Nachwuchs | 18.03.2020

FC-Frauen trainieren individuell

Kein Trainingsbetrieb im NLZ

Im Nachwuchsleistungszentrum und bei den FC-Frauen wurde der mannschaftliche Trainingsbetrieb eingestellt. Stattdessen trainieren die FC-Talente und die Spielerinnen individuell.

Still ist es an diesen Tagen geworden am Geißbockheim. Die FC-Profis erhielten am Dienstag ihre individuellen Trainingspläne und auch die Nachwuchs- und Frauenmannschaften trainieren individuell. Fc.de sprach mit Carsten Schiel, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Sascha Glass, Trainer der FC-Frauen über die aktuellen Entwicklungen.

Die Nachwuchsspieler und die FC-Frauen befinden sich in dieser Woche zu Hause. Wie sehen die weiteren Planungen aus?

Carsten Schiel:
Zunächst muss man sagen, dass wir im ganzen Land vor einer ungewohnten Situation mit großen Herausforderungen stehen. Das einheitliche Ziel ist, das Gesundheitssystem zu schützen und die Infektionsrate in Deutschland zu verlangsamen. Da müssen wir ebenfalls unseren Beitrag leisten und geben die Wichtigkeit dieser Aufgabe auch an unsere Jugendspieler weiter. Unsere Teams von der U8 bis zur U16 haben bis zum Ende der Osterferien frei, die Teams der U17 bis U21 trainieren in dieser Woche nicht mannschaftlich, sondern individuell. Wir haben Hygieneregeln umgesetzt und Verhaltensempfehlungen vorgegeben. Der Verlauf der Corona-Krise ist allerdings so dynamisch, sodass wir täglich neu bewerten müssen. Ab der U15 aufwärts haben wir unseren Spielern individuelle Trainingspläne gegeben, damit sie ihre Fitness erhalten. Außerdem sind wir in Überlegungen, was wir unseren jüngeren Spielern für Angebote machen können – immer mit dem Fokus die behördlichen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes zu unterstützen.

Sascha Glass: Wir haben unserer Frauenmannschaft einen individuellen Trainingsplan für 14 Tage an die Hand gegeben mit Laufeinheiten und Stabi-Übungen. Für uns ist es ungewohnt, so spät in der Saison eine Spielpause zu haben. Wir tragen die behördlichen Anordnungen aber in jeglicher Hinsicht mit, wir befinden uns in einer Zeit, in der es in erster Linie nur um die Gesundheit geht. Der Sport tritt in den Hintergrund. Meine Mutter stammt aus Italien, da verfolgt man die Entwicklungen in beiden Ländern nochmal intensiver. Wir haben als Mannschaft trotzdem auch die Verpflichtung in einer Top-Verfassung zu sein, sobald sich die Situation in Deutschland wieder entschärft und wir den Spielbetrieb fortsetzen können. Dazu zählt auch eine ausgewogene Ernährung. Wir haben sportlich das große Ziel die Bundesliga zu halten. Das verlieren wir trotz Sportpause nicht aus den Augen.

Wie ist der aktuelle Stand beim Sportinternat Köln?

Schiel:
Wir haben das Internat geschlossen, unsere Talente sind bei ihren Familien. Die Trainer stehen grundsätzlich mit den Spielern über Smartphone-Gruppen in Kontakt. Die Jungs wissen, wie sie sich verhalten sollen und dass sie sich melden müssen, sollten Corona-Anzeichen bei ihnen oder ihrem direkten Umfeld auftreten. Unsere Trainer befinden sich aktuell ebenfalls zu Hause.

Wie nehmen die Spielerinnen die derzeitige Situation an?

Glass:
Sie haben sehr verständnisvoll reagiert. Allen ist bewusst, dass wir uns in einer außergewöhnlichen Situation befinden und dass es nun darum geht, sich an Handlungsempfehlungen zu halten. Natürlich wird ihnen das Mannschaftstraining zunächst fehlen. Wir haben aber ein sehr ehrgeiziges und vernünftiges Team und wir hoffen alle, dass wir bald wieder das machen können, was uns am meisten Spaß macht. Bis dahin ist es am wichtigsten, gesund zu bleiben.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
10Hertha BSC35
111. FC Köln34
12FC Augsburg31

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