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Gegnercheck: Youngster bei Borussia im Fokus
Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) trifft der 1. FC Köln im rheinischen Derby auf Borussia Mönchengladbach. Die ewigen Rivalen sind auch in diesem Jahr wieder direkte Konkurrenten und kämpfen gerade um den Verbleib in der Beletage. Vor dem Duell nimmt fc.de die Fohlen genauer unter die Lupe.
Die Lage in Mönchengladbach
Dank zweier Heimsiege in Serie verschaffte sich die Borussia zuletzt etwas Luft im Abstiegskampf und steht aktuell drei Zähler vor dem FC. Bereits am vergangenen Spieltag stand für die Gladbacher ein Sechs-Punkte-Spiel an, das man mit 2:0 gegen den FC St. Pauli für sich entschied. „Der Sieg ist extrem wichtig für uns, denn wir hatten uns viel vorgenommen und haben dem Druck standgehalten“, sagte ein sichtlich erleichterter Nico Elvedi im Anschluss an die Partie.
Ein herrlicher Freistoßtreffer von Kevin Stöger brachte die Fohlen auf die Siegerstraße. „Wir haben schon vor dem Spiel gesagt, dass eine Standardsituation ein Dosenöffner sein kann, sind aber eher von Ecken oder Freistoßflanken ausgegangen. Dass Kevin Stöger das dann so interpretiert, ist natürlich gut für uns“, sagte Cheftrainer Eugen Polanski und ergänzte: „Wir wollen diese Stimmung nun mit in die Derbywoche nehmen.“ Dort wartet allerdings ein Auswärtsspiel, bei denen sich die Borussia zuletzt schwertat. Seit Rückrundenstart sammelte die Polanski-Elf erst zwei Zähler in der Fremde.
Die bisherige Saison in Zahlen
Die Bilanz: 7 Siege – 7 Unentschieden – 12 Niederlagen
Tabellenplatz: 12
Torverhältnis: 30:43
Höchster Sieg: 4:0 auf St. Pauli (9. Spieltag) und gegen Augsburg (16. Spieltag)
Höchste Niederlage: 1:5 in Hoffenheim (17. Spieltag)
Beste Scorer: Haris Tabakovic, 13 Scorerpunkte (11 Tore, zwei Vorlagen)

Spieler im Fokus
Auch die Borussia hat einen Shootingstar in ihren Reihen. Der 17-jährige Wael Mohya hat sich in den vergangenen Wochen in der Offensive des VfL festgespielt. Nach dem Gewinn der U17-Meisterschaft durfte sich der trickreiche Angreifer seit Saisonbeginn bei den Profis beweisen. Er nutzte seine Chance und gab am 14. Spieltag gegen Wolfsburg sein Debüt. „Es war ein ganz besonderer Moment, der mich mit Stolz erfüllt hat. Meine Familie war im Stadion und somit live dabei. Ich bin sehr denkbar für das Vertrauen des Trainers“, sagte er damals nach Abpfiff.
Beim 1:0-Erfolg gegen Union Berlin vor drei Wochen wurde er erstmals für die Startelf nominiert. Sechs Tage später erzielte er in München sein erstes Tor. „Der Junge macht einfach Spaß. Im Training und heute wieder. Er zeigt Entwicklungsschritte und hat vergangene Woche gut gespielt. Er tut der Mannschaft gut“, lobte Eugen Polanski seinen Youngster. Nach einem weiteren Startelfeinsatz gegen St. Pauli wäre es nicht überraschend, wenn Mohya auch am Samstag wieder beginnen darf.
Das Personal
Rocco Reitz, dessen Wechsel nach Leipzig jüngst bekannt gemacht wurde, steht nach der abgelaufenen Sperre wieder zur Verfügung. Auch Marvin Friedrich hat sich nach muskulären Problemen pünktlich wieder fit gemeldet. Das Derby verpassen werden dafür Tim Kleindienst (Knieverletzung), Robin Hack (Muskelfaserriss) und Ersatztorwart Jan Olschowsky.
So blickt Gladbach auf den FC
„Das Spiel ist genauso wichtig, wie jedes andere Bundesligaspiel. Trotzdem ist mir die Bedeutung der Partie bewusst“, sagte Polanski auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Die Borussia möchte auf die beiden Heimsiege aufbauen und hat einen klaren Plan. „Wir müssen bereit sein. Die Atmosphäre wird besonders sein. Die Mannschaft weiß, was wir vorhaben. Ich habe das Gefühl, dass wir gerade da sind. Egal, was auch kommt.“ Gladbachs Sportchef Rouven Schröder erwartet ebenfalls eine enge Partie: „Das Spiel wird auf Augenhöhe sein. Es wird sicher emotional, du merkst das Kribbeln.“
