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„Fußball verbindet“: Kölner WM-Erlebnisse

19.07.2026
1990 war er zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft, in Italien. Beim Turnier, an dessen Ende sich die deutsche Nationalmannschaft unter Teamchef Franz Beckenbauer zum Weltmeister krönte. Kein schlechter Anfang für eine Weltmeisterschafts-Laufbahn auf den Tribünen dieser Welt. Seit seiner ersten WM hat Jörg Alvermann, Vizepräsident des 1. FC Köln, fast jede WM vor Ort besucht. „So lassen sich die Leidenschaft für den Fußball und das Reisen perfekt verbinden“, sagt er. Er hat eine private Freundesgruppe, die in stetig verändernden Zusammenstellungen zu den Turnieren reist. „Ein paar haben immer Zeit“, sagt Alvermann. 2014 war er beim Endspiel in Rio de Janeiro im Stadion dabei, als Lukas Podolski und Co. den WM-Titel holten.
Auch in diesem Jahr war er wieder bei der WM, diesmal zu Beginn in einer Kölner Gruppe „mit 100 Prozent FC-Anteil“. Los ging die Reise in Toronto, wo sie das zweite Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen die Elfenbeinküste besuchten. Über die Niagara-Fälle ging es weiter nach New York, wo das Spiel gegen Ecuador ausgetragen wurde. Dritter Zielort war Boston, wo die DFB-Auswahl enttäuschend schon im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus dem Turnier ausgeschieden ist. In New York und Boston besuchte er die Spiele auch gemeinsam mit FC-Präsident Jörn Stobbe, der mit seiner Ehefrau ebenfalls privat zur WM gereist war.

Besonderer Austausch bei Weltmeisterschaften

Die Stimmung vor Ort stuft Alvermann als „gut“ ein. Die Städte, die er besuchte, sind aber ohnehin attraktive Reiseziele. Entsprechend waren auch jeweils viele Fans aus anderen Nationen vor Ort. In Boston waren wenige Tage zuvor die Schotten, die „Boston leer getrunken hatten“, wie Alvermann mit einem Schmunzeln sagt. Wie schon bei der EM 2024 in Köln hätten die Schotten auch dieses Mal wieder für positive Stimmung und Party gesorgt.
Es sind solche Momente, die Alvermann bei Weltmeisterschaften besonders in Erinnerung bleiben - der Austausch unter den Fans und zwischen den verschiedenen Nationen. „Alle tragen Trikots – das ist ein erster Eisbrecher und man kommt automatisch in den Austausch“, berichtet er. In einer Bar in New York traf die Kölner Gruppe auf Fans im Ecuador-Trikot. Noch in der Bar folgte ein Trikottausch. Nach vielen Weltmeisterschaften stellt Alvermann fest: „Fußball verbindet.“
In den Stadien sei die Stimmung bei den deutschen Spielen etwas gedämpfter gewesen als bei anderen Turnieren. Das mag einerseits an der sportlichen Performance liegen, doch auch die Ticket- und Gesamtpreise für eine Weltmeisterschaft liegen inzwischen in Bereichen, die sich viele schlicht nicht mehr leisten können. Die Einheimischen hätten das Turnier interessiert verfolgt, man habe aber auch gemerkt, dass viele mit dem Fußball nicht so vertraut sind, sagt Alvermann. „Sie haben die Spiele geschaut, wie sie es auch bei anderen Sportarten machen. Positiv, aber zwischendurch auch mal etwas zu essen oder trinken holen.“

Frühes Aus - doch nach der WM ist vor der WM

Die Stadien, in denen normalerweise Football oder Baseball gespielt wird, haben Alvermann beeindruckt. Die meisten Plätze nicht überdacht, oft drei Ränge. In New Jersey passen mehr als 80.000 Zuschauer ins Stadion.
Gerne hätte Alvermann seine Reise fortgesetzt, zum Achtelfinale gegen Frankreich wäre er gereist, bei einem möglichen Halbfinale oder Finale wäre er auch dabei gewesen. Doch die DFB-Auswahl spielte nicht mit. „Das wieder frühe Aus hat natürlich geschmerzt. Man kann unglücklich bei einem Turnier ausscheiden, aber die ganze Art und Weise war sehr enttäuschend“, sagt Alvermann. Und so ging es für ihn wie für die Nationalmannschaft nach dem Sechzehntelfinale wieder zurück nach Deutschland. Doch das nächste Turnier kommt bestimmt, denn nach der WM ist vor der WM…
Das WM-Finale noch nicht getippt? Hier geht's zum WM-Tippspiel in der FC-App:

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