Club | 14.11.2011

Interview mit Dr. Werner Wolf

fc-koeln.de sprach mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden

fc-koeln.de sprach am Montag, 14. November 2011, mit Dr. Werner Wolf, dem neuen Vorsitzenden des FC-Verwaltungsrats. Das Interview kann hier in voller Länge nachgelesen werden.


fc-koeln.de: Herr Wolf, herzlichen Glückwunsch zur Ihrer Wahl zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats! Das Amt bekommt nach dem Rücktritt des Vorstandes ein besonderes Gewicht, weil Sie gemäß der Satzung jetzt zusätzlich den Verein nach Außen vertreten. Wie haben Sie die Ereignisse auf der Mitgliederversammlung am Sonntag wahrgenommen? 
Dr. Werner Wolf:
"Die Sache hat zwei Seiten. Persönlich waren wir alle überrascht und auch betroffen von dem unerwarteten Rücktritt des Vorstands. Wir haben ja auch erlebt, dass die Mehrheit der Mitglieder am Sonntag hinter dem Vorstand gestanden hat. Zwei Drittel der Mitglieder haben dem Vorstand in diesem Jahr die Entlastung erteilt, während sie im Vorjahr noch verweigert wurde. Ich finde, der FC und wir alle haben guten Grund, Wolfgang Overath, Jürgen Glowacz und Friedrich Neukirch für ihre unermüdliche Arbeit für den Verein in den vergangenen sieben Jahren zu danken. Wolfgang Overath hat sich als Spieler und Präsident in die Geschichtsbücher des 1. FC Köln eingeschrieben."
 
Was ist die zweite Seite? 
"Neben der persönlichen gibt es natürlich die sachliche Ebene. Und da kann es nur eine Botschaft geben: Der 1. FC Köln ist heute wesentlich besser aufgestellt als er es noch vor einem Jahr war. Die Gremien haben engagiert an der Weiterentwicklung des Clubs gearbeitet, mit der Neuausrichtung hat die Geschäftsführung viel Professionalität in den Club gebracht und mit Volker Finke und Stale Solbakken sind wir im Sportbereich sehr gut aufgestellt. Auch das ist von den Mitgliedern gestern anerkannt worden. Wir haben also ein stabiles Fundament für den Weg nach vorne. Auch in dieser Übergangszeit ist der Verein voll handlungs- und entscheidungsfähig. Für das operative Tagesgeschäft ist ohnehin die Geschäftsführung verantwortlich und um alle sportlichen Themen kümmern sich Sportdirektor und Trainer."
 
Was bedeutet das für die nächsten Schritte bei der Auswahl des neuen Vorstands?
"Die Satzung sieht vor, dass unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen ist, die auf Vorschlag des Verwaltungsrats für die restliche Amtsdauer des Präsidiums die Nachfolger wählt. Dem werden wir natürlich entsprechen. Es geht bei dieser Entscheidung jedoch um eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des Vereins. Das kann man nicht übers Knie brechen. Mein Stellvertreter Herr Sanktjohanser und ich werden die weiteren Schritte jetzt zügig, aber auch sach- und zielorientiert zusammen mit dem Verwaltungsrat und sicherlich auch im engen Dialog mit dem Vereinsbeirat vorbereiten. Wir werden uns Gedanken machen über das Profil und die Erwartungen an einen neuen Vorstand und danach werden wir Gespräche mit aus unserer Sicht geeigneten Kandidaten führen. Ich bitte aber schon jetzt um Verständnis, dass wir für diesen Prozess ein paar Wochen benötigen werden. Bis es dann zur Mitgliederversammlung mit allen Fristen und Vorgaben kommt, kann es gut und gerne auch Februar oder März nächsten Jahres werden. Und ein weiterer Punkt ist mir wichtig: Wir werden nicht mit jedem Kandidaten, der uns geeignet erscheint, sofort an die Öffentlichkeit gehen. Das würde den gesamten Prozess torpedieren. Ich appelliere also an die Mitglieder und die Medien, uns den Raum und die Zeit zu geben, diesen Vorschlag professionell vorzubereiten."
 
Wann wird sich der Verwaltungsrat erstmals mit dem Thema beschäftigen?
"An diesem Donnerstag. Wir legen sofort los." 

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PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36