbauer übergeordnet war, auch beim FC einen besonderen Spieler für Sie?
Ich hatte großen Respekt vor Wolfgang Overath oder Heinz Flohe. Wenn ich überlege, welche Rolle Overath bei Weltmeisterschaften gespielt hat. Wolfgang Weber war ein Kämpfer, Bernd Cullmann, Hans Schäfer darf man nicht vergessen. Auch wenn er eigentlich eine Generation vor mir war und zwei Jahre nach meiner Geburt Weltmeister wurde. Aber sein Auftreten war immer beeindruckend. Später noch Toni Schumacher, Pierre Littbarski, Thomas Häßler. Der FC hatte immer überragende Fußballer, die im Augenblick hoffentlich wieder heranwachsen.
Wissen Sie, wann Sie das erste Mal beim FC im Stadion waren?
Das erste Mal weiß ich nicht mehr, aber an ein Spiel kann ich mich gut erinnern, das Pokalendspiel 1973 gegen Gladbach. Ein faszinierendes Spiel. Ich stand da und war begeistert von beiden Seiten. Leider hat der Netzer den Ball dann nicht richtig getroffen und ihn dadurch in den Winkel gehauen, da konnte man nichts machen.
Was macht den FC besonders für Sie?
Wenn man beim FC ins Stadion geht, die Hymne vor dem Spiel, das ist jedes Mal wieder eine Gänsehaut-Atmosphäre. Die Stimmung nennen auch die gegnerischen Spieler oft als Faktor in Köln.
Als Trainer waren Sie immer sehr emotional. Wie kann man sich Sie als Fan auf der Tribüne vorstellen?
Beim Handball bin ich etwas näher dran, da stehe ich auch mal auf und ärgere mich. Beim Fußball würde ich über ein Foul dann eher mit meinem Nachbarn diskutieren. Wenn ein Tor fällt, bin ich aber natürlich emotional.
Waren in Gummersbach zu Ihrer Zeit viele FC-Fans oder hatten Sie auch eine andere Wahl?
In Gummersbach sind wir ohnehin sehr auf Köln fixiert, gehen dort mal ins Theater oder ins Brauhaus. Auch für mich war Köln immer der Bezugspunkt, deshalb gab es für mich nichts anderes. Hier in der Gegend gibt es auch Dortmunder und Schalker, das kommt dann mehr aus dem Sauerland. Aber aus meinem Bekannten- und Freundeskreis sind alle in Richtung Köln und FC unterwegs.
Das spricht für Ihren Bekannten- und Freundeskreis. Der FC war im Fußball zu Beginn der Bundesliga Vorreiter und der Konkurrenz voraus. Ähnlich war es beim VfL Gummersbach im Handball. Inzwischen haben andere Clubs aufgeholt oder überholt. Kann man diese Parallele zwischen den Vereinen ziehen?
Wenn man es so sieht, gibt es diese Parallele. Beim FC gab es Franz Kremer, einen Mann, der vorausschauend gearbeitet hat. In Gummersbach hatten wir Eugen Haas, der seiner Zeit als Manager voraus war. Wir haben professioneller gearbeitet als die anderen, sind zum Beispiel schon einen Tag vor den Spielen angereist.
Zum Abschluss: Was wünschen Sie dem FC, dem Fußball und dem Handball für die Zukunft?
Dem FC, dass er sich in der Liga etabliert. Aufgrund seiner Strahlkraft, seiner Rolle in der Öffentlichkeit, sollte man auf Dauer ein fester Bestandteil der Bundesliga sein. Als Außenstehender finde ich, dass Thomas Kessler einen guten Eindruck macht. Was er sagt, ist fundiert, und ich hoffe, dass er sich auf Dauer etabliert. Dem deutschen Fußball allgemein wünsche ich Erfolge für die Nationalmannschaft. Das ist immer wichtig, weil sich daraus Spielerpersönlichkeiten entwickeln, die für die Sportart gut sind. Dasselbe wünsche ich dem Handball. Die Popularität der Sportarten neben dem Fußball ist in erster Linie von den Erfolgen der Nationalmannschaft abhängig. Wenn diese erfolgreich ist, entstehen Vorbilder, dann entsteht Begeisterung bei den Zuschauern. In Gummersbach hoffe ich, dass sie auf dem Weg, den sie zuletzt gegangen sind, weitermachen und das bestätigen können. Sie sind auf einem guten Weg und ich hoffe, dass die Begeisterung in der Stadt weiter anhält.
Das Interview mit Heiner Brand ist zuerst im aktuellen GeißbockEcho (Ausgabe 4, Saison 2025/26) erschienen. In der gedruckten und digitalen Ausgabe findet Ihr viele weitere Hintergrundgeschichten und exklusive Interviews.

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