Profis | 21.02.2019

Pressekonferenz vor Sandhausen

Klartext von Veh und Anfang

Am Samstagmittag tritt der 1. FC Köln gegen den SV Sandhausen an. Armin Veh und Markus Anfang sprachen vor dem Heimspiel über die Niederlage gegen Paderborn, das kommende Heimspiel und einen Bericht über eine angebliche Spitzelaffäre in der Mannschaft.

Armin Veh sprach über…

… einen Bericht über eine angebliche Spitzelaffäre in der Mannschaft:
 „Ich möchte lieber über das Spiel reden, aber auf diesen Bockmist, der da berichtet wird, muss ich reagieren. Das ist hanebüchen. Wenn ich mitbekomme, dass ein Medium berichtet, dass es bei uns Spitzel in der Mannschaft gibt, die mein Coach mitgebracht oder angewiesen haben soll, ist das starker Tobak. Da bin ich ziemlich allergisch, denn das ist völliger Schwachsinn. Das ist eine reine Erfindung.“

… die Zusammenarbeit mit Markus Anfang: „Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Dass ich alleine zur Mannschaft spreche, kommt nicht oft vor – aber es kommt vor. Wenn ich das mache, dann immer in Absprache mit meinem Trainer. Wir reden über alles. Das ist etwas, das mir wichtig ist. Unsere Zusammenarbeit ist von Vertrauen geprägt. Markus ist geradeaus und ich bin geradeaus. Wir sind auch mal unterschiedlicher Meinung, aber da lassen wir uns nicht auseinanderdividieren. Wenn ich etwas zu Auswechslungen oder Standards sage, habe ich das vorher auch schon mit Markus besprochen. Es ist nicht so, dass er nicht weiß, was ich darüber denke. Es ist meine Aufgabe, Dinge anzusprechen. Mir ging es darum, dass wir nicht zur Tagesordnung übergehen nach diesem Spiel, sondern die Sinne schärfen müssen. Denn ich sehe unser Ziel als gefährdet an. Ich habe nicht den Trainer angezählt und ich habe mehrere Dinge angesprochen am Samstag, nicht nur die Auswechslung. Und zu der kann ich nur sagen: Ich habe in meiner Zeit als Trainer 1000 Mal ausgewechselt und 500 Mal danebengelegen. Das ist für mich nicht tragisch. Tragisch wäre für mich nur, wenn Ehrlichkeit und Vertrauen fehlen würden.“

… sein derzeitiger Eindruck von der Mannschaft: „Ich habe nicht alle Einheiten gesehen, aber das, was ich gesehen habe, war sehr konzentriert – gepaart mit einer gewissen Lockerheit. Wichtig ist, dass wir souverän bleiben und das 90 Minuten plus X Minuten. Die Kombination Konzentration und Lockerheit war gut diese Woche.“

… seine Erwartungen für die kommenden Partien:
„Man wiederholt sich immer, wenn man sagt, dass man sich in dieser Liga die Siege wirklich erkämpfen muss. Wir versuchen sie natürlich zu erspielen. Aber der Gegner wird immer alles reinwerfen. Es ist kein Gegner dabei, der leicht zu bespielen ist. Wir müssen die Partien immer so angehen, dass wir sie gewinnen wollen. Immer wenn wir uns absetzen konnten, haben wir es zuletzt nicht geschafft. Aber wir haben alles in der eigenen Hand. Es sind jetzt wichtige Spiele.  Ich muss hier ja nicht ins Phrasenschwein zahlen, deshalb kann ich es sagen: Wir denken nur ans nächste Spiel. Der Spruch ist alt – aber er ist wahr.“

Markus Anfang sagte am Donnerstag im Geißbockheim über… 

... die angebliche Spitzelaffäre: „Das Thema ist für mich nie dagewesen. Ich habe mich auf das Wesentliche konzentriert – auf die Jungs und darauf, sie auf das Spiel vorzubereiten. Etwas anderes gibt es für mich nicht.“

… das Klima in der Mannschaft:
„Das Klima in der Mannschaft ist insofern ein bisschen angespannt, als dass wir gegen Paderborn nicht gepunktet haben. Wir haben es nicht geschafft, das Spiel über 90 Minuten durchzuziehen und die Punkte zu holen. Darüber macht sich die Mannschaft Gedanken. Wir haben das diese Woche aufgearbeitet. Ansonsten ist das Klima in der Mannschaft gut. Wir haben heute im Training viel gelacht. Die Jungs sind gut vorbereitet. Wir freuen uns, dass das Stadion voll ist. Wir werden versuchen, das abzurufen, was wir im Training erarbeitet haben – über 90 Minuten. Dann werden wir ein richtig gutes Spiel machen und die drei Punkte holen. Es ist gut für uns, dass wir jetzt viele Spiele in kurzer Zeit haben. Wir haben die Möglichkeit, viele Punkte zu holen. Das ist unsere Aufgabe und darauf konzentrieren wir uns.“

… die Niederlage gegen Paderborn: „Wir haben das Paderborn-Spiel aufgearbeitet. Wir haben über die letzten zwölf Minuten gesprochen und sie kritisch analysiert. Die Jungs waren auch sehr selbstkritisch. Wir haben in dieser Phase nicht mehr das gespielt, was wir vorher gespielt haben. Wir müssen unser Ding durchziehen. Sandhausen ist eine Mannschaft, die sehr kopfballstark ist und über viele Standardsituationen kommt. Wir haben im Training geübt, wie wir da die Räume zumachen und in die Umschaltbewegung reinkommen können. Wir haben ein gutes Gefühl. Und die Jungs freuen sich darauf, es besser zu machen. Das letzte Heimspiel war richtig gut – nicht nur vom Ergebnis, sondern auch vom Inhalt. Da müssen wir anknüpfen. Dann werden wir gegen Sandhausen gewinnen.“

… die Personalsituation: „Rafael Czichos und Florian Kainz sind gesperrt. Wir müssen die Positionen anders besetzen. Dazu kommt, dass Lasse Sobiech krank ist. Wir wissen noch nicht, ob er rechtzeitig zurückkommt. Wir haben aber einen Kader, der das hergibt und der Qualität hat. Wir haben im Training unterschiedliche Formationen getestet. Louis Schaub ist wieder im Training. Er hat gut mittrainiert. Ich hoffe, er hat die Belastung gut vertragen. Er sagt, er spüre nichts. Wenn er am Freitag mittrainiert, entscheiden wir, ob er im Kader dabei ist. Er muss das Signal geben, ob er bereit ist.“ 

FAKTEN ZUM SPIEL

  • Anstoß der Partie ist um 13 Uhr.
  • Das RheinEnergieSTADION ist ausverkauft.
  • FC-Fans, die nicht im Stadion sind, können das Spiel in der FC-App im Radio Köln FC-Radio und im FC-Liveticker verfolgen.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
1 1. FC Köln 63
2 SC Paderborn 07 57
3 1. FC Union Berlin 57

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