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Leopold Querfeld: „Eine Saison mit Höhen und Tiefen“

30.4.2026

Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) kommt es zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FC Union Berlin zum Duell der Tabellennachbarn. Im Interview mit fc.de spricht Unions Verteidiger Leopold Querfeld über das wichtige Spiel im Abstiegskampf, die Köpenicker Saison und die neue Cheftrainerin Marie-Louise Eta.

Hallo Leopold, am Wochenende kommt es zum Duell der Tabellennachbarn. Wie ordnest Du Eure Situation aktuell ein?

Leopold Querfeld: Wir wissen ganz genau, wo wir stehen. Wir sind nicht tief reingerutscht, aber wir haben uns durch die letzten Wochen auch nicht entscheidend absetzen können. Die Tabelle lügt nicht: es bleibt weiter eng und wir brauchen weiter Punkte. Trotzdem: Wir haben Qualität und wir haben schon oft gezeigt, dass wir als Einheit Spiele gewinnen können. Das wird auch der Ansatz für Samstag sein.

Wirklich tief im Abstiegskampf habt Ihr über die Saison nie gesteckt. Trotzdem seid Ihr noch nicht final gerettet. Wie blickst Du insgesamt auf Eure Spielzeit?

Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Wir hatten Phasen, in denen wir unsere Union-DNA richtig gut auf den Platz gebracht haben, wo wir kompakt, eklig, effizient waren. Und dann gab es Spiele, in denen wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben. Aber wir waren nie ein klarer Abstiegskandidat, auch wenn das manche vor der Saison so gesehen haben. Jetzt gilt es den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen.

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Ihr habt in Marie-Louise Eta seit wenigen Wochen eine neue Cheftrainerin. Wie ist die Arbeit unter Ihr?

Sehr klar, sehr strukturiert. Sie bringt eine gewisse Ruhe rein, aber gleichzeitig achtet sie auf viele Details. Ihre Ansprache ist präzise, sie hat einen klaren Plan und wir ziehen da voll mit. Für uns Spieler ist entscheidend, dass wir Vertrauen in die Trainerin haben und das ist absolut der Fall.

Die Verpflichtung hat hohe Wellen geschlagen – nicht nur in Fußball-Deutschland. Wie geht Ihr damit als Mannschaft um?

Natürlich war das medial ein großes Thema. Aber intern ist das schnell zur Normalität geworden. Wir bewerten Trainerinnen und Trainer nach ihrer Arbeit und nicht danach, ob etwas „ungewöhnlich“ wirkt. Wir sind Profis, wir wollen erfolgreich sein und wir stehen als Mannschaft voll hinter ihr.

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In den ersten beiden Spielen seit dem Trainerwechsel konntet Ihr noch nicht punkten, obwohl Ihr vor allem gegen Wolfsburg ein gutes Spiel gemacht habt. Was hat Euch in den Spielen gefehlt?

Insbesondere gegen Wolfsburg und auch in Leipzig waren wir teilweise richtig gut im Spiel, aber wir haben uns nicht belohnt. Kleine Fehler werden in der Bundesliga sofort bestraft. Wir müssen konsequenter verteidigen und vorne unsere Chancen nutzen.

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Jetzt kommt der FC. Worauf stellt Ihr Euch ein? Was sind die Kölner Stärken?

Köln ist eine Mannschaft, die intensiv presst, ähnlich wie wir viele zweite Bälle sucht und über Emotionalität kommt. Sie stehen direkt hinter uns, also wird das ein Spiel, in dem es um jeden Meter geht. Wir müssen geduldig bleiben, aber gleichzeitig mutig nach vorne spielen.

Das Hinspiel war lange sehr ausgeglichen. Am Ende konntet Ihr die Partie durch ein spätes Tor aber noch gewinnen. Erwartest Du ein ähnlich enges Spiel mit vielen Zweikämpfen?

Ja, absolut. Das Hinspiel war lange offen und wir haben es durch den Treffer von András spät für uns entschieden. Solche Spiele entscheiden sich ja oft über Kleinigkeiten, daher rechne ich wieder mit einem sehr physischen Duell.

Der FC hat in der Bundesliga noch nie in Köpenick gewonnen. Warum ist es so schwierig, an der Alten Försterei zu gewinnen?

Weil unser Stadion etwas Besonderes ist. Die Fans tragen uns, sie pushen uns in jeder Aktion. Für Gegner ist es unangenehm, hier zu spielen, weil die Atmosphäre, die Nähe zum Platz, die Energie, die hier entsteht, uns antreibt. Am Samstag wollen wir mit einer guten Leistung und drei Punkten den Fans auch wieder etwas zurückgeben.