
El-Faouzi im Gegnerinterview: „Das ist die Basis“
22.10.2026
Soufiane El-Faouzi ist in den vergangenen Jahren immer eine Liga höher gestiegen. Vor eineinhalb Jahren noch für Alemannia Aachen in der 3. Liga am Ball, schaffte er im Sommer mit dem FC Schalke 04 den Aufstieg und erfüllte sich dadurch den Traum von der Bundesliga. Im Gegnerinterview spricht der Mittelfeldspieler über seinen Weg, über den Schalker Saisonstart, Trainer Miron Muslic und seinen Blick auf den FC.
Soufiane, sechs Spiele der neuen Saison sind gespielt. Wie bewertest du Euren Saisonstart?
Soufiane El-Faouzi: Wir hatten richtig gute Ergebnisse mit guten Leistungen, wie zum Beispiel beim 0:0 gegen den FC Bayern oder beim 3:1 auswärts bei Union Berlin. Natürlich hätten wir uns in manchen Spielen auch ein besseres Ergebnis gewünscht. Das 0:1 zum Beispiel am vergangenen Samstag gegen Mainz war ärgerlich und tat weh. Meine persönliche Meinung ist, dass wir den einen oder anderen Punkt mehr hätten holen können. Umso wichtiger ist es, den Blick auf die nächste Aufgabe und das Spiel in Köln zu richten.
Ihr habt außerhalb der Top drei der Liga die wenigsten Gegentore kassiert, aber auch die wenigsten Tore in der Liga erzielt. Ist diese defensive Stabilität der Schlüssel auf dem Weg zum Klassenerhalt?
Das war die Grundlage für den Bundesliga-Aufstieg. Wir haben sehr gut verteidigt, haben für die Gegner wenig zugelassen. Der Gegner muss es gegen uns grundsätzlich schwer haben, ein Tor zu erzielen. Das ist die Basis. Und darauf werden wir immer Wert legen.
Wie schafft Ihr es trotz dieser Stabilität, auch nach vorne noch gefährlicher zu werden? Und welche Rolle kommt dort auch insbesondere Dir im zentralen Mittelfeld zu?
Das kann über gute Umschaltmomente funktionieren, genauso wie über präzises Passspiel, um Linien zu durchbrechen bzw. sie zu überspielen. Ich sehe es als Entwicklungsprozess. Wir haben auch in der vergangenen Saison spielerisch zugelegt. Gegen die individuell und mannschaftlich stärkeren Gegner in der Bundesliga wird es unsere Aufgabe sein, noch mehr Torgefahr zu entwickeln. Da ist im Team jeder gefordert, sich zu zeigen und einzubringen.
Vor drei Jahren hast Du noch Regionalliga gespielt, nun bist Du Stammspieler in der Bundesliga. Wie fühlt es sich an, Woche für Woche solche Partien zu bestreiten?
Es war mein Traum, mich auf diesem Niveau mit den Besten zu messen. Dafür habe ich in den vergangenen Jahren sehr hart gearbeitet, um ihn mir zu erfüllen. Bei mir war es Jahr für Jahr eine Entwicklung, zuletzt ging es immer eine Liga höher. Vor rund eineinhalb Jahren habe ich noch in der 3. Liga bei Alemannia Aachen gespielt. Deswegen arbeite ich jeden Tag hart, um auf die Aufgaben in der Bundesliga vorbereitet zu sein. Das ist die Verantwortung als Profi.

Du bist jedes Jahr eine Liga höher gestiegen. Wie hast Du es geschafft, Dich immer wieder ans neue Niveau anzupassen?
Dazu gehören Fleiß und Disziplin. Vor ein paar Jahren habe ich nach einer Verletzung beschlossen, noch mehr zu investieren: Also individuelle Programme vor und nach dem Training, gezielte Übungen im Gym, bewusste Ernährung – es waren einfach mehrere Punkte. Mir hat es außerdem geholfen, sehr fokussiert, aber Schritt für Schritt die nächsten Aufgaben anzugehen.
Ein großer Faktor für die Entwicklung auf Schalke ist Trainer Miron Music. Was macht ihn in der täglichen Arbeit aus?
Miron Muslic und sein Trainerteam sind in der täglichen Arbeit und in der Spiel-Vorbereitung sehr gewissenhaft. Als Chef-Trainer verlangt er viel, ist sehr fordernd. Das tut der Mannschaft gut. Es war in der vergangenen Spielzeit sicherlich auch ein wesentlicher Faktor für unseren Erfolg.
Wie schätzt Du den FC sportlich ein und was erwartest Du für das Spiel am Samstag?
Zu Hause waren die Kölner bislang erfolgreicher als auswärts, sie sind im eigenen Stadion in dieser Saison sogar noch ungeschlagen. Daraus werden sie auch ihre Zuversicht für Samstag ziehen. Ich bleibe aber lieber bei unserer Mannschaft. Wichtig wird sein, dass wir kompakt auftreten. Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel bei Union Berlin gemacht, hatten auch auswärts in Freiburg unsere Momente. Daran sollten wir anknüpfen. Wir fahren nach Köln, um das Spiel zu gewinnen.















