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Gegnercheck: Würzburger Kickers wollen FC ärgern

23.08.2026
Der 1. FC Köln trifft am Montagabend (18 Uhr, FC-Liveticker) im DFB-Pokal auf die Würzburger Kickers. Vor dem Pflichtspielauftakt blickt fc.de auf den Gegner.

Die Lage in Würzburg

Nach vier Jahren in der Regionalliga Bayern sind die Würzburger Kickers zurück in der 3. Liga. Der im März installierte Trainer Michael Schiele führte die Kickers in der vergangenen Regionalliga-Saison auf Rang zwei. Weil mit dem 1. FC Nürnberg II der Erste verzichtete, nahmen die Kickers an der Relegation teil und stiegen in zwei Duellen mit Lok Leipzig auf. Der Saisonstart in Liga drei war mit vier Punkten aus zwei Spielen vielversprechend. Die Kickers gehen also durchaus mit Selbstvertrauen ins Pokalduell am Montagabend.

Das letzte Spiel der Kickers

Während die Erstrundenbegegnung für die Mannschaft von Trainer René Wagner den Saisonbeginn bedeutet, haben die Würzburger Kickers bereits zwei Drittligaspiele absolviert. Nach einem 2:2 zum Auftakt in Ingolstadt besiegte das Team von Trainer Michael Schiele am vergangenen Wochenende den SV Wehen Wiesbaden mit 4:0.
So spielten die Kickers: Hipper – Eberle (89. Ochs), Hägele (57. Muteba), Farahnak – Omore, D. Kinsombi, Embaye (75. Kiefersauer), Abrangao – Franjic (89. Evina), Bonga, Kraus (75. Nischalke)
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Spielverlauf: Die Gäste aus Wiesbaden begannen die Partie mutig und erspielten sich einige Torchancen, verpassten es aber, die frühe Führung zu erzielen. Stattdessen war es Ivan-Leon Franjic, der in der 17. Minute zum 1:0 für Würzburg traf. Der Offensivakteur verwandelte einen direkten Freistoß sehenswert zur Führung. Im Anschluss behielten die Unterfranken die Oberhand und erhöhten kurz vor der Pause durch Tim Kraus auf 2:0 (38. Minute). Nach der Pause zeigte sich Wehen Wiesbaden verbessert, konnte aber vor dem Tor von Keeper Johann Hipper keine ernstzunehmende Gefahr ausstrahlen. Auf der anderen Seite sorgte der eingewechselte Xaver Kiefersauer für die Vorentscheidung (77. Minute), bevor der starke Franjic den Doppelpack zum 4:0-Endstand schnürte.

Wissenswertes

Mit 256 absolvierten Pflichtspielen ist Daniel Hägele Rekordspieler der Würzburger Kickers. Der noch immer für die Rothosen aktive Innenverteidiger wechselte im Sommer 2018 von der SG Sonnenhof-Großaspach zu den Kickers, erzielte seitdem 13 Tore und bereitete acht weitere vor. Im DFB-Pokal kam der 37-Jährige bereits zwei Mal für die Unterfranken zum Einsatz und schied jeweils in der ersten Runde aus: 2019/20 beim 7:8 nach Elfmeterschießen gegen die TSG Hoffenheim und 2020/21 beim 2:3 gegen Hannover 96.
Seit dieser Saison führt Hägele sein Team als Kapitän an, sein Stellvertreter ist David Kinsombi. „Daniel und David sind zwei sehr erfahrene Spieler, die auf und neben dem Platz vorangehen. Daniel hat bereits über 250 Spiele für die Kickers absolviert“, sagte Trainer Michael Schiele jüngst. „Beide übernehmen Verantwortung und werden unser Team sehr gut führen.“

Der Trainer

Michael Schiele machte seine Traineranfänge beim VfR Aaalen, wo er als Co-Trainer von Ralph Hasenhüttl und später vom heutigen FC-U19-Trainer Stefan Ruthenbeck agierte. Mit Ruthenbeck ging Schiele später auch gemeinsam zur SpVgg Greuther Fürth, ehe er 2017 in Würzburg erstmals selbst Cheftrainer wurde. Die Franken führte er in die 2. Bundesliga, musste dann aber nach nur zwei Spielen gehen. Fünfeinhalb Jahre später, nach Stationen in Sandhausen und Braunschweig, kehrte Schiele im März zurück nach Würzburg - und stieg prompt wieder auf.
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Spieler im Fokus

In David Kinsombi haben die Würzburger Kickers im Sommer einen großen Namen für einen Drittliga-Aufsteiger verpflichtet. Der 30-Jährige kann neben vier Bundesliga-Spielen auch auf 238 Zweitliga-Einsätze (u.a. Kiel, HSV, Paderborn) zurückblicken und soll im Würzburger Mittelfeld die Fäden ziehen. „Es kommt nicht oft vor, dass man einen Spieler mit einer solchen Vita verpflichten kann. David hat über viele Jahre auf höchstem Niveau gespielt und bringt eine enorme Erfahrung aus der 2. Bundesliga mit. Genau diese Routine, seine Ruhe am Ball und seine Persönlichkeit werden unserer jungen Mannschaft guttun“, sagte Trainer Michael Schiele bei der Verpflichtung.

Historisches

Die am 17. November 1907 gegründeten Würzburger Kickers feierten im Jahr 1977 einen großen sportlichen Erfolg, als sie in die 2. Bundesliga Süd aufstiegen. In der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse spielten sie gemeinsam mit dem FV 04, ebenfalls einem Würzburger Fußballverein. Nach über 38 Jahren Abstinenz, gelang den Kickers zur Saison 2016/17 erneut der Sprung in die 2. Bundesliga, aus der sie allerdings schon nach einem Jahr wieder abstiegen. 2020/21 stieg der Verein zum dritten Mal in die 2. Liga auf – und verabschiedete sich als Tabellenletzter in die 3. Liga.

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