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Özkacar: „Das beste Tor, das ich miterleben durfte“
Seine Reaktion ging um die Welt. Als Ragnar Ache seinen Fallrückzieher perfekt im Tor unterbrachte, konnte es Cenk Özkacar nicht glauben. Der Verteidiger schlug die Hände über dem Kopf zusammen, was von den Kameras eingefangen wurde und sich im Netz schnell verbreitete. Im Interview mit fc.de sprach der 25-Jährige über die Szene, seine Identifikation mit dem FC und die Stimmung in der Mannschaft vor dem letzten Saisondrittel.
Cenk, Deine Reaktion nach Ragys Fallrückzieher ging viral. Was hast Du Dir in dem Moment gedacht?
Cenk Özkacar: Meine Reaktion war einfach natürlich. Ich stand direkt hinter Ragy und hatte den perfekten Winkel auf sein Tor. Selbst als ich zuhause war, konnte ich es noch nicht fassen. Das war mit Sicherheit das beste Tor, das ich je auf dem Platz miterleben durfte. Meine Reaktion war auch gut, aber das Tor war noch ein bisschen besser (lacht).
Wurdest Du später auf das Video Deiner Reaktion angesprochen?
Direkt nach Abpfiff habe ich zu Ragy gesagt, dass meine Reaktion überall im Internet landen wird, wenn sie gefilmt wurde. Als ich dann in die Kabine kam, hatte mir meine Frau das Video schon längst geschickt. Ich habe es Ragy sofort gezeigt. Es war wirklich sehr lustig.

Du bist ein emotionaler Typ. Wie ist es für Dich, im RheinEnergieSTADION zu spielen?
Aus dem Support der Fans ziehe ich persönlich viel Kraft. Ich freue mich auf jedes Heimspiel. Das sind Highlights.
Du sagst „Heimspiel“ und nicht „home game“. Wie funktioniert es insgesamt mit dem Deutschsprechen?
Ich kann schon so einiges, aber muss mich noch weiter verbessern. Ehrlicherweise ist die Sprache nicht gerade leicht als Anfänger (lacht). Ich lerne aber weiter, auch um Deutschland und dem FC Respekt zu erweisen. Wir dürfen hier spielen, dann sollten wir auch die Sprache lernen.
Auf Instagram postest du oft auf Deutsch oder sogar auf Kölsch. Hast Du Dich schnell mit dem FC identifizieren können?
Auf jeden Fall, ich fühle mich sehr wohl. Durch die Nachrichten auf Deutsch möchte ich das ein Stück weit zeigen. Ich habe das Glück, dass einer meiner besten Freunde schon seit 20 Jahren in Köln wohnt. Er hat mir auch erklärt, dass es nochmal einen Unterschied zwischen Deutsch und Kölsch gibt. Er hilft mir bei den Texten, das ist besser als mit der KI (lacht).

Du standest die letzten vier Spiele alle in der Startelf. Kann man sagen, dass Du jetzt richtig angekommen bist?
Ich bin sehr glücklich, dass ich die letzten Spiele so viel auf dem Platz stand. Nicht für mich persönlich, sondern weil ich dem Team helfen konnte. Es hilft mir natürlich, auf dem Platz zu stehen. Ich merke, dass ich selbstbewusster werde und hoffe, dass ich mich durch meine harte Arbeit für weitere Einsätze empfehlen kann.
Worauf kommt es für einen Innenverteidiger in der Bundesliga an und unterscheidet sich das zum Spiel in Spanien?
Die Bundesliga ist eine besondere Liga. Es geht sehr physisch zu, die Intensität ist in jedem Spiel hoch. Als Innenverteidiger musst du in jedem Moment bereit sein, um im Eins-gegen-Eins verteidigen zu können. In anderen Ligen stehst du häufig kompakt hinten drin, das funktioniert in der Bundesliga nicht. Du musst dich auch aus deinem Radius bewegen und den Gegenspielern folgen. Wenn es sein muss, bis in die Kabine (lacht).

Wie beurteilst Du Eure Situation vor den letzten elf Spielen der Saison?
Eine Sache ist für uns immer klar: Wir kämpfen in jedem Spiel mit allem, was wir haben, für unser Ziel. Deshalb glaube ich auch, dass wir die letzten elf Spiele erfolgreich bestreiten werden. Jetzt geht es um alles, darauf sind wir vorbereitet.
Wie ist die Stimmung in der Mannschaft vor den entscheidenden Wochen?
Wir haben eine sehr gute Atmosphäre in der Mannschaft, sowohl auf als auch neben dem Platz. Jedem ist unsere Situation in der Liga bewusst, auch wenn sich das Tabellenbild je nach Sieg oder Niederlage schnell verändert. Wir haben einen guten Mix – wir sind nicht entspannt, aber machen uns auch keinen Druck. Die Balance ist sehr wichtig, nicht nur im Sport, sondern auch im Leben. Wir wissen, dass die entscheidenden Spiele jetzt anstehen, fürchten uns vor der Aufgabe jedoch nicht. Wir kennen unsere Stärken und werden erfolgreich sein.
