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Stiftungsprojekt in der JVA beeindruckt Bundesjustizministerin
24.07.2026
Zwei Mannschaften, zwei völlig unterschiedliche Lebensrealitäten und doch ein gemeinsames Ziel: miteinander Sport treiben. Auf Initiative der FC-Stiftung trafen am Dienstag (14. Juli 2026) das Inklusionsteam des FC Germania Zündorf und eine ausgewählte Gruppe von Inhaftierten der JVA Ossendorf aufeinander. Im Mittelpunkt standen dabei aber nicht Tore oder der Wettbewerb, viel mehr ging es um Begegnung, Austausch und gegenseitiges Verständnis.
Angeleitet wurde das Sportprogramm von Übungsleiter Timo Grust von der FC-Stiftung. Mit abwechslungsreichen Spielen und Übungen gelang es ihm, beide Gruppen schnell ins Gespräch und in Bewegung zu bringen. „Es kommt darauf an, aufeinander zuzugehen, sich miteinander zu beschäftigen und zu kommunizieren“, erklärte Grust. „Ich glaube, dass sie sich gegenseitig gut ergänzen.“

Nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die Gäste in der JVA zeigten sich begeistert von dem Projekt. FC-Geschäftsführer Philipp Türoff, der die Einheit gemeinsam mit Vizepräsident und Stiftungsvorstand Jörg Alvermann besuchte, bezeichnete den Nachmittag als „augenöffnendes Erlebnis“. Ebenfalls vor Ort waren die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, die sich zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Sanae Abdi und Staatssekretärin Dr. Daniela Bruckner ein Bild von dem Resozialisierungsprojekt machte. Hubig war vor allem vom offenen Miteinander und respektvollen Umgang beider Gruppen beeindruckt.

Das Begegnungsformat in der JVA Ossendorf ist Teil des Resozialisierungsprojekts der FC-Stiftung und wurde bereits mehrfach gemeinsam mit der JVA Ossendorf umgesetzt. Ziel ist es, Menschen aus der FC-Familie mit unterschiedlichen Lebenswelten in Kontakt zu bringen, Vorurteile abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Sport als Weg zurück in die Gesellschaft
„Mit unserem Projekt wollen wir als FC-Stiftung Brücken bauen und Begegnungen schaffen. Dadurch möchten wir auch den Weg in die Resozialisierung erleichtern und den Inhaftierten neue Perspektiven aufzeigen“, erklärte Jörg Alvermann.
Künftig sollen Initiativen wie diese durch ein regelmäßiges Sportangebot für Inhaftierte in der JVA ergänzt werden. Eine übungsleitende Person der FC-Stiftung wird in die JVA kommen und verschiedene Bewegungsangebote durchführen. Sport bietet den Inhaftierten nicht nur Abwechslung im Gefängnisalltag, sondern fördert auch die Gemeinschaft und eröffnet neue Perspektiven. Im besten Falle werden langfristig Möglichkeiten geschaffen, nach der Haft wieder Anschluss an Sportvereine und Gemeinschaften zu finden, was ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Resozialisierung ist.















