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Türoff: „Arbeiten an den Dingen, die wir beeinflussen können“
11.06.2026
Am Donnerstag sollte eigentlich ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster in der Thematik Geißbockheim-Ausbau und Gleueler Wiese fallen. Doch daraus wurde nichts, der Gerichtstermin wurde am Mittwochabend kurzfristig abgesagt. Der Grund war eine Stellungnahme der Bürgerinitiative „Grüngürtel für alle“ und des Landesverbands NRW des BUND („ Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland “). Dies erfordere „weitere Aufklärung“, so das OVG Münster in einer Mitteilung.
„Damit haben wir – vor allem so kurzfristig – überhaupt nicht gerechnet. Wenn so etwas kurz vor einem solchen Termin passiert, hat es für mich schon ein Gschmäckle. Aber rechtlich ist das in Ordnung“, sagte Philipp Türoff, Sprecher der FC-Geschäftsführung, am Donnerstag. „Gegen einen verschobenen Termin können wir nicht viel machen. Vor Gericht und auf hoher See kann einem vieles passieren.“
Es mache einen „fassungslos, wie so ein wichtiges Thema, das für eine Organisation so viel Relevanz für das Alltägliche und die Zukunft hat, in einer Millionenstadt Deutschlands immer wieder solche Wendungen nehmen kann.“ Nach einer Nacht darüber schlafen, ordnete Türoff den Sachverhalt dann sachlich ein. „Nach der ersten, durchaus emotionalen Reaktion muss man sagen, dass es nur ein weiterer Schritt in einer rechtlich nun schon sehr lange andauernden Hängepartie ist. Es muss und wird weitergehen, wir werden mit der Situation umgehen.“
Türoff: Daran wird weiter gearbeitet
Bei dem Urteil gehe es um „unternehmerisch relevante, um nicht zu sagen existenzielle Fragen. Wenn solche Fragen derartig verzögert werden, irritiert mich das schon“, sagte Türoff. Eine neue Terminfindung werde nun voraussichtlich wieder Monate dauern. Doch das bedeutet beim 1. FC Köln nun keinesfalls Stillstand. Im Gegenteil: „Wir haben den Kurs, dass wir an den Dingen arbeiten, die wir beeinflussen können“, betonte Türoff, und fügte mit Blick nach vorne hinzu: „Das gilt zum Beispiel im Hinblick auf den Bau des Leistungszentrums, wo uns Pachtverträge und Baugenehmigungen vorliegen.“ Des Weiteren sei auch immer weiter an Lösungen mit sogenannten Satellitenplätzen gearbeitet worden, also Fußballplätzen in der Nähe des Geißbockheims, auf die Teams für das Training ausweichen können. Da der juristische Weg auf der Gleueler Wiese nun erneut auf unbestimmte Zeit blockiert sei erwarte der FC, dass bei den politischen Zusagen in Bezug auf Satellitenplatz-Lösungen nun endlich auch sichtbare Ergebnisse folgen.
Türoff unterstrich: „Nichts von dem, woran wir hier aktuell konkret arbeiten, kann jetzt aufgrund des verschobenen Urteils pausieren. Wir müssen gucken, dass wir weiter vorankommen. Wir arbeiten hier Tag für Tag, um den 1. FC Köln besser zu machen.“ Schließlich gilt es, kurz-, mittel- und langfristige Lösungen zu finden, damit die FC-Teams, darunter die Nachwuchsteams sowie der aufstrebende Frauen- und Mädchenfußball, gute Bedingungen haben. Und so fasste Türoff am Ende noch einmal treffend zusammen: „Der 1. FC Köln will nicht einen Rechtsstreit gewinnen, der 1. FC Köln möchte einfach Fußball spielen.“















