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U19-Finale vor Augen: Stapelmann und Kotya-Fofana im Interview

30.5.2026

Seit zwei Jahren bilden sie gemeinsam die Innenverteidigung der FC-U19. Luis Stapelmann und Assad Kotya-Fofana sind das, was man im Sportjargon zwei Schränke nennt. Beide messen über 1,90 Meter, haben im letzten Jahr bereits die Deutsche Meisterschaft gewonnen und können am Sonntag im Finale den Titel verteidigen. Im Interview mit fc.de sprechen die Verteidiger über das anstehende Endspiel, die Gründe des Erfolgs und Trainer Stefan Ruthenbeck.

Hallo Jungs, das Finale steht kurz bevor. Merkt man so langsam, dass ein besonderes Spiel ansteht?

Luis Stapelmann: Bei mir ist es eher das Gegenteil. Ich bin nicht so aufgeregt wie beim letzten Mal, weil wir in diesem Jahr schon einige große Spiele mit vielen Zuschauern absolviert haben.

Assad Kotya-Fofana: Bei mir ist es ähnlich. Ich freue mich eher auf das Spiel. Wir haben so ein Finale schon gespielt, deswegen weiß man in etwa, was einen erwartet.

Kann Eure Erfahrung aus dem letzten Jahr ein Vorteil sein?

Stapelmann: Im letzten Jahr war zwar nur ein Teil der Mannschaft schon dabei, trotzdem würde ich sagen, dass es nur ein Vorteil sein kann. In der Youth League haben wir auch schon vor vielen Zuschauen gespielt.

Hoffenheim wird Euer Gegner sein. Auf was müsst Ihr Euch einstellen?

Stapelmann: Eine sehr ballbesitzstarke Mannschaft. In der Analyse haben wir gesehen, dass sie sehr gut kombinieren können.

Kotya-Fofana: Dazu können sie auch über Standards immer wieder gefährlich werden. Da müssen wir aufpassen.

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Es werden Euch wieder viele FC-Fans begleiten. Wie wichtig ist der Support für Euch?

Kotya-Fofana: Der Support ist sehr wichtig, zuhause wie auswärts. Es werden sicher auch ein paar Hoffenheimer im Stadion sein, da wird uns der Auswärtsblock nur helfen.

Stapelmann: Das pusht uns extrem. Wenn viele Fans da sind, macht es einfach mehr Bock. Gerade die Auswärtsspiele in der Youth League waren schon sehr besonders. Das Spiel in Luxemburg war krass, weil wir nicht erwartet haben, dass uns so viele Fans begleiten.

Meisterschaft, Youth League, jetzt wieder im Finale. Könnt Ihr das alles realisieren?

Stapelmann: Gerade folgt ein Highlight auf das nächste. Ich glaube, das realisiert man erst in der Sommerpause so richtig. Dann findet man die Zeit, die ganzen Highlights Revue passieren zu lassen.

Geht Ihr als Titelverteidiger ein Stück weit entspannter in die K.O.-Spiele, weil Ihr das alles schon erlebt hat?

Kotya-Fofana: Ich würde nicht entspannter sagen. Wir sind genauso angespannt und haben immer noch das Feuer aus dem letzten Jahr. Gerade jetzt im Finale. Die Vorfreude ist immer noch extrem groß, auch wenn man so ein Spiel schon gespielt hat.

In welchen Punkten seid Ihr nochmal stärker als in der letzten Saison?

Stapelmann: Definitiv in der Defensive. In der Rückrunde haben wir deutschlandweit die wenigsten Gegentore bekommen. In der letzten Saison standen wir hinten nicht so stabil.

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Warum tun sich die Gegner so schwer gegen Euch?

Kotya-Fofana: Wir sind eingespielt, unsere ganze Abwehrreihe spielt seit fast zwei Jahren zusammen. Dazu verstehen wir uns sehr gut. Dadurch können wir auch auf dem Platz gut miteinander kommunizieren. Da ist es auch in Ordnung, wenn es mal lauter wird.

Wer schreit von Euch häufiger auf dem Feld?

Kotya-Fofana: Also… (lacht und schaut zu Stapelmann)

Stapelmann: Ja gut, das bin schon ich (lacht).

Gibt es eine Eigenschaft von Assad, die Du gerne hättest, Luis?

Stapelmann: Er ist natürlich riesig (lacht). Außerdem hat Assado einen extrem abgezockten Aufbau und seine Ruhe am Ball ist überragend.

Wie sieht es bei Dir aus, Assad?

Kotya-Fofana: Auf jeden Fall seine Robustheit. Sein Kopfballspiel ist auch brutal. Wenn man im Spiel neben ihm steht, ist das schon beeindruckend.

Wie eng seid Ihr insgesamt im Team?

Kotya-Fofana: Am Anfang einer Saison ist man schon eher in Gruppen, die älteren und jüngeren Jahrgänge sind dann häufiger unter sich. Im Laufe der Saison lernt man sich besser kennen. Seit der Hauptrunde sind wir sehr eng. Dieser Zusammenhalt macht uns gerade nochmal stärker.

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Ihr spielt auch schon länger unter Trainer Stefan Ruthenbeck. Wie ist es, unter ihm zu spielen?

Stapelmann: Er ist ein besonderer und korrekter Trainer, man will ihn einfach nicht enttäuschen. Gemeinsam haben wir in den letzten zweieinhalb Jahren sehr viel erlebt, dadurch ist er mehr als einfach nur ein Trainer für mich. Man merkt, dass er ein Teil der Mannschaft ist und mit uns fightet.

Von außen kommt er wie eine Vaterfigur rüber.

Kotya-Fofana: In schweren Momenten kann er auch wie ein Papa sein, das stimmt. Er weiß aber auch, was seine Aufgabe ist. Er findet eine sehr gute Mischung aus allem.

Warum ist er als U19-Trainer so erfolgreich?

Stapelmann: Er ist ein Menschenfänger. Er weiß genau, was er zu dir sagen muss, damit du noch einen Tick mehr Gas gibst als ohnehin schon. Dazu kommen sein großes Fußballverständnis und sein Auge für die Details. Im zweiten Jahr sieht man, wie er jeden Einzelnen von uns besser gemacht hat.

Wenn Ihr an Sonntag denkt, auf was freut Ihr Euch am meisten?

Kotya-Fofana: Auf das Spiel, das große Stadion und die Atmosphäre.

Stapelmann: Und hoffentlich auf den Titel!